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Perimon Paradoxon

Perimon ist die älteste Online-Zyklusverwaltung Deutschlands. Ob sich die Anmeldung lohnt, wie Perimon funktioniert und das Perimon Paradoxon.

Was ist Perimon?

Perimon ist eine kostenpflichte Onlinezyklusverwaltung und existiert etwa seit 1995. Der Algorithmus zur Bestimmung der fruchtbaren Tage basiert auf der „Standard Days Method”, einer vereinfachten Kalendermethode. Um die Schwächen der „Standard Days Method” zu kompensieren, welche ich in meinem Standard Days Method Experiment aufzeigen konnte, hat Perimon ein paar extra Regeln implementiert, welche nach Angaben des Herstellers einen Pearl Index von etwa 4 liefern. Dies bedeutet, dass bei korrekter Anwendung etwa 4 von 100 Frauen, die Perimon ein Jahr lang anwenden, ungewollt schwanger werden. Bisher existieren keine medizinischen Sicherheitsstudien für die Online-Zyklusverwaltung von Perimon und den dazugehörigen Algorithmus zum Berechnen der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage.

Wie funktioniert Perimon?

Perimon-Beispiel-Zyklus

Um zu verstehen wie Perimon funktioniert, schauen wir uns einfach mal einen Probezyklus an. Der Zyklus beginnt mit der ersten Regelblutung und endet einen Tag vor der nächsten Regelblutung. In diesem Beispiel hat die Frau demnach einen Zyklus mit einer Länge von 26 Tagen. Die ersten 5 Tage sind bei Perimon immer unfruchtbar, da Perimon die bekannte 5-Tage Regel nutzt. Da Perimon auf der Standard Days Method basiert, wird ebenso wie bei dieser Methode der 8. bis 19. Zyklustag als „wahrscheinlich” fruchtbar angenommen, obwohl diese Methode sehr unsicher ist und nur für Frauen mit Zykluslängen von 26 bis 32 Tagen konzipiert wurde. Zudem gibt es bei Perimon maximal 10,5 unfruchtbare Tage im Zyklus. Aufgrund dieser Regel muss in unserem Beispiel ab dem 22. Zyklustag Unfruchtbarkeit angenommen werden, da der Zyklus 26 Tage hat. Nun stellt sich die Frage, woher Perimon denn wissen soll, wann du deine Menstruation hast? Die Antwort ist einfach. Hierzu nimmt Perimon alle Perioden auf, die du in die Zyklusverwaltung eingibst und errechnet deine durchschnittliche Menstruationslänge. Ebenso nimmt Perimon die Abweichungen deiner Zykluslängen von der durchschnittlichen Zykluslänge auf. In unserem Beispiel kann die Zykluslänge der Frau um 26 ± 2 Tage schwanken. Der genaue Algorithmus der Online-Zyklusverwaltung Perimon zur Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage, der Menstruationsprognose sowie die biologische Begründung der 10,5 Tage-Regel ist nicht bekannt. Aus diesem Grund kann ich die merkwürdigen Uhrzeiten, an welchen die Fruchtbarkeit beginnt bzw. endet leider nicht nachvollziehen. Ebenso ist unklar, ob die mit Fragezeichen gekennzeichneten Tage wirklich nach Perimon als fruchtbar oder unfruchtbar gelten. Im Zweifelsfall muss hier wohl Fruchtbarkeit angenommen werden. Perimon rät auf der Website den Zervixschleim zusätzlich zu den berechneten fruchtbaren Tagen als Symptom zu berücksichtigen. Wie diese Beobachtung mit Perimon kombiniert werden soll, ist allerdings nicht genauer beschrieben. Aus diesem Grund gehe ich in diesem Artikel nicht weiter darauf ein.

