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Mein Geburtsvorbereitungskurs – Teil 1

Was macht man in einem Geburtsvorbereitungskurs? Mein Erfahrungsbericht von meinem Geburtsvorbereitungskurs Teil 1 bringt Licht ins Dunkel.

Wie es zum Geburtsvorbereitungskurs kam

Schon zu Beginn meiner Schwangerschaft entschied ich mich mit meinem Partner, einen Geburtsvorbereitungskurs zu besuchen. Etwa im 6. Schwangerschaftsmonat meldeten wir uns als Paar im selben Geburtshaus für einen Geburtsvorbereitungskurs an, in welchem auch die Geburt unseres Kindes geplant ist. Dies hat den Vorteil, dass wir den Ort und die Räume sowie die Kursleiterinnen (Hebammen) aus der Vorsorge kennen. Es ist besonders wichtig den Geburtsvorbereitungskurs rechtzeitig zu buchen, da die Kurse in der Regel gut besucht und schnell voll sind. Für mich ist der Geburtsvorbereitungskurs kostenlos. Mein Partner muss hingegen etwa 100 Euro für die Teilnahme bezahlen. Eine Anfrage auf Kostenerstattung der Krankenkasse wurde abgelehnt. Vor dem ersten Termin sind wir schon sehr gespannt, was man alles bei einem Geburtsvorbereitungskurs macht.

Das Kennenlernen

Wir kommen in den Geburtsvorbereitungskurs-Raum, in dem alle Pärchen auf Kissen und Gymnastikmatten auf dem Boden sitzen. Insgesamt sind wir neun Paare und zwei Kursleiterinnen – beides Hebammen aus dem Geburtshaus. Reihum stellen sich alle zunächst kurz vor: Alter, Beruf, bisherige Geburtserfahrungen, voraussichtlicher Geburtstermin und gewünschter Geburtsort. Eine sehr unterschiedliche Zusammenstellung und dennoch haben fast alle etwas gemeinsam – alle, außer ein Paar, möchten im Geburtshaus ihr Kind bekommen. Ein Paar möchte ins Krankenhaus und kein Paar möchte eine Hausgeburt. Die Hebammen sind erstaunt über diese Verteilung und erzählen uns, dass das Verhältnis Krankenhaus : Geburtshaus sonst immer genau andersherum ist. Das freut die Hebammen natürlich sehr. Sehr witzig finde ich auch, dass beide Hebammen noch keine Kinder haben und somit auch noch keine Geburt am eigenem Leib erfahren haben. Das finde ich etwas verunsichernd. Klar – sie waren beide schon bei etlichen Geburten dabei und können daher auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückblicken. Trotzdem dachte ich immer, dass es bei Hebammen eine Art Berufsqualifikation ist, ein eigenes Kind geboren zu haben. Anscheinend geht es aber auch so :).

Wie hat man erfahren, dass man schwanger ist?

Es geht in die nächste Runde des Geburtsvorbereitungskurses. Nun darf jeder erzählen, wie man von der Schwangerschaft erfahren hat und was man im ersten Moment gedacht hat – einmal aus Sicht der Frau und dann aus Sicht des Mannes. Etwa die Hälfte der Schwangerschaften waren nicht geplant, sind nun aber sehr glücklich darüber. Entweder hatte einer gerade ein Studium geplant oder eine andere einen neuen Job angenommen – irgendwas war immer nicht ganz perfekt. Eine Frau erzählt, dass sie viel zu nervös war, um auf das Testergebnis des Schwangerschaftstests zu warten – das musste ihr Mann übernehmen. Ein anderer Mann wurde wiederum bei einem romantischem Essen bei Kerzenschein von seiner Partnerin mit dem positivem Schwangerschaftstest ganz geschickt überrascht. Ein anderer Mann konnte, nachdem er von der Schwangerschaft erfuhr, für eine Stunde kein Wort mehr sagen und beruhigte sich erst nach zwei stark alkoholischen Getränken, die er hintereinander weg trinken musste.

Ich selbst erzähle, wie es bei uns mit NFP gleich im ersten Zyklus geklappt hat und biete bei der Gelegenheit für alle Interessierten unsere NFP Beratung an. Blöderweise verspreche ich mich und sage: „Wir beraten auch für Verhütung in der Schwangerschaft!“ Mein Freund schaut mich entgeistert an und alle lachen erst mal richtig los. „Ähhh…ich meine natürlich Verhütung in der Stillzeit!“ Ich schiebe meine Schusseligkeit auf die Schwangerschaft und streichel dabei meinen Baby-Bauch. Tollpatschigkeit und Vergesslichkeit sind anscheinend sehr verbreitet unter Schwangeren. Bei einer Kursteilnehmerin hat die Schwangerschaftsamnesie ganz besonders schlimm zugeschlagen – sie kann sich nicht mal mehr daran erinnern, wie sie von ihrer Schwangerschaft erfahren hat. Zum Glück ist ihr Partner dabei und kann ihr auf die Sprünge helfen.

Der Mutterpass

Nach dieser ausgiebigen Vorstellungsrunde soll nun jeder seinen Mutterpass zur Hand nehmen. „Wir besprechen jetzt alle Dinge, die in diesem kleinen Heftchen drin stehen und was beispielsweise die Abkürzungen bedeuten. Außerdem klären wir, welche Untersuchungen sehr wichtig und welche nicht unbedingt notwendig sind.“, sagt die Kursleiterin.

