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Sind Nanofasern die Verhütung der Zukunft?

Zervixschleim-Eisprung

US-Forscher entwickeln Nanofasern, welche ähnlich wie Zervixschleim funktionieren, und zur Verhütung und zum Schutz vor HIV Anwendung finden sollen.

Der Zervixschleim hat zahlreiche Aufgaben im Menstruationszyklus der Frau, unter anderem ist er für die Filterung der Spermien verantwortlich. Schließlich sollen nur die Spermien bester Qualität zur Eizelle gelangen. Um dies zu realisieren verändert der Zervixschleim je nach Zyklusphase seine Konsistenz. Beispielsweise nimmt er unter dem Mikroskop weit vor dem Eisprung eine Art verflochtene Netzstruktur an, in der die Spermien zwar etwa 3 bis 5 Tage befruchtungsfähig bleiben können, aber nur wenige Spermien durchkommen und in den Eileiter zur Eizelle gelangen können. Auf diese Weise können gerade missgebildete Spermien herausgefiltert werden. Die Frau kann in dieser Zeit in der Regel trüben, klumpigen Zervixschleim am Scheideneingang beobachten. Zur Zeit des Eisprungs löst sich das Zervixschleim-Netz wieder auf, die Spermien sind nun wieder frei beweglich und können in den Eileiter gelangen und die Eizelle befruchten. In dieser Zeit kann die Frau beispielsweise glasigen, transparenten Zervixschleim am Scheideneingang beobachten.

Hinweis:
Auch ein Verkehr an Tagen mit weißem (netzartigem) Zervixschleim kann zu einer Schwangerschaft führen, denn auch bei dieser Konsistenz können Spermien in den Eileiter gelangen und/oder überleben.

Zervixschleim-gitter

Nun haben Forscher der Universität von Washington auf der gleichen Grundidee winzige Nanofasern mithilfe von Elektronenspinning gezüchtet, welche eine Art Netz bilden in dem Spermien hängen bleiben (Ball 2012). Dieses Nanofasernetz kann sich automatisch in der Scheide fest verankern und so gezüchtet werden, dass es sich nach etwa 2 bis 3 Tagen von allein auflöst. Im Gegensatz zum normalen Zervixschleim, der den Spermien den Zugang zu den Eileitern erleichtert, sollen bei der Auflösung der Nanofasern in der Scheide Stoffe freigesetzt werden, die Spermien abtöten und eine HIV Infektion verhindern können. Der größte Vorteil wäre jedoch, dass die Frau das Nano-Faser-Netz auch ohne die Zustimmung des Mannes anwenden könnte, da das Netz von außen nicht sichtbar sein wird. Die Nanofasern wären demnach für alle NFP AnwenderInnen als Kondom-Ersatz in der fruchtbaren Zeit denkbar.

Um die Nanofasern auf Marktreife zu bringen wird allerdings noch viel Forschung notwendig sein. Die Finanzen für die nächsten Jahre sind bereits geklärt, so hat die Privatstiftung Bill und Melinda Gates für das Projekt etwa eine Millionen US-Dollar bereitgestellt. Der Fokus der Anwendung der Nanofasern liegt momentan auf Afrika, wo man die Nano-Fasern zur Bekämpfung des HIV-Virus einsetzen möchte. Anschließend ist eine Anwendung in Industrieländern denkbar.

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Weitere Informationen findet man unter den angebenden Quellen:

[1] Brigitte Osterath , Nanofasern als neue Verhütungsmethode?, dw.de, 01.01.2013

[2] Spinning Contraceptives with Nanofibers, ideaconnection.com, 05.12.2012
[3] Cameron Ball et. al, Drug-Eluting Fibers for HIV-1 Inhibition and Contraception November 28, 2012 https://doi.org/10.1371/journal.pone.0049792

[3] Cameron Ball et. al, Drug-Eluting Fibers for HIV-1 Inhibition and Contraception November 28, 2012 https://doi.org/10.1371/journal.pone.0049792

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{ 2 comments… add one }
  • Magdalena
    25. März 2014, 12:12

    Ein paar Bedenken: dieser Schleim durch den die Spermien nicht durchkommen sollten befindet sich ja v.a. als Pfropf im Gebärmutterhals (as far as I remember). Also müsste man den da sinnvollerweise auch platzieren. Da aber durch den zunehmenden Östrogeneinfluss sich der weitet und Schleim raus will, dürfte es meiner Vorstellung nach schwierig sein, dass er da auch drin bleibt. Von meiner Vorstellung der Schleimproduzierenden Drüsen und der Tatsache, dass sich der nach wie vor sichtbare Schleim einen Weg Richtung Licht bahnt, müssten sich quasi kleine fruchtbare Kanälchen bilden, in denen Spermien durchaus durchkommen würden.
    Außerdem dürfte es die Schleimbeobachtung erschweren, weil er durch die Schwerkraft etc pp ja vermutlich diese Substanz auch raus möchte – ich geh mal davon aus, dass die eher eine Emulsionskonsistenz hätte, als eine feste. Je nachdem, wie das dann angewendet wird, könnte ggf auch die Muttermund Beobachtung gestört sein (wenn das sich um den Muttermund wie ein schützender Mantel drum rum legt und durch zB Fingernägel zerstört wird???)
    Und ich frag mich aus welchen chemischen Molekülgruppen die das machen möchten. Weil je identischer die versuchen den Schleim nachzubilden, umso größer wird das Problem der Haltbarkeit und ich würd mir nur ungern Stabilisatoren/ Konservierungsstoffe o.ä. in meine Vagina schieben. Wenn das nur dasselbe Prinzip ist aber eher aus Molekülen, die in meinem Körper sonst so nicht vorkommen, hätte ich in dieser winzigen Größenordnung Befürchtungen, dass das durch die Schleimhaut aufgenommen wird. Vermutlich würden sogar Nanopartikel von Silikon im durch Schleimhäute in den Körper gelangen, auch wenn Silikon als solches und in größerer Form total medizinisch unbedenklich ist.

    Steht dazu was in den Quellen (sorry, die hab ich jetzt zugegebenermaßen nicht gelesen)?

    • Marcus Krahlisch
      29. März 2014, 08:31

      Liebe Magdalena,

      Vielen Dank für dein Interesse. Die Nanofasern sind noch nicht marktreif und noch längst nicht ausreichend erforscht. Die Bedenken, die du bezüglich der Fasern hast, kann ich nachvollziehen. Beim Material der Fasern handelt es sich um eine Art Kunststoff. Welche Materialien dieser Kunststoff enthält bzw. ist natürlich streng geheim (Betriebsgeheimnis). So kann man bisher natürlich nichts über Nebenwirkungen oder eventuell enthaltene Schadstoffe sagen. Erst wenn die Nano-Fasern in Entwicklungsländern getestet werden, wird man mehr wissen. Dennoch finde ich die Idee der Kontrazeption mit Nano-Fasern interessant, schließlich gibt es immer noch Menschen, die den gängigen Barrieremethoden nicht so offen gegenüber stehen. Für diese Menschen könnten die Nano-Fasern eine Alternative sein.