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Mein Geburtsvorbereitungskurs – Teil 3

Was macht man in einem Geburtsvorbereitungskurs? Mein Erfahrungsbericht von meinem Geburtsvorbereitungskurs Teil 3 bringt Licht ins Dunkel.

Die (Fast)-Geburt

Gleich am Anfang unseres dritten Geburtsvorbereitungskurses berichtet eine der Schwangeren, wie es ihr nach dem letzten Kurs ergangen ist. „Ich hatte eine (Fast)-Geburt! Wir haben beim letzten Mal ja alle Anzeichen für eine nahestehende Geburt besprochen und daraufhin hatte ich zwei Tagen später mehrere Anzeichen gleichzeitig und dachte jetzt geht die Geburt schon los. Aber wie ihr sehen könnt, ist doch noch nichts passiert.“

Komplikationen während der Geburt

Während einer Geburt können auch Komplikationen auftreten und nun bekommen wir erklärt, was alles so passieren könnte.

Saugglocke (med. Vakuumextraktion). Wenn eine Geburt sehr lang andauert, die Schwangere sehr erschöpft ist und sich bereits in der Endphase befindet, kann der Schwangeren eine Saugglocke angeboten werden. Diese kann den Geburtsverlauf eventuell beschleunigen oder erleichtern, bringt jedoch einige Risiken mit sich. Beispielsweise kann durch das unnatürlich schnellere herausgleiten des Kindes der Damm reißen. Ohne Saugglocke würde der Körper der Frau zwar etwas länger brauchen, aber durch ein langsames Dehnen ist es viel wahrscheinlicher, dass der Damm heil bleibt. Auch für das Kind besteht durch den Eingriff mit der Saugglocke ein gewisses Risiko.

Geburtszange. Alternativ zur Saugglocke gibt es noch die Geburtszange, die jedoch kaum noch zur Anwendung kommt, da die meisten Geburtshelfer diese Technik nicht beherrschen.

Dammschnitt. Ein selbständiges Einreißen des Damms sehen die Hebammen günstiger an als ein vom Geburtshelfer gesetzter Dammschnitt. Der eigenständig eingerissene Damm kann besser verheilen und reißt nur so weit wie nötig ein. Im Gegensatz zum vorsorglich gesetzten Dammschnitt, der eventuell zu viel einschneidet oder sogar nicht einmal notwendig gewesen wäre (was man blöderweise ja vorher nicht weiß ;)). Die Hebammen können im Geburtshaus auch einen Dammschnitt machen – setzen diesen aber wirklich nur als letzte Möglichkeit ein, wenn alle anderen Erfahrungstricks nicht funktioniert haben.

Kaiserschnitt. Ein Kaiserschnitt ist natürlich im Geburtshaus nicht möglich. Sollte es dennoch zu Komplikationen kommen und ein Not-Kaiserschnitt nötig sein, arbeiten die meisten Geburtshäuser eng mit dem nächstgelegenen Krankenhaus zusammen. Die Gebärende wird dann schnellstmöglich von den Hebammen in die Klinik begleitet. Durch den hohen Erfahrungsschatz der Hebammen und die Betreuung der Frau – bereits während der Schwangerschaft – können die Hebammen rechtzeitig und individuell den Zustand der Schwangeren einschätzen.

PDA. Eine PDA (Periduralanästhesie) ist auch nur im Krankenhaus möglich, da hierfür eine medizinische Betreuung notwendig ist. Fakt ist jedoch, dass Frauen gar keine PDA brauchen, um zu gebären. Ganz im Gegenteil – es schafft eine ganze Palette an neuen Risiken, die durch die PDA eintreten können. Allein die Tatsache, dass frau vom Bauchnabel abwärts nichts mehr fühlt, ist nicht zu unterschätzen. Schließlich ist das Mitarbeiten der Frau während der Geburt wichtig, um die Geburt voranzubringen. Dazu gehört auch ausreichend Bewegungsfreiheit, die mit der PDA faktisch ausgeschlossen wird. Unklar ist zudem noch, ob das Kind weniger gut vor Schmerzen geschützt wird, da der Körper durch die PDA keine körpereigenen Schmerzmittel (z. B. Oxytocin) mehr produzieren kann.