Das Perimon Experiment

Als ich mich näher mit der Online-Zyklusverwaltung Perimon beschäftigte, habe ich mich gefragt, welche Vor- und Nachtteile Perimon hat, und ob meine Freundin mit Perimon hätte ungewollt schwanger werden können. Um meine Fragen zu beantworten, nahm ich mir die Zyklusaufzeichnungen meiner Freundin und bestimmte die fruchtbaren Tage (FT) einmal anhand der Hauptregeln der Perimon Online-Zyklusverwaltung (5-Tage Regel, 10,5 Tage-Regel) und anschließend mit der symptothermalen Methode. Auch wenn mir der genaue Algorithmus der Online-Zyklusverwaltung Perimon nicht bekannt ist, lassen sich aus dem Vergleich meiner Ansicht nach sehr gut die Vor- und Nachteile von Perimon erkennen. Der Vergleich mit der symptothermalen Methode ist sehr sinnvoll, da diese bis heute die genaueste Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Vergleich zu allen anderen natürlichen Methoden ermöglicht. Je dichter die mit den Hauptregeln von Perimon bestimmten fruchtbaren Tage mit denen der symptothermalen Methode übereinstimmen, desto besser ist die Online-Zyklusverwaltung einzuschätzen.

Bei meinem Experiment habe ich eine durchschnittliche Zykluslänge von 31 ± 3 Tagen für die ersten 12 Zyklen meiner Freundin errechnet. Da sich maximal 10,5 unfruchtbare Tage in einem Perimon Zyklus ergeben und die 5-Tage Regel am Zyklusanfang gilt, habe ich nach Perimon eine fruchtbare Zeit vom 6. bis zum 28. Zyklustag (ZT) kalkuliert. In den ersten drei Zyklen habe ich die fruchtbaren Tage nicht verglichen, da ja Perimon mindestens eine Eingewöhnungsphase von 3 Zyklen braucht. Die Tabelle zeigt nun das Ergebnis meines Experimentes.

*STM steht für die symptothermale Methode nach den Regeln der AG NFP und
FT steht für fruchtbare Tage
Zyklus Länge FT – STM FT – Perimon % fruchtbare Tage
Z1 31 Tage 1 bis 27. ZT keine STM (87%), Perimon (100%)
Z2 30 Tage 6. bis 23. ZT keine STM (56%), Perimon (100%)
Z3 32 Tage 6. bis 22. ZT keine STM (50%), Perimon (100%)
Z4 30 Tage 6. bis 22. ZT 6. bis 28. ZT STM (53%), Perimon (73%)
Z5 34 Tage 6. bis 26. ZT 6. bis 28. ZT STM (58%), Perimon (65%)
Z6 31 Tage 6. bis 23. ZT 6. bis 28. ZT STM (55%), Perimon (71%)
Z7 33 Tage 6. bis 25. ZT 6. bis 28. ZT STM (57%), Perimon (66%)
Z8 29 Tage 6. bis 21. ZT 6. bis 28. ZT STM (52%), Perimon (76%)
Z9 30 Tage 6. bis 22. ZT 6. bis 28. ZT STM (53%), Perimon (73%)
Z10 29 Tage 6. bis 22. ZT 6. bis 28. ZT STM (52%), Perimon (76%)
Z11 31 Tage 6. bis 24. ZT 6. bis 28. ZT STM (58%), Perimon (71%)
Z12 30 Tage 6. bis 26. ZT 6. bis 28. ZT STM (66%), Perimon (73%)

