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Warum NFP Presse-Artikel mehr schaden als nützen?

Ob FOCUS, SPIEGEL oder die Welt, kaum eine große Zeitschrift hat nicht über NFP geschrieben. Warum die Presse meist NFP mehr schadet als nützt erfährst du in diesem Artikel.

Die meisten NFP Anwender können nicht verstehen, warum die symptothermale Methode, so wenig verbreitet ist. Ursachen gibt es viele: mangelnde Verbreitung im Internet, schlechte Aufklärung der Mediziner, Vorurteile in der Bevölkerung uvm. Allerdings würde man es am wenigsten bei der Pressearbeit vermuten. Schließlich wird in großen bekannten Zeitschriften regelmäßig über NFP geschrieben – woran liegt es, dass die Presse NFP mehr schadet als nützt. Mein Artikel analysiert die fünf bedeutsamsten Presse-Artikel und deckt die Schwächen der Berichterstattung gnadenlos auf.

PLATZ 4: FOCUS Online

Natürlich Familienplanung – Sex ohne Chemie

Der FOCUS gehört zu den bekanntesten Zeitschriften Deutschlands. Eigentlich hätte ich hier einen wirklich guten Artikel erwartet. Leider wurde ich sehr enttäuscht, denn selten habe ich so viele Fehler in einem Artikel gefunden. Das schlimmste Zitat möchte ich mal herausgreifen:

„NFP gilt als sehr zuverlässig, wenn man in der Zeit vor dem Eisprung keinen Verkehr hat. Dann liegt der Pearl-Index bei 1. Hat ein Paar auch in der ersten Zyklushälfte Sex, erhöht sich der Pearl-Index auf bis zu 10 […] Frauen mit einem sehr unregelmäßigen Zyklus sollten besser anders verhüten.“

Natürlich vorsorgen: Sex ohne Chemie, FOCUS Online, 2007

Also die symptothermale Methode ist auch mit dem Regeln am Zyklusanfang (vor dem Eisprung) hoch sicher. Ebenso ist sie nach der bekannten Sicherheitsstudie auch in Kombination mit Barrieremethoden sicher anwendbar. Die Sicherheit entspricht dann der, der verwendeten Barrieremethode. Der Pearl Index von 10 ist nicht nachvollziehbar. Es gibt keine Studie, die einen solchen Pearl Index ausweist. Denkt sich der Autor, welcher ebenso nicht angegeben ist – die Fakten im Artikel aus? Ebenso ist die symptothermale Methode bei unregelmäßigen Zyklen zur Vermeidung einer Schwangerschaft anwendbar.

Diesen Artikel kann man so nicht stehenlassen, also habe ich diesen Artikel natürlich kommentiert. FOCUS Online ist hier sehr freundlich, man muss sich mit vollem Namen registrieren und dieser erscheint auch auf der Seite. Desweiteren hat man nur 716 Zeichen für ein Kommentar. Die 716 Zeichen reichten nicht aus, um die wesentlichen Fehler des Artikels zu kommentieren. Ich habe daher zwei Kommentare hinterlassen und die entsprechenden Sicherheitsstudien angegeben. Ich hoffe, dass die Redaktion diese Studien prüft und das sich dieser Artikel verändert. Leider weiß ich nicht, ob meine Kommentare überhaupt auf der Seite erscheinen – schließlich müssen sie erst von der Redaktion freigegeben werden.

PLATZ 3: Süddeutsche Zeitung

Thermometer statt Hormone

Eigentlich macht der Artikel einen guten Eindruck. Die renommierte Wissenschaftlerin Dr. med. Petra Frank-Hermann wird mehrfach zitiert und kann die wohlbekannte Sicherheitsstudie der NFP vortragen – bei der bekanntlich gezeigt werden konnte, dass NFP genauso sicher wie die Pille ist. Doch dann lässt die Autorin Anke Fossgreen einen anderen Arzt zu Wort kommen – der allerdings nicht auf NFP spezialisiert ist. Nun folgt ein Schlagabtausch zwischen den richtigen Worten von Frau Frank-Herrmann und der Meinung von Christian Thaler und anderen Gynäkologen. Die schlimmsten Zitate möchte ich nun mal wieder herausgreifen:

„Nichts für spontane Paare

Dennoch gibt Thaler zu bedenken, dass sich diese Methode nicht für ,spontane und lustbetonte Menschen‘ eigne, schließlich seien in den fruchtbaren Tagen Enthaltsamkeit oder zusätzliche Verhütungsmittel wie das Kondom nötig. Zudem seien in der Studie nur Frauen mit einem stabilen Zyklus aufgenommen worden, das heißt einer Zykluslänge von durchschnittlich 22 bis 35 Tagen. […]