Ich persönlich habe mich von vornherein gegen eine PDA entschieden falls ich unerwarteterweise doch ins Krankenhaus muss, da ich in dieser Angelegenheit voll und ganz auf meinen Körper vertraue. Ich würde sogar sagen, dass ich mehr Angst vor der PDA als vor den normalen Geburtsschmerzen habe – das macht mir meine Entscheidung leicht.

Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus. In dem Geburtshaus, in dem ich diesen Geburtsvorbereitungskurs besuche und auch die Geburt geplant habe, besteht eine gute Zusammenarbeit zwischen dem nah gelegenem Krankenhaus und dem Geburtshaus. Im Notfall ist man innerhalb von acht Minuten dort. Sollte es kein dringlicher Notfall sein, aber trotzdem die Verlegung ins Krankenhaus nötig sein, versucht man in diesem Krankenhaus in erster Linie immer eine natürliche Geburt zu ermöglichen. Das finde ich sehr beruhigend. Die Hebammen aus dem Geburtshaus kommen in solchen Fällen natürlich immer mit ins Krankenhaus und bleiben bis das Kind auf der Welt ist.

Während der Pause – Muttermund-Modell

In der Pause nutze ich die Chance und gehe zu den beiden Hebammen. Ich habe meinen selbst gebastelten Muttermund dabei, den ich für die NFP Beratung benötige – einen im offenen, weichen, hochstehenden Zustand und einen im geschlossenen, harten, tiefstehenden Zustand. „Da wir im Geburtsvorbereitungskurs – Teil 2 die verschiedenen Öffnungsgrade des Muttermundes besprochen haben, wollte ich euch die hier mal zeigen. Wäre das nicht auch etwas, um den Geburtsvorbereitungskurs aufzupeppen und die Teilnehmer mal fühlen zu lassen?“, frage ich die Hebammen. Sie sind begeistert und meinen, dass es für den Kurs wahrscheinlich nicht das Richtige ist, aber für die Hebammenausbildung ideal wäre. So könnte man das Abtasten vorher mal üben.

Ausatmen auf A, I, O, U

Nach der Pause üben wir auf verschiedenen Buchstaben auszuatmen. Wir atmen gemeinsam alle erst auf „A“ und danach jeweils auf „I“, „O“, „U“ aus. Wir sollen am Ende entscheiden, welcher Buchstabe am angenehmsten ist. Es geht der Reihe nach rum und jeder darf erzählen, wie er/sie sich bei den einzelnen Buchstaben gefühlt hat. Die meisten finden „A“ und „O“ sehr angenehm. Nur ganz Wenige im Kurs finden „I“ oder „U“ gut. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass der Laut „A“ etwas bejahendes in sich trägt und sich somit automatisch positiv anfühlt. Der Mund hängt auch im wahrsten Sinne des Wortes mit Muttermund zusammen. Verkrampft sich der Mund – verkrampft sich auch der Muttermund und umgekehrt. Eine „O-Ausatmung“ erinnert in diesem Fall an einen offenen Muttermund und könnte daher zur Öffnung des Muttermundes nützlich sein. Ich selbst finde die „O-Ausatmung“ am besten für mich geeignet. Später während meiner natürlichen Geburt merke ich dann allerdings, dass ich mit der „A-Ausatmung“ viel besser klar komme.