Auswertung des Perimon Experimentes

Positiv ist zu vermerken, dass meine Freundin unter Beachtung der Hauptregeln von Perimon nicht ungewollt schwanger geworden wäre, da die fruchtbare Zeit sehr großzügig abgeschätzt wird. Ebenso ist es mit Sicherheit ein Vorteil, dass man Perimon nicht erlernen muss und die tägliche Beobachtung der Körperzeichen wie Zervixschleim und Basaltemperatur im Vergleich zur symptothermalen Methode entfällt. Allgemein betrachtet ist Perimon, auch wenn es bei den Zyklen meiner Freundin funktioniert hat, meiner Ansicht nach relativ unsicher. Gerade am Zyklusanfang zeigen die Hauptregeln von Perimon enorme Schwächen, wenn die Frau zu frühen Eisprüngen neigt, bei der die 5-Tage Regel nicht anwendbar ist. Ebenso liefert Perimon im Gegensatz zur STM keine Aussage darüber, ob ein Eisprung überhaupt stattgefunden hat, dies kann ebenso zu vielen ungewollten Schwangerschaften führen, wenn gerade die Eireifungsphase durch Stress oder andere Störungen verlängert ist. Am Zyklusende versucht Perimon meiner Ansicht nach die Sicherheit durch die Begrenzung der maximalen unfruchtbaren Tage (10,5 Tage Regel) zu gewährleisten. Diese starke Einschränkung hat jedoch große Nachteile für die Anwendbarkeit. Schließlich brauche ich keine Methode, die mir sagt, dass ich so gut wie immer fruchtbar bin. Eine gute Methode hat meiner Meinung nach eine hohe Sicherheit im Verhältnis zu einer geringen Anzahl an fruchtbaren Tagen. Denn es ist doch logisch, dass ich als AnwenderIn immer die maximale Zahl an unfruchtbaren Tagen wissen möchte, an denen ich ungeschützten Verkehr haben kann, ohne schwanger zu werden. Schaut man sich die Zahlen an, so liefern die Hauptregeln von Perimon ab dem 3. Zyklus bei meiner Freundin in der Regel zwischen 65 und 76 % fruchtbare Tage. Im Vergleich dazu kann meine Partnerin mit der STM ab dem 3. Zyklus mit etwa 52 bis 66 Prozent wesentlich weniger fruchtbare Tage bei einer höheren Sicherheit verbuchen. Die fruchtbaren Tage können ab dem 12. Zyklus mit der symptothermalen Methode sogar noch besser abgeschätzt werden (Minus-8-Regel), sodass man bei meiner Freundin etwa 40 bis 50 % fruchtbare Tage pro Zyklus erhält. Im Vergleich dazu wirken die Hauptregeln der Perimon Online Zyklusverwaltung relativ ineffektiv und ungenau.

Perimon Vergleich-symptothermale-Methode

Das Perimon Paradoxon

Nun ist es für mich ein absolutes Paradoxon, warum immer noch so viele Frauen bei Perimon angemeldet sind. Selbst in meinem Bekanntenkreis kenne ich Perimon Anwenderinnen. Die meisten von ihnen behaupten, dass sie doch das gleiche machen wie meine Freundin. Dem möchte ich klar widersprechen, meine Freundin und ich verwenden die wissenschaftlich abgesicherte symptothermale Methode, die auf Körperbeobachtung basiert und das beste Verhältnis aus methodenbedingter Fruchtbarkeit und Sicherheit bereitstellt. Perimon ist dagegen eine wissenschaftlich nicht abgesicherte Online-Zyklusverwaltung, die auf einer unsicheren Standard Days Method aufbaut und meiner Meinung nach kein gutes Verhältnis aus Sicherheit und methodenbedingter Fruchtbarkeit bietet. Mit der symptothermalen Methode kann man schon ab dem 1. Zyklus beginnen und den Zyklus auf dem Smartphone oder Rechner mit einigen Applikationen zum Teil kostenfrei verwalten. Perimon ist dagegen kostenpflichtig. Als Berater für Natürliche Familienplanung (NFP) würde ich persönlich von der Anwendung von Perimon abraten und den vielen Frauen, welche eine hormonfreie Alternative zur Pille suchen, die symptothermale Methode empfehlen. Wer hier Interesse hat, findet das Regelwerk und alle wichtigen Informationen zur Anwendung im „Praxisbuch – Natürlich und sicher”.

Natürliche Grüße sendet

Marcus Krahlisch

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