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Steigerung der Fruchtbarkeit von Mann und Frau – Interview mit A. Noll

Andreas Noll - Kinderwunsch Interview

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Wie kann man die Fruchtbarkeit von Mann und Frau steigern? TCM Kinderwunsch-Experte Andreas Noll berichtet im Interview von seinen Erfahrungen. Dies ist ein Interview im Rahmen des Kinderwunsch Kongresses bei dem über 50 Expertinnen ihr wissen teilen, damit du dir deinen Traum vom Wunschkind erfüllen kannst.

Lieber Herr Noll, können Sie sich unseren LeserInnen kurz vorstellen? Warum sind Sie online und offline aktiv?

Zu Beginn der 80er Jahre habe ich die Akupunktur kennen gelernt. Von Anfang an war ich zutiefst begeistert von diesem wirklich ganzheitlichen Heilsystem. Einige Jahre nach Gründung meiner Praxis 1984 fing ich an zu schreiben und zu unterrichten – die Akupunktur war in dieser Zeit noch eine sehr exotische Methode… Bereits 1996 baute ich eine erste Website auf (www.naturheilkunde-online.de) als Portal für Naturheilkunde und Chinesische Medizin. Viele Bücher habe ich geschrieben, sowohl Ratgeber für PatientInnen als auch Fachbücher für HeilpraktikerInnen und ÄrztInnen. Kurzum: Ich bin überzeugt und begeistert von der TCM und den Erfolgen in der Behandlung und möchte gern andere Menschen daran teilhaben lassen!

Ihr Spezialgebiet ist die chinesische Medizin und ihre besondere Expertise liegt in der Steigerung der Fruchtbarkeit von Mann und Frau. Welche Ursachen können dazu führen, dass ein Paar über einen längeren Zeitraum nicht schwanger wird?

Verschiedene Faktoren können aus meiner Sicht zu einer verminderten Fruchtbarkeit führen. Ein Faktor ist das Verlegen der Familienplanung in spätere Lebensjahre. Umwelteinflüsse können eine Rolle spielen, wie toxische Belastungen oder Defizite in der Lebensführung. So irritieren häufig die Reste „alter“ Infekte das Immunsystem, wie z. B. das Pfeiffersche Drüsenfieber (EBV-Infektion), Humane Papillom Viren (HPV), Herpesviren und viele andere nicht vollständig ausgeheilte Infekte. Die Lebensweise ist häufig durch wenig Bewegung und viel sitzendes Dasein charakterisiert. Die TCM geht davon aus, dass neues Leben nur aus der Dynamik des Qi heraus entstehen kann. Nur solange sich im Organismus (Körper, Geist und Seele!) etwas bewegt, ist Leben da und kann auch neues entstehen. Unsere Lebensweise heutzutage lässt vielfältige Stagnationen entstehen, von der Verdauung (träge) über den Menstruationszyklus (unregelmäßig, schmerzhaft) bis hin zum Kopf (Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen etc.). Da setzt dann auch die Behandlung mit der TCM, also vor allem mit Akupunktur und Kräutern an.

In vielen Fällen liegen keine klaren Diagnosen vor, warum es beim jeweiligen Paar nicht mit einer Schwangerschaft klappt. Was önnen die Paare selbst tun, um die Ursachen einzugrenzen bzw. den Stand der Fruchtbarkeit einzuschätzen?

