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Standard Days Method Experiment

Zahlreiche Apps, wie z. B. iCycleBeads basieren auf der amerikanischen Standard Days Method (SDM). Ein Vergleich der SDM mit der symptothermalen Methode liefert interessante Resultate!

Die Standard Days Method ist eine Art vereinfachte Kalendermethode, welche am Institute for Reproductive Health an der Georgetown Universität gegen 2001 entwickelt wurde. Hintergrund der Entwicklung war es, eine einfache Kalendermethode zu konzipieren, welche selbst für Analphabeten in Entwicklungsländern anwendbar ist.

So funktioniert die Standard Days Method

Die Standard Days Method besagt, dass jede Frau pauschal vom 8. bis 19. Zyklustag fruchtbar ist, wenn sie Zykluslängen von 26 bis 32 Tagen hat. Demnach ist der 1. bis 7. Zyklustag und alle Tage ab dem 20. Zyklustag unfruchtbar. Die Methode konnte in einigen Entwicklungsländern sehr gute Akzeptanz erreichen. Damit die Methode auch von Analphabeten angewandt werden kann, hat man das Modell einer Kette entwickelt. Hierbei kennzeichnet der rote Kettenpunkt den Beginn des Menstruationszyklus, die unfruchtbaren Tage sind braun markiert, die fruchtbaren weiß markiert. So kann selbst eine Frau ohne Lesen zu können durch Tag für Tag abgehen, ihre fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus bestimmen. Ein Ring markiert den aktuellen Zyklustag und wird jeden Tag einen Kettenpunkt weitergeschoben.

Standard Days Method - Die Zykluskette

Wie sicher ist die Standard Days Method?

Die Standard Days Method erreichte nach einer Studie mit 478 Teilnehmerinnen etwa eine Methodensicherheit von 5 und eine Gebrauchssicherheit von 12 (Arévalo M 2002). Das bedeutet, dass 5 von 100 Frauen, die die Standard Days Method etwa 1 Jahr fehlerfrei anwenden, schwanger werden. Berücksichtigt man Anwendungsfehler, werden etwa 12 Frauen von 100 Frauen, die die Standard Days Method etwa 1 Jahr anwenden, schwanger. In der Studie wurden alle Frauen mit einer Zykluslänge unter 26 Tagen und über 32 Tagen (28 %) ausgeschlossen, womit die Studie mit Sicherheit nicht die ganze Wahrheit repräsentiert. Schließlich liegen die allermeisten Zyklen im Bereich von 23 bis 35 Tagen. Damit man leichter erkennen kann, wo die Schwachstellen der Standard Days Method liegen, habe ich ein kleines Zyklusexperiment durchgeführt, was ich im Folgenden vorstelle.

Standard Days Method Experiment

Die sicherste Methode der Welt, um die fruchtbaren Tage im Menstruationszyklus zu bestimmen, ist die symptothermale Methode nach den Regeln der AG NFP. Diese Methode erreicht nach umfassenden Studien (Frank-Herrmann 2007) eine Sicherheit, die mit der Pille vergleichbar ist. Um zu testen, wie gut die Standard Days Method funktioniert, habe ich die fruchtbaren Tage der ersten 12 Zyklen meiner Freundin mit der symptothermalen Methode (STM) bestimmt und anschließend mit der pauschalen Annahme der Standard Days Method (8. – 19. Zyklustag fruchtbar) verglichen.

*STM steht für die symptothermale Methode nach den Regeln der AG NFP
** SDM steht für Standard Days Method
*** FT steht für fruchtbare Tage
Zyklus Länge FT – STM FT – SDM Abweichung STM vs SDM
Z1 31 Tage 1 bis 27. ZT 8. bis 19. ZT +7 Tage +8 Tage
Z2 30 Tage 6. bis 23. ZT 8. bis 19. ZT +2 Tage +4 Tage
Z3 32 Tage 6. bis 22. ZT 8. bis 19. ZT +2 Tage +3 Tage
Z4 30 Tage 6. bis 22. ZT 8. bis 19. ZT +2 Tage +3 Tage
Z5 34 Tage 6. bis 26. ZT 8. bis 19. ZT +2 Tage +7 Tage
Z6 31 Tage 6. bis 23. ZT 8. bis 19. ZT +2 Tage +4 Tage
Z7 33 Tage 6. bis 25. ZT 8. bis 19. ZT +2 Tage +6 Tage
Z8 29 Tage 6. bis 21. ZT 8. bis 19. ZT +2 Tage +2 Tage
Z9 30 Tage 6. bis 22. ZT 8. bis 19. ZT +2 Tage +3 Tage
Z10 29 Tage 6. bis 22. ZT 8. bis 19. ZT +2 Tage +3 Tage
Z11 31 Tage 6. bis 24. ZT 8. bis 19. ZT +2 Tage +5 Tage
Z12 30 Tage 6. bis 26. ZT 8. bis 19. ZT +2 Tage +7 Tage

