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Im Geburtshaus entbinden?

Geburtshaus Herz

Meine Erfahrung im Geburtshaus zu entbinden – Fragen und Antworten. Wie war die Betreuung während der Geburt und Vorsorge bei der Schwangerschaft?

Neulich schrieb mich eine nette Frau an, die an ihrer Bachelorarbeit zum Thema „Kohärenzgefühl ein wesentlicher Faktor zur Erhaltung der Gesundheit in einem Unternehmen“ arbeitet. Im Geburtshaus ist die Gesamt-Stimmigkeit und das Wohlbefinden einer Schwangeren ein wesentlicher Bestandteil für einen positiven Schwangerschaftsverlauf sowie ein positives Geburtserlebnis. Da ich selbst im Geburtshaus entbunden habe, führte sie ein Interview mit mir durch. Ich fand das Thema und ihre Fragen sehr interessant, sodass ich es hiermit gerne öffentlich zum Lesen poste. Es stärkt zudem die öffentliche Präsenz der Geburtshäuser und zeigt, dass Geburtshäuser wichtige Einrichtungen sind und die Geburtshaus-Hebammen sowie auch alle anderen Hebammen dringend Unterstützung benötigen.

Wann hast du im Geburtshaus Schöneberg entbunden?

Ich habe im Geburtshaus Schöneberg Ende Oktober 2012 entbunden.

Sie haben ihre Schwangerschaft sowie die Geburt im Geburtshaus erlebt. Wie war das für Sie?

Es war mein Wunsch im Geburtshaus zu entbinden. Anfangs habe ich die Vorsorgetermine abwechselnd bei meiner Gynäkologin und im Geburtshaus gemacht. Ich fand es im Vergleich zur Arztpraxis viel persönlicher im Geburtshaus.

Wie sind Sie auf das Geburtshaus gekommen?

Dass es Geburtshäuser gibt, wusste ich schon weit vor meiner Schwangerschaft, weil ich mich mit dem Thema „Geburt“ zwei Jahre zuvor intensiver beschäftigte als eine Freundin von mir schwanger war. Seit dem stand für mich fest, dass ich im Geburtshaus versuchen werde ein Kind zu bekommen, wenn es soweit ist. Als ich dann schwanger war, habe ich mir online ein Geburtshaus herausgesucht und bin beim Geburtshaus Schöneberg gelandet. Beim ersten Treffen mit einer Hebamme dort, hat es mir und meinem Partner sofort zugesagt, sodass wir uns nicht nach weiteren Geburtshäusern mehr umsahen.

Ab welcher Schwangerschaftswoche haben Sie sich im Geburtshaus betreuen lassen?

Der erste Gesprächstermin mit Herztöne Abhören und Kennenlernen war ungefähr in der 11. oder 12.Schwangerschaftswoche (SSW). Ab etwa der 30. SSW war ich ausschließlich im Geburtshaus in Betreuung.

Das Geburtshaus kostet eine zusätzliche Gebühr von 450 Euro. Manche Krankenkassen wie z. B. die Securvita übernehmen 200 Euro. Wieso haben Sie sich trotz zusätzlicher Gebühren für das Geburtshaus entschieden?

Eine Klinik wollte ich nicht, wenn es nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Ich fühle mich in normalen Situationen wie z. B. bei Besuchen in Krankenhäusern schon unwohl. Wenn ich mir dann vorgestellt habe ich soll dort ein Kind auf die Welt bringen – sprich loslassen und entspannen können sonst öffnet sich der Muttermund nicht oder ähnliches… Freiwillig von vornherein hätte ich also keinesfalls eine Klinik gewählt. Eine Hausgeburt konnte ich mir damals allerdings auch nicht vorstellen. Für eine Openair-Geburt war es etwas zu kalt Ende Oktober und dann blieb für mich nur das Geburtshaus als Option. Vom Geld wollte ich die Wahl des Geburtsortes nicht abhängig machen. Ich finde da sind andere Faktoren wichtiger. Bei mir war halt der Wohlfühl-Aspekt der wichtigste. Aber ich glaube ich habe 2012 „nur“ 350€ bezahlt. Ehrlich gesagt finde ich es eine Frechheit, dass die Krankenkassen das nicht bezahlen, denn jede Frau sollte den Geburtsort ihres Kindes frei wählen dürfen ohne dafür mehr bezahlen zu müssen. Leider ist es im Moment nicht so in Deutschland – nicht umsonst heißt es ja auch * „Luxus Privatgeburt“Luxus Privatgeburt in Caroline Oblassers Buch.

Im Geburthaus wird während der Geburt auf Schmerzmittel verzichtet. Trotzdem haben Sie sich für das Geburtshaus entschieden. Hatten Sie keine Angst vor der Geburt?