In der Chinesischen Medizin wird die Diagnose nicht nur durch die Erhebung von Befunden wie gewohnt, sondern durch eine ausführliche Erfassung der Befindlichkeiten sowie Puls- und Zungendiagnose erhoben. Dabei spielen vielleicht Störungen eine Rolle, die aus der Sicht der westlichen Schulmedizin irrelevant sind. Magen-Darmprobleme beispielsweise können etwas mit der verminderten Fruchtbarkeit zu tun haben, wenn dort chronische Entzündungen/Reizungen zu „feuchter Hitze“ führen, die im Unterleib verschiedene Störungen wie z. B. Verklebungen der Eileiter auslösen – so die TCM-Sicht. Es wird also der gesamte Mensch einbezogen in die Überlegungen – und daraus ergibt sich die Behandlung. Großen Stellenwert besitzen aber die „Hausaufgaben“. Diese bestehen in meiner Praxis aus wenigen gezielten Ratschlägen aus den beiden „Säulen“ Ernährung und Bewegung. Fast immer rate ich den PatientInnen zu regelmäßigem Sport, je nach Konstitution bzw. Diagnose von Joggen/Radeln bis zu Yoga/Qigong oder manchmal auch Kickboxen. In der Ernährung beschränke ich mich auf wenige Anregungen – nichts ist aus meiner Erfahrung schwieriger als die Essgewohnheiten zu ändern. Häufig ist die Eiweißzufuhr wichtig – aus TCM-Sicht eine Quelle von Qi (=Bewegung) und Yang (=Wärme). Bei Frauen beobachte ich dort oft Defizite, bei Männern Überschüsse, bei beiden Blockaden – deren Lösung z. B. eine gewisse Regelmässigkeit des Essens und das Kochen der Nahrungsmittel erleichtern – also z. B. die Vermeidung von Rohkost!

Nehmen wir mal an, dass ein Mann mit einem schlechtem Spermiogramm zu Ihnen kommt. Eine gängige Methode der chinesischen Medizin ist hier die Moxibustion. Können Sie kurz erklären, wie diese Methode funktioniert und in welchen Fällen sie bei der Steigerung der Fruchtbarkeit helfen kann?

Die Moxibustion ist eine erwärmende Methode, bei der mit glimmendem, speziell zubereitetem Beifusskraut einzelne Akupunkturpunkt oder auch Körperregionen mit Yang-Energie versorgt werden können. Dies ist auch die Haupt-Indikation für die Anwendung dieser Methode: Es muss Kälte und Schwäche vorliegen. Bei Frauen wird sie daher häufig in der 2. Zyklushälfte angewandt, oder auch generell bei einer niedrigen Basaltemperatur. Bei Männern finde ich viel häufiger Hitze-Symptome. Wenn man die Befunde des Spermiogramms auf die TCM-Diagnose überträgt, dann ist die Moxibustion bei einer geringeren Beweglichkeit der Spermien angebracht, weniger bei Mengen- und Qualitätsproblemen. Bei eingeschränkter Motilität können die Patienten dann selbst gezielt Akupunkturpunkte wie Milz 6 am Unterschenkel oder Magen 28 am Unterbauch moxen. Auch wenn z. B. durch den Nachweis von Bakterien eine latent entzündete Prostata vorliegt, können (neben Kräutern/Akupunktur) Punkte zur Stärkung des Immunsystems wie Dickdarm 11/Dickdarm 4 (Hand/Ellenbogen) mit dieser Methode behandelt werden. Zur Beachtung: die klassische Moxibustion ist mit Rauch und nicht immer angenehmen Geruch verbunden – es gibt aber auch „rauchlose“ Moxa-Zigarren….

Ich habe Ihr *Buch, das sie gemeinsam mit Herr Prof. Dr. med. Gnoth geschrieben haben, mit großem Interesse gelesen. Dort fand ich Informationen über Kräuter und Tees, welche die Fruchtbarkeit steigern – aber auch Kräuter und Tees, die die Fruchtbarkeit senken. Welche Kräuter und Tees sollte man unbedingt vermeiden, wenn man schwanger werden möchte?