„Eine vaginale Untersuchung ist während der Schwangerschaft absolut nicht notwendig, solange es keinen wirklichen Grund dafür gibt. Wir als Hebammen im Geburtshaus machen eine vaginale Untersuchung erst kurz vor der Geburt oder wenn der errechnete Geburtstermin überschritten ist. Die vaginale Untersuchung sollte vermieden werden, da das Gewebe in dieser Region während der Schwangerschaft sehr empfindlich ist.“, sagt die kursleitende Hebamme.

Hebammen dürfen übrigens alle Vorsorgeuntersuchungen auch ohne Arzt machen. Nur bei Ultraschalluntersuchungen müssen Hebammen eine Zusatzqualifikation haben, die die meisten leider nicht haben. Zum Glück ist jedoch in meinem Geburtshaus eine Hebamme dabei, die auch für Ultraschalluntersuchungen eine Zulassung besitzt.

„Mit der CTG Untersuchung wird erst zum Ende der Schwangerschaft oder bei Auffälligkeiten begonnen“, erklärt die andere Hebammen. Eine Frau stellt plötzlich fest, dass sie schon ab der 20. Woche ein CTG bekam und jedes Mal von ihrem Gynäkologen vaginal mit Abstrich untersucht wurde, obwohl nichts kritisch war. Wollte ihr Arzt etwas dazu verdienen? Außerdem erfährt sie und ihr Partner nun während des Geburtsvorbereitungskurses, welche weiteren Vorteile eine Geburtshausgeburt gegenüber einer Klinikgeburt hat. Nachdem sie alles gehört hat und auch sieht, dass sie die einzige im Geburtsvorbereitungskurs ist, die in einer Klinik angemeldet ist, entscheidet sie sich spontan um. „Eine gute Entscheidung“, denke ich mir. Zum Glück hat sie den Geburtsvorbereitungskurs hier im Geburtshaus angefangen, sonst hätte sie gar nicht von den vielen tollen Vorteilen erfahren.

Beckenboden-Übungen

Die Hebammen klären uns darüber auf, wie wichtig eine gut trainierte Beckenbodenmuskulatur für die Geburt ist. Wer weiß, wie man diese Muskeln anspannen muss – weiß auch, wie man diese wieder entspannen kann. „Entspannung im Beckenbereich zu erzeugen, ist einer der sehr wichtigen Aspekte für einen bestmöglichen Geburtsverlauf.“, betonen beide Hebammen. Nun sollen wir uns auf die Sitzbeinhöcker setzen und bewusst die Beckenbodenmuskeln anspannen, halten, lockerlassen und auch mal mit dem Ein- und Ausatmen kombinieren.

Ich selbst mache zu Hause schon die ganze Schwangerschaft über Yoga für Schwangere mit einer DVD-Video-Anleitung. In diesem Yoga-Schwangeren-Programm ist auch eine Beckenbodenübung mit dabei, daher bin ich schon etwas geübt und empfehle wirklich jeder Schwangeren Yoga für Schwangere zu praktizieren. Es hilft nicht nur die Beckenbodenmuskulatur zu stärken, sondern trainiert auch andere wichtige Körperregionen, wie Rücken- und Beinmuskulatur, und übt gleichzeitig wie man sich am besten entspannen kann (gaaanz wichtig für die Geburt!).

Fragen und Ängste zur Geburt

Langsam neigt sich der erste Geburtsvorbereitungskurs dem Ende zu und abschließend sollen wir all unsere Fragen und Ängste bezüglich der bevorstehenden Geburt auf einen Zettel schreiben. Im Verlauf der nächsten Treffen sollten dann alle Fragen geklärt sein und die Ängste sich gelegt haben.

Mein Partner und ich schreiben zusammen auf Anhieb eine ganze A4-Seite voll. Am meisten interessiert meinen Freund, was er selbst bei der Geburt helfen kann. Auch die anderen Männer wollen das natürlich wissen. Mich selbst beschäftigen einige organisatorische Fragen zum Geburtsablauf. Ein paar Ängste zur Geburt habe ich auch, z. B. was ist, wenn das Kind unterwegs im Zug zur Welt kommt? Da ich eine unverschiebbare längere Zugreise in der 37. Schwangerschaftswoche geplant habe, beschäftigt mich das natürlich sehr. Wobei unterwegs im Zug mich weniger beunruhigt als die Tatsache, dass mein Partner bei der Geburt in diesem Falle nicht dabei wäre. Ich verdränge diese worst-case-Gedanken schnell wieder und bin mir sicher, dass alles schon gut wird.

Fazit:

Am besten fand ich bisher die lockere Gesprächsatmosphäre im Geburtsvorbereitungskurs. Man kann dort wirklich alles fragen, was einem so beschäftigt vor der Geburt. Notfalls kann man die Hebammen auch noch am Ende des Geburtsvorbereitungskurs alleine befragen, wenn es sehr intime Fragen sind.

Im zweiten Geburtsvorbereitungskurs geht es dann um die natürliche Geburt – wie sie im Normalfall abläuft und was der Partner dazu beitragen kann. Außerdem werden wir die Geburtsräume besichtigen, gemeinsam den Wehenschmerz simulieren und eine Entspannungsübung kennenlernen.

»Hier geht’s zum Geburtsvorbereitungskurs – Teil 2 »

Mein Geburtsvorbereitungskurs – Teil 1
Mein Geburtsvorbereitungskurs – Teil 2 »
Mein Geburtsvorbereitungskurs – Teil 3 »
Mein Geburtsvorbereitungskurs – Teil 4 »
Mein Geburtsvorbereitungskurs – Teil 5 »
Mein Geburtsvorbereitungskurs – Nachtreffen »

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