Woran merkt man, dass man schwanger ist? Schwangerschaft durch die natürliche Körperwahrnehmung bemerken.
Man hört immer wieder von Schwangerschaften, die sehr lange oder sogar bis kurz vor der Geburt unbemerkt bleiben. Wie kann das sein, wenn es doch so eindeutige Schwangerschaftsanzeichen gibt? Gibt es zu wenig Aufklärung in dem Bereich oder ist die Körperwahrnehmung von diesen Frauen einfach zu schwach ausgeprägt? Wie auch immer, es gibt sie definitiv – die eindeutigen Schwangerschaftsanzeichen. Man kann nur durch die Körperwahrnehmung bemerken, dass man schwanger ist. Mit meinen eigenen hier beschriebenen Erfahrungen möchte ich Frauen helfen, eine Schwangerschaft schneller und eindeutiger zu erkennen – vor allem Frauen, die ungeplant schwanger geworden sind. Den Frauen mit einer geplanten Schwangerschaft möchte ich ein paar Tipps für den Umgang mit den verschiedenen Schwangerschaftsanzeichen mit auf den Weg geben.
Nur zur Erinnerung:
Es muss mindestens ein ungeschützter Verkehr zwischen Mann und Frau gewesen sein, damit eine Schwangerschaft überhaupt eintreten kann und Schwangerschaftsanzeichen bemerkt werden können!
Schwangerschaftsanzeichen 1: Hochlage der Basaltemperatur
Nach der symptothermalen Methode ist eine Schwangerschaft sehr wahrscheinlich, wenn die Temperaturhochlage mindestens 18 Tage andauert und gleichzeitig die Menstruation ausbleibt. Aus diesem Grund kann man also die Hochlage der Basaltemperatur als Schwangerschaftsanzeichen verwenden. Ich wende die symptothermale Methode seit 2009 an, um eine Schwangerschaft zu vermeiden. In meinem 27. Zyklus beschlossen ich und mein Freund, nun eine Schwangerschaft anzustreben. Wir hatten nun also das erste Mal ungeschützten Verkehr an einem optimalen fruchtbaren Zyklustag und ich war mir deshalb schon sehr sicher, dass ich davon schwanger geworden bin. Alle meine bisher aufgezeichneten 26 Zyklen hatten nur eine Hochlage von maximal 14 Tagen, somit war ich mir in diesem speziellem Zyklus schon am 15. Hochlagentag zu 99 % sicher, dass ich schwanger bin. Das war also ungefähr zwei Wochen nach der Befruchtung. Zu diesem Zeitpunkt hat mein Schwangerschaftstest noch negativ angezeigt.
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Meine Basaltemperatur zeigte seit der Temperaturhochlage jeden Morgen mindestens 37,00 °C an. Die meisten Frauen messen wahrscheinlich ihre Aufwachtemperatur nicht. Aber vielleicht können sehr feinfühlige Frauen einen leichten Anstieg ihrer Körpertemperatur auch ohne Thermometer feststellen, denn oft ist Frauen in der Schwangerschaft immer sehr warm.
Schwangerschaftsanzeichen 2: gefühlte, aber ausbleibende Menstruation
Generell ist das Ausbleiben der Menstruation das Schwangerschaftsanzeichen, das die meisten Frauen als erstes bemerken. Es passierte allerdings etwas interessantes mit dem ich nicht gerechnet hatte. An den Zyklustagen, an denen sonst normalerweise meine Menstruation eingesetzt hat, fühlte es sich genauso an, als wenn ich die Menstruation hätte – aber sie war nicht da und kam auch nicht. Das Gefühl hielt ca. 4 bis 5 Tage an und wurde zum Ende hin schwächer, genauso wie meine Menstruation sonst auch.
Schwangerschaftsanzeichen 3: Ungewohnte Gefühlsausbrüche
Das die Emotionen aufgrund der starken hormonellen Veränderungen während einer Schwangerschaft variieren können ist bekannt. Am Ende der 6. Woche bekam ich einen unerwarteten Heulanfall während einer berühmten Eiskunstlauf-Bühnenshow. Ich bin mir nicht ganz sicher was genau der Auslöser war – ich fand es einfach nur so schön anzusehen. Mir war in diesem Moment klar, dass sich etwas in mir verändert hatte. Im Nicht-Schwangeren-Zustand wäre mir das nicht passiert, so viel war sicher
. Tipp: Habe sicherheitshalber immer ein Taschentuch dabei!