Zwar hält auch Martin Sillem, Frauenarzt am Kreiskrankenhaus Emmendingen, die Daten von Frank-Herrmann für gut. […] Sillem meint, die Frauen würden die symptothermale Methode nicht zur ersten Wahl erheben.“

Anke Fossgreen, Thermometer statt Hormone, Suedeutsche.de, 22. Mai 2010

Ich brauche nicht zu sagen, dass NFP auch bei Zyklen über 35 Tagen und kleiner 22 Tagen funktioniert. Ebenso ist das Nehmen von Kondomen in der fruchtbaren Zeit auch für besonders lustvolle Menschen angesagt – man denke nur an „One Night Stands”. Schließlich geht es ja bei so spontanen lustvollen Sex auch um den Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten!

Platz 2: SPIEGEL Online

Verhütung: Natürliche Familienplanung ähnlich sicher wie Pille

Auch in diesem Artikel wird die berühmte Sicherheitsstudie von Petra Frank-Herrmann zitiert. Der Artikel zeigt die Vor- und Nachteile der Methode auf. Als ein Nachteil wird das Erlernen der Methode genannt – als zweiter Nachteil die relativ lange fruchtbare Phase. Die Vorteile werden relativ kurz gehalten. Der SPIEGEL Online Artikel ist einer der besten Artikel über NFP im Netz – dennoch lassen sich hier kleine, aber feine Fehler finden:

Das kann zwölf Tage und länger dauern

„An den fruchtbaren Tagen hingegen wird der Schleim flüssiger, glasig und milchig. Sobald das der Fall ist oder der sechste Tag des Zyklus beginnt, befindet sich die Frau in der fruchtbaren Phase. […]

Und die ist mitunter recht lang: ,Das dauert im Schnitt zehn bis zwölf Tage, es kann sich aber auch deutlich länger hinziehen‘, erklärte Frank-Herrmann und benennt damit das zweite Problem der Methode. Aufgrund der großen Zeitspanne greifen viele Nutzerinnen während der fruchtbaren Phase auf Kondome zurück.“

hei/dpa, Natürliche Familienplanung ähnlich sicher wie Pille, Spiegel-online.de, Februar 2007

Wo liegt bitte darin ein Problem? Die fruchtbare Zeit wird in diesem Artikel als Hindernis Nr.1 dargestellt – obwohl über 37 Prozent der Paare in Deutschland die Pille mit dem Kondom in Kombination verwenden. Warum sollten diese Paare, dann mit der Anwendung von Kondomen in der fruchtbaren Zeit Schwierigkeiten haben, wenn sie eine Kombinationsanwendung sowieso schon gewohnt sind? Dies bleibt der Interpretation des Autors überlassen.

Darüber hinaus ist es nicht generell richtig, dass Frauen ab dem 6. Zyklustag fruchtbar sind. (Minus-8-Regel). Im allgemeinen ist es nicht möglich die symptothermale Methode für Neulinge auf einer Seite zu erklären, sonst gäbe es ja keine NFP Beratung. Wenn man allerdings einen Fakt bringt, sollte er allgemein richtig sein.

PLATZ 1: STERN

Natürliche Familienplanung (NFP) – Verhütung ohne Nebenwirkungen

Dieser Artikel ist relativ gut geschrieben – auch hier wird auf die Beratung, Sicherheit und Vor- und Nachteile eingegangen. Fehlerfrei ist allerdings auch dieser Artikel nicht:

„Denn in jedem Zyklus, der im Durchschnitt 28 Tage dauert, ist eine Frau nur circa sechs Tage tatsächlich fruchtbar – und zwar maximal fünf Tage vor sowie bis zu 18 Stunden nach dem Eisprung.

[…]

Etwa sechs Prozent der Frauen in Deutschland nutzen nach Angabe der „Malteser Arbeitsgruppe NFP“ diese Methode.“

Nina Bublitz, Natürliche Familienplanung (NFP) – Verhütung ohne Nebenwirkungen, stern.de, 2013

Der Zyklus dauert im Durchschnitt ganz sicher nicht 28 Tage. Tatsächlich haben nur 13 Prozent der Frauen eine Zykluslänge von 28 Tagen. Die meisten Frauen haben eine Zykluslänge von 30 bis 35 Tagen (49 Prozent). Die Aussage sechs Prozent der Frauen in Deutschland nutzen die NFP Methode ist nicht belegbar. Bisher ist keine Statistik dazu bekannt. Auch ist hier nicht klar, ob die sechs Prozent sich auf die Verhütung oder den Kinderwunsch beziehen. Ebenso ist unklar, welche NFP Methode jetzt genau gemeint ist. Schließlich wird die symptothermale Methode in diesem Artikel nicht erwähnt und streng genommen steht NFP für verschiedenste Methoden, die das fruchtbare Fenster mithilfe von Körperzeichen ermitteln.