Es gibt einige Kräuter, die riskant sein können – wobei es immer auf die genaue Diagnose und natürlich die Dosis ankommt. Vermeiden sollte man z. B. Bitterorange, Weihrauchzubereitungen, Curcuma, Zimt, Sennesblätter, aber auch Aloe (innerlich) – Nicht alles aus der Natur ist harmlos! Risikoreich sind vor allem in der Frühschwangerschaft alle Kräuter, die auf den Darm eine abführende Wirkung haben. Chinesische Kräuter sind sehr wirksam, also rate ich allen PatientInnen sich auf die gezielte, individuelle Verordnung eines qualifizierten TCM-Therapeuten zu verlassen und sich nicht selber etwas zusammen zu stellen. Auch sollten die Kräuter nicht irgendwo im Internet bestellt werden, sondern in einer hiesigen (Spezial-) Apotheke. Dann ist gewährleistet, dass sie nur das bekommen, was sie haben wollen – ohne Pestizide, Herbizide und womöglich andere Bestandteile!

Ich habe in einigen Büchern der TCM gelesen, dass man die Kräutermischung für jedes Paar bzw. für jede Person individuell anpassen muss. Stimmt das – oder kann sich eine Frau und ein Mann auch selbst ohne Beratung behandeln?

Es ist immer sehr schwierig sich selber zu behandeln – zu sehr ist die Selbstwahrnehmung subjektiv getrübt. Das gilt für alle ernsthafteren gesundheitlichen Störungen. Allein aus diesem Grund sollten die Betroffenen eine*n TherapeutIn aufsuchen. Ein Beispiel: Müdigkeit kann ein Symptom von Schwäche sein – die Schlussfolgerung wären anregende, tonisierende Kräuter. Auf der anderen Seite kennen Sie es sicher auch, dass Sie durch Blockaden sich wie gelähmt fühlen – dann bräuchten Sie ausgleichende, lösende Mittel. Die subjektive Wahrnehmung wäre gleich! Klarheit bekommt der/die TCM-TherapeutIn dann nur über die Zungen- und vor allem die Pulsdiagnostik. An der Zunge können Sie vielleicht selber etwas erkennen – eine blasse Zunge bedeutet Leere/Schwäche, etwaige Rötungen und Blaufärbungen Hitze und Stagnationen. Aber der Puls gehört dazu – das können Sie nicht selber machen.

In ihrem gemeinsamen Buch mit Prof. Dr. med. Gnoth werden Methoden der Reproduktionmedizin sowie heilpraktische Methoden aufgeführt. Lassen sich diese Methoden auch kombinieren? Bringt es beispielsweise etwas, eine TCM Therapie vor einer IVF oder ICSI durchzuführen?

Ja, auf alle Fälle. Ich gehe davon aus, dass die besten Resultate eine Verbindung der Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin und der TCM-Methoden bringt. Anfänglich wird eine gezielte, individuelle Diagnose erstellt, das sollte optimal mindestens 1-3 Monate vor IVF/ICSI geschehen. Danach entscheidet sich, ob Akupunktur oder Kräuter angebracht sind. Die Akupunktur erfolgt dann wöchentlich, nach dem Transfer häufiger für 2 Wochen, vor allem zur Einnistungs-Zeit. Die chinesischen Kräuter stelle ich in einer individuellen Rezeptur zusammen – jeweils verschiedene Mischungen für die einzelnen Zeitabschnitte. Die TCM-Methoden ergänzen die reproduktionsmedizinischen Methoden und können Nebenwirkungen mindern. IVF/ICSI können Eizellen/Spermien zusammenbringen, aber sowohl auf die Qualität der Eizellen als auch bei Einnistung und Vermeidung eines Frühabortes haben sich die TCM-Methoden als äußerst wirksam erwiesen. Bei schlechter Eizellen-Qualität/niedrigem AMH-Wert ist übrigens immer eine mehrmonatige TCM-Behandlung notwendig.

Kommen wir zur letzten Frage. Wenn Sie allen Kinderwunsch- Paaren, die schon länger auf ihr Wunschkind warten, etwas mit auf den Weg geben könnten, was wäre das?

Gönnen und geniessen Sie Ihre Zeit – Sie haben sie! Und: Die Erfahrung zeigt, dass es viele Dinge und Möglichkeiten zwischen Himmel und Erde gibt, die man nicht abschätzen und berechnen kann….

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