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Schmerzfreie Geburt durch Hypnotherapie? – Interview mit Bianca Heinl

Bianca HeinlKann man eine schmerzfreie Geburt durch Hypnotherapie erleben? Biana Heinl ist RTT Therapeutin erklärt wie Hypnotherapie bei der Geburtsvorbereitung helfen kann.

Liebe Bianca kannst du dich unseren LeserInnen kurz vorstellen und erklären, warum du online und offline aktiv bist?

Hallo liebe Anne, liebe KongressteilnehmerInnen, ich bin Expertin in mentaler Geburtshilfe und helfe Frauen ihre Angst vor der Geburt zu überwinden, unter anderem mittels Hypnotherapie. So gewinnen die Mütter meist an Selbstvertrauen in Hinblick auf die Geburt und sind in der Lage diese selbstbestimmt zu erleben. Einer der zentralen Punkte des Interviews umschließt den Geburtsschmerz, der durch Annehmen und Transformieren zu einer Quelle der Kraft für die Geburt selbst reformiert werden kann, es ist mir ein Herzensanliegen zu helfen und insbesondere die Frauen zu unterstützen.

Du beschäftigst dich schon seit einiger Zeit mit dem Thema, wie man die Angst vor einer schmerzhaften Geburt überwinden kann. Hierzu setzt du die Rapid Transformational Therapy (RTT) ein. Kannst du unseren LeserInnen erklären, was RTT genau bedeutet und wie es bei der mentalen Geburtsvorbereitung helfen kann?

Die RTT basiert auf der Hypnotherapie und wurde von Marisa Peer entwickelt. Sie hat rund um den Globus Menschen in Rekordzeit geholfen, deren Herausforderungen zu meistern, dies gelingt deshalb, weil der oder die KlientIn selbst ermächtigt wird. Zum Verständnis: Grundsätzlich kann das Gehirn in drei Kategorien unterteilt werden: in das Unbewusste, das Unterbewusste und das Bewusste. Leicht erklärbar sind diese Kategorien im Vergleich mit einem Computer. Das Bewusste stellt den Desktop dar, zudem wir einen direkten Zugriff haben, ständig Veränderungen vornehmen und jene Programme liegen, die wir ständig benötigen. Das Unterbewusste wäre in diesem Beispiel eine Ebene tiefer, die Software, die die meisten noch updaten können, wenn kein massiver Konflikt z. B. durch Glaubenssätze besteht. Die tiefste Ebene ist das Unbewusste, dass die Programmiersprache hinter den Programmen verkörpert. Diese Ebene erreichen wir meistens nur mittels ExpertInnen, z. B. den RTT-Hypno-TherapeutInnen, die die Sprache, wie auch die Short-Cuts des Unbewussten beherrschen. Innerhalb einer Hypnose ist es für die KlientInnen, wie auch die RTT-Hypno-TherapeutInnen leichter, die Ebene des Unbewussten zu erreichen, wo überwiegend frühkindliche Prägungen für Glaubens- und Verhaltensmuster, Schlussfolgerungen, Trugschlüsse und Erinnerungen abgespeichert sind. Ebenso finden wir dort massive Einwirkungen, die starke emotionale Auswirkungen auch im erwachsenen Alter hervorrufen, beispielsweise durch Traumata, Phobien oder Angstzustände. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Hypnose steht bei der RTT-Hypno-Therapie das Lokalisieren der Ursache, sowie die Transformation dieser im Vordergrund der Sitzung. Hierbei wird gemeinsam mit den KlientInnen, die meinst frühkindlich geprägte Bedeutung der Situation analysiert und neu bewertet. Durch diese Methode können so auch Süchte, z. B. Nikotin-Sucht, beleuchtet und ein Verständnis für die Ursache dessen gefunden und transformiert werden. Wenn wir bei unseren Computern oder Smartphones Fehlermeldungen erhalten, werden diese meiste schnell behoben, um möglichst zweckdienlich, effektiv und effizient unser Leben weiterhin zu gestalten. Bei unserem wichtigsten Betriebsystem, das Gehirn, tun wir dies nur äusserst selten. Wir schauen gerne weg oder nehmen gewisse Verhaltensmuster als gegeben hin. Mittels der RTT können die KlientInnen nachhaltig die persönlichen Trigger-Punkte wandeln und ist in der Lage sich anderen Entscheidungs-, Verhaltens- und Glaubensmustern zu öffnen, umso auch eine neue Realität bzw. Sichtweise zu erschaffen. Das bedeutet für die Geburtsvorbereitung, die inneren Überzeugungen, die eine Frau zu der bevorstehenden Geburt hat, zu analysieren und zu korrigieren.

Du hast ja selbst zwei Kinder, deine erste Tochter wurde traumatisch im Krankenhaus geboren. Wie verlief diese Geburt und was hast du gemacht, um diese Geburt zu verarbeiten?