Fazit

In fast allen Artikeln finden sich mehr oder weniger große Mängel in der Berichterstattung. Ihr könnt euch selbst fragen, ob ihr nach diesen Artikeln neugierig genug wärt, um die symptothermale Methode bzw. NFP-Methoden anzuwenden. Meiner Ansicht nach ist es selten gelungen, die symptothermale Methode positiv darzustellen. Der Fokus liegt eher auf den Problemen als auf den Vorteilen. Bleibt die Berichterstattung auf diesem Niveau schaden die Presseartikel über NFP meiner Ansicht nach mehr als sie nützen.

Besonders schlimm ist es jedoch beim Artikel im FOCUS. Dieser Artikel müsste aus meiner Sicht dringend überarbeitet werden. Mal schauen, ob die Redaktion meine Kommentare berücksichtigt. Bisher warte ich seit einer Woche auf eine Freischaltung ohne Erfolg. Diese Erfahrung, das selbst ernst zu nehmende Kommentare mit entsprechenden Quellen nicht berücksichtigt werden – habe ich schon öfter gemacht. Was kann man tun, damit man trotzdem etwas verändert? Bei Wikipedia.org habe ich im vergangenen Jahr sehr viele Kommentare zur Verbesserung des Artikels zur symptothermalen Methode eingereicht. Die Gebrauchsicherheit der Methode wurde als unsicher dargestellt, ohne die verschiedenen symptothermalen Methoden zu differenzieren. Die Autoren von Wikipedia.org haben mir sehr unfreundliche E-Mails geschrieben und ich dachte schon, dass ich meine Hoffnung auf Besserung begraben muss. Doch dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Andere NFP Anwender lasen meine Kommentare und beteiligten sich an der Diskussion. Irgendwann waren es so viele Leute, dass Wikipedia.org einfach reagieren musste. Das Resultat ist bekannt – der Artikel konnte deutlich verbessert werden. Ähnlich könnt ihr dazu beitragen, dass der FOCUS Online seinen Artikel überarbeitet. Schreibt ebenso wie ich Leserkommentare – geht der Redaktion auf die Nerven. Erst dann wird sich etwas ändern. Allerdings ist die Korrektur der vorhandenen Presseartikel nicht der einzige Bereich, an dem man etwas verändern kann.

Bei meiner Recherche ist mir aufgefallen, dass in 80 Prozent der Artikel Frau Dr. med. Petra Frank-Herrmann mit der Presse sprach. Warum äußern sich die anderen NFP fachkundigen Ärzte nicht über NFP? Diese 5 Artikel sind auch mit Abstand die Einzigen, die in großen Zeitschriften erschienen sind – 5 Artikel in 5 Jahren ist einfach zu wenig – um Menschen von NFP zu überzeugen. Natürlich ist es möglich, dass ich die anderen Artikel in kleinen Zeitschriften bei meiner Recherche übersehen habe. Dennoch – der Ärztemangel ist momentan ein großes Problem der NFP, sowohl in der Forschung als auch bei der Pressearbeit und Begleitung der symptothermalen Methode in der täglichen Praxis. Und dies, obwohl die Forschungsarbeit an den Zykluscomputern und der symptothermalen Methode mit Sicherheit sehr spannend ist. Ebenso ist die symptothermale Methode für Gynäkologen wirklich super interessant, da sie bei unerfülltem Kinderwunsch einen bedeutsamen Beitrag in der Zyklusdiagnostik liefern kann. Aus diesem Grund erzählt euren Freunden, die Medizin studieren, von dieser Methode. Redet mit eurem Frauenarzt über dieses Thema und nehmt die Sicherheitsstudie – im Downloadbereich erhältlich – bei eurem nächsten Arztbesuch mit. Lasst sie die guten Artikel, wie in der Zeitschrift Welt lesen. Wir brauchen mehr Mediziner, die Interviews geben und die Methode erforschen sowie in den Praxen begleiten.

Natürlich Grüße sendet euch

Marcus Krahlisch

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