Schwangerschaftsanzeichen 4: Brustsymptom
Ein weiteres eindeutiges Schwangerschaftsanzeichen ist das Brustsymptom – ein schmerzhaftes Spannungsgefühl in den Brüsten. Die Brüste sind fühlbar härter und etwas größer. Das Brustsymptom tritt im natürlichem Zyklus (ohne Einnahme von Hormonen) bei den meisten Frauen sehr zuverlässig kurz nach dem Eisprung auf und bleibt dann bis die nächste Menstruation einsetzt. Bei einer Schwangerschaft setzt diese jedoch nicht ein und somit bleibt das Brustsymptom etwas länger. Bei mir hielt das Brustsymptom bis Ende des 3. Monats an – ich dachte schon es hört gar nicht mehr auf. Jeden Tag und jede Minute wurde ich durch dieses Schwangerschaftsanzeichen an meine Schwangerschaft erinnert und konnte somit an fast nichts anderes mehr denken. Ein entspannendes Bad und sanfte Massagen können die Schmerzen etwas lindern. Außerdem sollte frau dringend darauf achten, dass sie busenfreundliche Kleidung trägt und der BH sehr gut passt. Das könnte nämlich die Schmerzen noch verschlimmern – womit ich schon beim nächsten Schwangerschaftsanzeichen angelangt bin.
Schwangerschaftsanzeichen 5: Neue BH-Größe nötig
Ein gutsitzender BH ist gerade in der Schwangerschafts- und Stillzeit sehr wichtig, um den Rücken zu entlasten und den Wachstumsprozess des Busens nicht negativ zu beeinflussen. Ungefähr ab Ende des 3. Monats waren mir alle BHs zu klein. Nur ein einziger BH passte mir noch etwa ein Monat länger. Eine Vergrößerung von ein bis drei Körbchengrößen ist völlig normal in der Schwangerschaft. Dieses Schwangerschaftsanzeichen können Außenstehende und auch der Lebenspartner sehr gut feststellen
. Um wirklich die richtige BH-Größe zu finden, empfehle ich das Forum Busenfreundinnen.net. Demnächst werde ich hier im Blog über den Besuch einer BH-Beratung in Berlin berichten.
Schwangerschaftsanzeichen 6: Müdigkeit
Meine ständige Müdigkeit hat in den ersten drei bis vier Monaten am meisten für Konfliktpotential in meiner Beziehung gesorgt. Egal ob ich früh aufgestanden bin oder bis Mittag geschlafen habe, ich war immer schon nach dem Abendessen total müde. Ich hätte den ganzen Tag nur schlafen können. Mein Freund konnte nicht wirklich nachvollziehen, dass ein paar Hormone solche enorme Auswirkung haben können. Er wollte so gerne mit mir was unternehmen oder einfach nur am Abend einen Film gucken, aber ich bin fast immer mitten im Film eingeschlafen. Helfen können häufige Ruhepausen über den Tag verteilt und ein ausgiebiger Mittagsschlaf, von dem berufstätige Schwangere wohl nur träumen können.
Schwangerschaftsanzeichen 7: häufiger Harndrang
Durch die erhöhten Hormonwerte vom Progesteron (lat. „für die Schwangerschaft“), müssen schwangere Frauen häufiger zur Toilette. Ich selbst wurde fast jede Nacht wach, da ich zur Toilette musste. Manchmal hilft es tagsüber sehr viel zu trinken und dann ein bis zwei Stunden vor dem Schlagen nichts mehr. Dieses Schwangerschaftsanzeichen ist definitiv schon mal ein gutes Training, um sich auf das nächtliche Stillen vorzubereiten!