Auswertung des Standard Days Method Experimentes

Das Experiment zeigt, dass die Standard Days Method sehr unsicher ist. In keinem der betrachteten 12 Zyklen stimmte die pauschal angenommene fruchtbare Zeit (8. bis 19. ZT) mit der symptothermalen Methode überein. Bestenfalls konnte die fruchtbare Zeit am Zyklusanfang und Zyklusende mit zwei Tagen abweichend eingrenzt werden. Im schlimmsten Fall ergaben sich etwa 7 Tage Abweichung der fruchtbaren Tage am Zyklusanfang und Zyklusende. Tendenziell gibt die Standard Days Method zu viele Tage im Zyklus als unfruchtbar frei, was zu ungeplanten Schwangerschaften führen kann, da man hier unter Umständen schon fruchtbar ist. Mit der symptothermalen Methode kann ich den Eisprung bis auf 4 Tage mit Hilfe der ersten höheren Messung der Basaltemperatureingrenzen. In der nachstehenden Grafik sieht man deutlich, dass die mit der symptothermalen Methode bestimmte höchst-wahrscheinliche Eisprungzeit (blau) von Anne häufig erst nach dem 19. Zyklustag ist. Und das OBWOHL, Anne Zykluslängen von meistens unter 33 Zyklustagen hatte – nur Zyklus-Nr.5 (34 Tage) und Nr.7 (33 Tage) fallen heraus. Demnach hätte Anne bei der Anwendung der Standard Days Method theoretisch in allen Zyklen schwanger werden können, wenn sie sich auf die „Freigabe“ ab Zyklustag 20 verlassen hätte. Ihre Eisprünge fanden nämlich meist genau dann statt, wenn die Standard Days Method unfruchtbar angibt.

Eisprung, fruchtbare Tage

In den meisten Zyklen ist das Risiko sehr hoch, da fast die komplette wahrscheinliche Eisprungzeit außerhalb des durch die Standard Days Method angenommenen fruchtbaren Fensters liegt. Besonders kritisch wird es dann, wenn die Zykluslänge sehr lang ist (>32 Tage), was im 5. und 7. Zyklus bei Anne der Fall ist. Hier gibt es die größten Abweichungen zwischen SDM und der symptothermalen Methode. Mein Experiment zeigt somit deutlich, dass die Forscher höchstwahrscheinlich gezielt Frauen mit Zykluslängen (>32 Tage) ausgeschlossen haben, um die Zahlen für die Sicherheit (Pearl Index) etwas zu ver“schön“bessern.

Fazit

Generell sind Kalendermethoden nicht zur Verhütung zu empfehlen. Die Standard Days Method ist allerdings aufgrund der großen Ungenauigkeiten bei der Bestimmung der fruchtbaren Tage um den Eisprung noch nicht mal für den Kinderwunsch zu empfehlen. Sie ist für die Entwicklungsländer und für Analphabeten konzipiert und genügt meiner Ansicht nach nicht den Ansprüchen der Familienplanung in Industrieländern. Die Fruchtbarkeit einer Frau ist generell keine pauschale, sondern eine sehr individuelle Sache. Aus diesem Grund kann man die fruchtbaren Tage nur sicher durch die Körperbeobachtung von der Basaltemperatur, Zervixschleim und Muttermund im jeweils aktuellen Zyklus bestimmen. Die beste Methode zur Bestimmung der fruchtbaren Tage ist die symptothermale Methode, die wir dir unbedingt empfehlen können. Mit ihr ist es möglich, den Eisprung bist auf wenige Tage im Zyklus einzugrenzen.

Natürlich Grüße sendet

Marcus Krahlisch

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