Ja sie verlief traumatisch. Unter anderem hatte mein Töchterchen die Nabelschnur um den Hals. Nachdem sie endlich da war, wurde sie mir sofort entrissen. Da ich eine PDA hatte, konnte ich nicht aufstehen und war vollkommen hilflos und ohnmächtig… schrecklich. Das Trauma entstand in erster Linie dadurch, dass ich irgendwo ganz tief in mir drinnen eine Vorstellung davon hatte, so rein instinktiv, wie eine natürliche Geburt verlaufen sollte, jedoch nicht im geringsten mit dem übereinstimmte, was ich schlussendlich erlebt habe. Im Prinzip war das der Wendepunkt in meinem Leben und ich habe, begonnen mich mit spirituelleren Weltanschauungen zu beschäftigen. Nach so einer Erfahrung ist den meisten Frauen klar, es gibt mehr als nur Ratio und Materie. Das war der Startschuss für meine Privatpraxis und ich habe etliche Ausbildungen in alternativen Heilmethoden erfolgreich absolviert. Grundsätzlich aber kann man sagen, dass ich erst mit der Geburt meiner zweiten Tochter vollkommen genesen bin. Die Basis hierfür liegt ganz klar in der RTT.

Als du dich mit RTT zum ersten Mal beschäftigt hast, warst du ja bereits das zweite mal schwanger. Hast du in diesem Moment große Angst vor der Geburt gehabt? Und wie hast du dich auf deine zweite Geburt mental vorbereitet?

Ja ich hatte enorme Angst. Gleichzeitig war der Wunsch nach einer natürlichen Geburt sehr groß. Ich habe von Anfang an meinen Fokus darauf gelegt, mir selbst zu helfen. Ich vermied Kontakte, die mich unsicher machten. Falls ich doch in Zweifel oder Bedenken kam, halfen mir meine Recordings. Diese Sprachaufnahmen, hatte ich zunächst nur für mich entwickelt, um schnell wieder in mein Mindset zu kommen. Durch tägliches hören und visualisieren, gelang es mir leicht, mich in den Prozess hinein fallen zu lassen.

Wie verlief deine zweite Geburt und was hast du im Vergleich zur ersten Geburt bewusst anders gemacht?

Super. Die 2. Geburt verlief tatsächlich so, wie ich es mir gewünscht hatte. Für mich persönlich war das Optimum mit Beginn der Eröffnungsphase bis ich mein Töchterchen in den Armen halten konnte 5 Stunden, inkl. einer Stunde Presswehen, im Wasser. Genau das hatte ich mir gewünscht, so ist es eingetreten. Darüber bin ich sehr glücklich und extrem dankbar.

Ein großes Problem bei der Krankenhausgeburt ist die Intervention. Das heißt man kann eigentlich kaum ungestört gebären, ständig kommt jemand rein, um irgendwas zu kontrollieren, die Atmosphäre ist kalt und der Schichtwechsel vom Personal kann ein beeinflussender Faktor sein. Kann man deiner Ansicht nach im Krankenhaus überhaupt eine schöne, schmerzreduzierte Geburt erleben – oder ist das nicht möglich?

Definitiv. In den Krankenhäusern ist nach meiner Erfahrung kaum die Ruhe gegeben, die eine Gebärende braucht. Die meisten Geburten finden nachts statt, dass hat auch seinen Grund. Neonlicht und permanente Störungen jeglicher Art sind da kontraproduktiv. Grundsätzlich ist es aber möglich, vorausgesetzt die Gebärende hat das Selbstbewusstsein, Nein sagen zu können. z. B. „Nein ich möchte kein CTG ich möchte hier auf und ab gehen. Ich habe das Bedürfnis mich zu bewegen.“ Oder: „Könnten Sie bitte das Licht ausschalten.“ Ich hatte bei meiner ersten Geburt dieses Selbstbewusstsein nicht. Meine Erfahrung zeigt, dass es da vielen Frauen ähnlich geht.

Ich habe mich schon etwas mit dem Thema orgasmische und schmerzfreie Geburt beschäftigt. Im wesentlichen ist es so, dass bei der Geburt sehr viele natürliche schmerzlindernde Hormone vielleicht sogar erotisierende Hormone ausgesandt werden. Doch wie steuert man diesen wirklich komplexen Prozess. Wie kann man lernen, sich ganz auf den Prozess der Geburt einzulassen und die schmerzlindernden Hormone freizusetzen?

Ja das ist möglich. In meinen Augen liegen Lust und Schmerz sehr nah beieinander. Es ist möglich sich über Monate hinweg so zu konditionieren, dass ich diese Schmerzen als Lust empfinde. Die RTT bietet da sehr gute Möglichkeiten, diese Sichtweise sich zu erarbeiten und die Geburt orgastisch zu erleben. Das ist im Einzelfall sicher möglich.

Ich persönlich habe dies aber nicht in Erwägung gezogen. Für mich war die Selbsthypnose entscheidend, denn das Gefühl in sich hinein zu fallen, ist bei der Geburt Gold wert. Viele Frauen haben einfach Stress mit dem tranceartigem Zustand, wenn ich im Vorfeld lerne, mir selbst zu vertrauen und Praxis durch tägliches Üben in tranceartigem Zustand erlange. Es sogar willentlich selbst hervorrufen kann oder wieder abstellen kann. Dann bereitet mir das keine Angst mehr sonder höchsten noch etwas Unbehagen. In dem Moment geschieht etwas wunderbares, die Frau ist im Fluss und vertraut. Sie ist dann guter Hoffnung.