Schwangerschaftsanzeichen 8: leichte Übelkeit
Glücklicherweise wurde ich von Erbrechen und extremer Übelkeit am Anfang der Schwangerschaft verschont. Ich hatte jedoch die ersten drei Monate ab und zu leichte bis mittelmäßige Übelkeit vor allem direkt nach dem Essen und einmal bei einer mehrstündigen ICE-Fahrt. Später so ab dem 4. Monat wurde mir sehr oft beim Zähneputzen schlecht – so ein Würgereflex kann ziemlich unangenehm sein. Ich habe es einigermaßen in den Griff bekommen, in dem ich mich bewusst auf andere Dinge beim Zähneputzen konzentriere, um mich davon abzulenken. Man kann zum Beispiel Radio oder Hörbücher während des Zähneputzens hören. Manchen Frauen kann es auch helfen, die Zahnpasta zu wechseln.
Schwangerschaftsanzeichen 9: Schmerzen beim Niesen
Mir hat zuvor keine Frau von diesem Schwangerschaftsanzeichen berichtet, aber dennoch hatte ich es – ein sehr schmerzhaftes Ziehen der Mutterbänder im unterem linken und rechten Bauchbereich beim Niesen. Es war wirklich extrem schmerzhaft und ich dachte jeden Moment zerreißt es mich innerlich, auch wenn es nur bis zu fünf Minuten nach dem Niesen anhielt. Die Mutterbänder müssen sich stark dehnen und beim Niesen werden diese sozusagen überbeansprucht. Ich habe mir dann einen kleinen Trick angewöhnt, um diese Schmerzen zu umgehen. Sobald ich gemerkt habe, dass ich gleich niesen muss, habe ich meine Beine angewinkelt, die Beine an den Körper herangezogen oder mich im Stehen nach vorne gebeugt. So konnten die Mutterbänder sich beim Niesen nicht überdehnen und ich hatte keinerlei Schmerzen mehr deswegen.
Schwangerschaftsanzeichen 10: Orientierungslosigkeit
Dieses Schwangerschaftsanzeichen ist mir selbst gar nicht so bewusst gewesen, aber mein Freund hat mich des öfteren darauf angesprochen. Er fand es sehr ungewöhnlich, dass ich mehrmals bei teilweise bekannten Wegen in die falsche Richtung lief oder in die falsche S-Bahn einsteigen wollte. Mein Tipp an dieser Stelle: Speicher dir vor allem unbekannte Wege/ÖPNV-Fahrten auf dem Handy ab, nehme auf Autofahrten immer das Navi oder eine kompetente Begleitperson mit. Zur Not kann man ja immer noch jemanden fragen: „Sorry, ich bin schwanger – können Sie mir sagen wo es zum … geht?“
Schwangerschaftsanzeichen 11: Gesteigerter Appetit
Auch meinen gesteigerten Appetit hat überwiegend mein Freund wahrgenommen. Vor der Schwangerschaft war ich meistens sehr unentschlossen, was ich denn genau essen möchte. Mein Freund war erstaunt darüber, wie exakt ich nun auf einmal wusste, was ich essen möchte. Er machte sich schon fast ein wenig darüber lustig, aber eigentlich war er jetzt sehr froh über dieses Schwangerschaftsanzeichen, denn die endlosen Essensdiskussionen „Was essen wir eigentlich morgen? – Ach, ich weiß auch nicht so richtig…“ hatten vorübergehend ein Ende.
Andere Schwangerschaftsanzeichen, die ich nicht oder nur wenig bemerkte, aber von denen mir viele andere Frauen berichteten:
- Veränderung des Geruchssinns (intensiver)
- Blähungen
- Durchfall
- Erbrechen
- Heißhunger
- gesteigerte Libido
- Schlafstörungen
- Unterleibsschmerzen
- Einnistungsblutung
für google:
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Hallo, mein Name ist Marcus Krahlisch und ich bin Blogautor, Wissenschaftler und Berater für Natürliche Familienplanung (NFP). Wir leben in einer Welt der Sensationspresse, die Schlagzeilen formuliert, aber selten informiert. Dieser Entwicklung möchte ich entgegenwirken und gut erklärte Beiträge schreiben, die dich wirklich weiterbringen.
Mein Name ist Anne Zietmann und ich bin Windelfrei- Coach, Beraterin für Natürliche Familienplanung (NFP) und in Ausbildung zur MFM Referintin. Etwa 20% der deutschen Frauen möchten natürlich verhüten - nur 4% wissen, dass sie mit NFP eine echte Alternative haben. Dies und vieles mehr möchte ich mit meinen Artikeln verändern.