Ich habe mich unter anderem gerade WEIL es im Geburtshaus keine Möglichkeit für eine PDA gibt, für das Geburtshaus entschieden. Ich habe darüber gelesen, was die PDA bewirkt und wie es den natürlichen Geburtsverlauf beeinflusst – ich setzte eher darauf, dass mein Körper das alleine schafft und bereitete mich darauf mental vor. Meine Angst wurde geringer umso mehr ich mich über den natürlichen Geburtsablauf informierte. Letztendlich gab es auch im Geburtshaus homöopathische Mittel, die die Hebammen (auch bei mir) anwenden konnten – das war mir vor der Geburt gar nicht so bewusst, dass es solche Dinge gibt.

Wie hat der Bekanntenkreis darauf reagiert, dass Sie im Geburtshaus entbinden?

Unterschiedlich. Von „find ich total gut, dass du das machst“ bis „du bringst dich und dein Kind in Gefahr – mach das bloß nicht!“ war alles dabei. Manche verstanden meine Entscheidung nicht, weil im Geburtshaus keine Ärzte anwesend sind. Am wichtigsten war mir nur, dass mein Partner hinter mir steht und bei der Geburt auch dabei ist. Ein Krankenhaus wäre im Ernstfall nur 5 min. entfernt gewesen. Das war mir nah genug.

Wie fanden Sie die Atmosphäre im Geburtshaus z. B. die Geburtsräume?

Sehr gut. Gemütlich, aber auch praktisch eingerichtet. Es waren viele Geburtspositionen möglich.

Wie empfanden Sie den Umgang zwischen Ihnen und den Hebammen?

Sehr persönlich und angenehm vertraut.

Haben Sie sich im Geburtshaus wohlgefühlt? Was hat Ihnen besonders gefallen?

Ja. Die Geburtswanne hat mir besonders gefallen und war auch einer der Gründe warum ich im Geburtshaus und nicht zu Hause entbinden wollte. Zu Hause haben wir zu diesem Zeitpunkt nur eine Dusche gehabt.

Wenn Sie an Ihr Geburtserlebnis zurückdenken, welche Erinnerungen haben Sie im Bezug auf die Geburt?

Ich habe alles zur Entbindung im Geburtshaus hier im Blog dokumentiert. Insgesamt habe ich sehr gemischte Gefühle, wenn ich daran zurück denke. Ich habe natürlich auch kein Vergleich, aber die Wehen waren so lang und stark, dass ich dachte ich sterbe gleich und als mein Baby dann da war, fühlte ich mich wie nach einem endlos langem Marathon mit entsprechendem Muskelkater an den Folgetagen. Das Baden in der Geburtswanne war wunderschön, trotz heftiger Wehen und der Moment als mein Baby gleich danach auf meiner Brust lag ist nicht zu ersetzen.

Bei der Geburt sind meistens zwei Hebammen dabei. Hatten Sie das Gefühl, dass die beiden Hebammen miteinander harmonierten?

Ja ich hatte eine Haupt-Hebamme und eine Zweit-Hebamme. Die beiden hatten wohl nicht die aller harmonischste Beziehung/Freundschaft miteinander, aber sie ergänzten sich sehr gut. Die eine hatte eine langjährige Erfahrung, die andere war dafür mitfühlender. Gut fand ich, dass sie sich austauschen konnten in kritischen Momenten. Das gab mir auch ein sicheres Gefühl.

Würden Sie anderen Schwangeren das Geburtshaus weiterempfehlen? Wenn ja, mit welcher Begründung?

Ja, aber nur wenn sie sich dort wohl fühlen. Es gibt auch Frauen, die sich in Krankenhäusern wohl fühlen, deshalb kann man das nicht pauschalisieren. Jedoch ist die Betreuung im Geburtshaus viel viel besser als im Krankenhaus. Wenn ich darauf bestanden hätte, wäre meine Haupt-Hebamme die GANZE Zeit bei mir gewesen. Von Entbindungen im Krankenhaus habe ich schon öfter gehört, dass die Frau alleine gelassen wurde oder keine Geburtswanne frei war oder die Hebamme einen Schichtwechsel macht und plötzlich eine neue da ist.

Möchten Sie noch etwas anmerken im Bezug auf das Geburtshaus?

Ein Geburtshaus ist eine super Alternative zum Krankenhaus und ich hoffe, dass es sie noch lange gibt! Es sieht ja leider im Moment nicht so rosig aus um die deutschen Hebammen 🙁 . Schwangere sollten das Recht auf die freie Wahl des Geburtsortes haben. Ohne Hebammen werden keine Hausgeburten und keine Geburtshausgeburten mehr möglich sein – das finde ich sehr schade!

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