In den Medien wird fast jede Geburt als schmerzhaft und qualvoll dargestellt. Glaubst du das uns diese Bilder und Filme mental negativ beeinflussen können? Wenn ja, wie werden wir diese Bilder wieder los?

Definitiv. Bei mir war erst kürzlich eine Klientin, die damit in ihrer Kindheit in Berührung gekommen ist. Die Filmszene der brüllenden, blutüberströmten Gebärenden im Kreißsaal liegend hat sich tief bei ihr eingebrannt. In ihrer kindlichen Naivität hatte sie den Entschluß gefasst niemals Kinder zubekommen. Selbstverständlich konnte sie Ende 30 sofort erkennen, dass diese Überzeugung, damals logisch war, aber heute kaum dienlich ist. Jetzt steht einer Schwangerschaft nichts mehr im Wege. Darüber hinaus ist es so, dass wir in unserer Kultur also im Kollektiv, in unserer Gesellschaft die Auffassung finden, dass Geburt fürchterlich schmerzhaft ist. In anderen Kulturen, ist das Mindset völlig anders. So stammt z. B. meine erste Hebamme aus Eritrea, und dort ist es tatsächlich so, dass die Frauen in den Busch gehen, um ihre Kinder zu gebären. Dort ist die Alleingeburt gang und gebe. Davon sind wir in Deutschland und auch in Europa meilenweit weg… Die einzige Möglichkeit, die ich für mich gesehen habe, ist – mich von all diesen Gedanken fern zu halten. Und zwar sehr konsequent, d. h. auch unter Umständen die Lieblingsserie Greys Anatomy sein zu lassen. Und wie schon erwähnt, sich ganz genau zu überlegen, was man möchte.

Wir haben selbst einige Freundinnen, die unter einem Geburtstrauma leiden. Wie kann hier RTT konkret helfen, das Traumata aufzulösen?

In solchen Momenten ist man sehr zerissen und zu tiefst verletzt. Ich fühle mit ihnen. Konkret kann man anschauen, welchen Auslöser diese Situation hatte. Dieser liegt meist viel weiter zurück und hat mit der Geburt selbst wenig zu tun. Es ist nur die Situation in der sich das grundlegende Problem zeigt. Ist der Auslöser gefunden worden, behebt die Klientin diesen selbst. Es ist immer wieder erstaunlich wie unsere frühkindlichen Prägungen, uns heute noch beeinflussen.

Mal angenommen ich bin schwanger (bin ich ja zufällig auch gerade ?) und möchte mich auf meine Geburt mental vorbereiten. Kannst du vielleicht eine kleine Übung demonstrieren oder anleiten, wie RTT ungefähr funktioniert oder ist das nicht möglich?

Doch klar ist das möglich. Dazu muss ich zunächst verstehen, wie mein Verstand funktioniert. Wenn ich sage: „Denke nicht an eine weiße Maus auf einem roten Fahrrad“, schießen einem völlig automatisch die Bilder in den Kopf. Es ist also nicht möglich, nicht an etwas zu denken. Statt dessen muss ich mir überlegen, was möchte ich. Da dies im Alltag sehr schwer umzusetzen ist, habe ich meine Recordings entwickelt. Zunächst waren sie nur für mich gedacht. Ich habe dann aber festgestellt, dass es ganz vielen so geht. Mit den Aufnahmen ist es sehr einfach, während dem Bügeln oder Spülen, sich daran zu erinnern, was man denken möchte.

Was war das schönste Erlebnis, was du im Zusammenhang mit RTT erlebt hast?

Ja da gibt es einige. Ich bekomme beispielsweise regelmäßig Postkarten von den Reisezielen, die eine meiner Klientinnen mir schickt, nachdem sie in einer Sitzung ihre Flugangst bewältigt hat. Ende diesen Jahres hat sie ihren ersten Langstreckenflug gebucht. Darüber freu ich mich sehr. Oder eine andere Klientin hat in Rekordzeit ihre Angst, vor Publikum zu sprechen, aufgelöst. Ihr Leben lang hatte sie Panikattacken, ihr Herz raste, die Stimme blieb weg. Heute hält sie regelmäßig Vorträge sogar auf Messen. Das war ihr Durchbruch, jetzt startet sie ihre Karriere. Darüber kann ich mich riesig freuen.

Kommen wir zur letzten Frage. Wenn du allen Frauen, die sich auf eine einfache und leichte (schmerzfreie) Geburt vorbereiten möchten, etwas mitteilen könntest, was wäre das?

Achte auf Deine Gedanken. Fokussiere, was Du möchtest. In Liebe und Harmonie Dein Kind auf die Welt bringen. Lass Dich einfach fallen und vertraue der Weisheit Deines Körpers. Das Universum hat ihn dafür erschaffen.

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