Wochenbett

Nach der Abstoßung der Plazenta befindet man sich für acht Wochen im Wochenbett. Der Wochenfluss dauert ca. sechs bis acht Wochen. Das meiste Blut geht jedoch in den ersten zwei Wochen ab. Die Hebammen zeigen uns welche krass-großen Binden wir in der Anfangszeit brauchen werden – manche Frauen wollen die gar nicht ansehen. Tampons sind während der Wochenbettzeit tabu. Der Bauch braucht eine Weile bis die Organe sich wieder am richtigen Ort ansiedeln. Auch die Gebärmutter muss sich erst nach und nach zurückbilden, daher ist der Bauch meistens noch schwabblig und größer als normal. Kurz nach der Geburt kommt die Hebamme jeden Tag – danach je nach Bedarf bis die Wochenbettzeit vorbei ist. Interessant fand ich auch, dass manche Frauen, bei denen das Kind zu früh gekommen ist, in der Wochenbettzeit ein Phantombabygefühl haben können. Sie spüren dann ab und zu noch Kindsbewegungen im Bauch obwohl das Kind schon geboren ist.

Stillen

Nun kommen wir direkt zum Stillen, denn das beginnt ja auch gleichzeitig mit dem Wochenbett. Wie beim Wochenbett-Thema, erfahren wir auch für’s Stillen alle wichtigen Fakten und können alles fragen, was uns dazu beschäftigt. Beispielsweise passt sich die Muttermilchproduktion dem Bedarf des Babys an – sowohl in der Menge als auch in der Zusammensetzung. Beim Stillen ist vor allem die Anlegetechnik und die Haltung wichtig. Wer Probleme damit hat, kann auch eine Stillberaterin hinzuziehen. Besonders beliebt ist die Fußballerhaltung, die mit einem Stillkissen am besten praktiziert werden kann. Hierbei wird das Kind während des Stillens auf das Stillkissen gelegt. Ich persönlich finde ein Stillkissen echt super praktisch – auch schon in der Schwangerschaft, wenn man keine ordentliche Liegeposition mehr findet. Beim Vollstillen kann man sich darauf einrichten, ca. alle drei Stunden zu stillen – auch in der Öffentlichkeit sonst schreit das Baby. Die Stillintervalle variieren natürlich von Kind zu Kind. Manchmal muss das Kind sogar geweckt werden – da die Brust schon so voll ist und es sonst weh tut, wenn es nicht abgetrunken wird. Das stillen ist mir zum momentanen Zeitpunkt noch sehr suspekt. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, wie es wohl wird. Hoffentlich alles gut, denn auf Brei- oder Milchzubereitung habe ich nicht wirklich Lust. Allgemein betrachtet gilt auch laut der Hebammen der Grundsatz: „Muttermilch ist die beste Ernährung für’s Baby!“ Besonders wichtig ist die Vormilch (Kolostrum), die direkt nach der Geburt dem Kind alles Wichtige für die Immunabwehr liefert.

Homöopathische Mittel

Es gibt einige homöopathische Mittel, die man bereits während der Schwangerschaft oder während der Geburt anwenden kann. Dazu gehören Akupunktur, Kaffeekompressen am Damm, Damm-Massagen und viele mehr. Es gibt auch noch Hypnose als Geburtsvorbereitung. Bei Beckenendlagen gib es auch ein paar Übungen, die man machen kann, um das Kind zum Drehen zu animieren.

Fazit:

Um ehrlich zu sein, hatte ich schon überlegt, diese dritte Kurseinheit gar nicht zu besuchen. Beim letzten Kurs wurde ja schon angekündigt, dass es um Komplikationen während der Geburt gehen soll und ich weiß, dass mir solche Dinge schon vom Zuhören Angst machen. Im Nachhinein bin ich trotzdem froh diesen Kurs nicht verpasst zu haben. Ich denke, ich würde mich noch unwohler fühlen, wenn ich mich nicht vollständig informiert hätte.

Im vierten Geburtsvorbereitungskurs geht es dann um die Zeit nach der Geburt, Tragen, richtiges Halten des Babys und Säuglingspflege. Erlebe außerdem mit, wie ich den anderen Teilnehmern von „windelfrei“ ab der Geburt erzähle.

» Hier geht’s zum Geburtsvorbereitungskurs – Teil 4 »

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