Das Google Dilemma – Warum es NFP Websites so schwer haben?

Google Keywörter NFP
Eine Analyse der häufigsten Suchanfragen bei Google zum Thema NFP zeigt deutlich, warum es NFP Website Betreiber so schwer haben Frauen aufzuklären

Das NFP Google Dilemma

Jeder der eine NFP Website betreibt kennt das NFP Google Dilemma. Auf der einen Seite möchte man als NFP Website Betreiber so viele Zugriffe wie möglich über Suchmaschinen wie Google generieren. Zum anderen möchte man sich auch mit Worten ausdrücken – die der Wahrheit entsprechen. Allerdings wird schnell klar, wenn man die Suchanfragen via Google analysiert, das noch sehr viel Aufklärung über NFP nötig ist.

Eisprung berechnen statt bestimmen

Das obige Bild zeigt die Suchanfragen pro Monat für ein bestimmtes Suchwort. Diese Analyse kann man ganz leicht mit dem Keyword Tool von Google durchführen. Die meisten Menschen geben bei Google, das Wort Eisprungrechner (60.500) ein. Daraus lässt sich ableiten, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland glaubt, dass man den Eisprung berechnen kann. Nun wissen NFP AnwenderInnen, dass sich den Eisprung nicht berechnen – sondern sich der Zeitraum des Eisprungs mit NFP Methoden, basierend auf Körperbeobachtung der Fruchtbarkeitszeichen Basaltemperatur und Zervixschleim, eingrenzen lässt. So steht man als NFP Websitebetreiber vor dem Dilemma, richtig schreiben und über 90 Prozent des Traffics verlieren oder falsch schreiben und von NFP AnwenderInnen einen Kommentar Shitstorm erhalten. In den meisten Fällen entscheiden sich die Website Betreiber falsch zu schreiben und bieten Reihenweise Eisprungrechner an – manche sogar mit Geschlechtsbestimmung – um mehr Besucher auf die Seite zu bekommen. Google unterstützt das Problem noch, indem es nicht nach falschen und richtigen Suchanfragen entscheidet, sondern nach denen die am meisten gesucht werden. So bekommt jeder der Eisprung (22.000) eingibt sofort „Eisprung berechnen” statt „Eisprung bestimmen” oder „eingrenzen” angezeigt.

Google - Eingabe - Eisprung

Kinderwunsch statt Verhütung

Die Mehrheit der Frauen und Männer in Deutschland halten die „Berechnung der fruchtbaren Tage” für den Kinderwunsch relevant. Das kann man daran erkennen, dass fruchtbare Tage etwa 49.000 mal und unfruchtbare Tage nur 720 mal pro Monat gesucht wird. Zudem wird Kinderwunsch etwa 9.900 mal und Verhütung nur 3.600 mal bei Google pro Monat gesucht. Die Information, dass man die fruchtbaren Tage auch bei Verhütungsabsicht nutzen kann, ist bei den meisten Frauen und Männern noch nicht angekommen. Auch hier zeigt sich wieder das Google Dilemma, denn möchte man den Leuten vermitteln, dass sie nun auch natürlich sicher verhüten können, dann erreicht man weniger Menschen. Wieder hat man als NFP Website Betreiber die Wahl – NFP nur im Zusammenhang mit dem Kinderwunsch darzustellen und Traffic zu gewinnen oder auf die Verhütung zu setzen und über 50 Prozent der Suchanfragen einzubüßen.

NFP wird zwar gesucht – aber nicht im richtigen Kontext

Nun könnte man auf den ersten Blick meinen, dass NFP sehr bekannt ist, da es 6.600 mal pro Monat gesucht wird. Allerdings ist dies nicht ganz richtig, was man zum einen daran erkennen kann, dass NFP nicht nur für Natürliche Familienplanung – sondern auch für Nachwuchsförderprogramm oder ein bekanntes Filmstudio mit dem Namen NFP stehen kann. Natürliche Familienplanung suchen nur etwa 590 Menschen pro Monat, dies bedeutet dass nur ein geringer Teil der NFP sucht wirklich Natürliche Familienplanung meint. Dies bedeutet für den NFP Websitebetreiber, dass er zwar gut bei NFP gelistet sein kann – aber dann immer noch nicht klar ist, ob die Menschen dann auf seine Seite klicken, da sie eventuell nach anderen Inhalten suchen.

Zykluskalender statt Zyklusblatt

Die Menschen in Deutschland suchen nicht nach Zyklusblatt (420), sondern nach einem Eisprungkalender (60.500), Zykluskalender (12.100) oder Menstruationskalender (3.600). Schon wieder haben wir mit dem Google Dilemma zu kämpfen, schreiben wir Zyklusblatt so wie es unter NFP Profis üblich ist verlieren wir über 99 Prozent des Traffics. Viele NFP Website Betreiber entscheiden sich daher auch Zykluskalender oder Menstruationskalender anzubieten. Dies haben wir auch so gemacht, aber wir bieten immerhin auch ein Zyklusblatt im Downloadbereich für die jeweilige NFP Methode an.

Zervixschleim statt Basaltemperatur

Da die Suchanfragen für den Kinderwunsch dominieren sind die relevanten Körperzeichen wie Zervixschleim (9.900) und Muttermund (3.600) deutlich vor der Basaltemperatur (2.900). Tja und nun kommt das nächste Google Dilemma, versucht man Menschen in Deutschland zu vermitteln das Zervixschleim und Basaltemperatur zusammen viel effektiver sind. Verliert man Traffic, da Google Inhalte in Bezug auf die Häufigkeit bestimmter Keywörter bewertet und nicht auf den Wahrheitsgehalt. Dies sollte eigentlich durch Verlinkungen relevanter Websites vermieden werden. Jedoch verlinken die Menschen nur was sie kennen und was sie glauben zu wissen. Und so ergibt sich seit Jahren ein negativer Trend das immer mehr Menschen Zervixschleim und immer weniger Menschen Basaltemperatur suchen.

Temperaturmethode statt symptothermale Methode

Wenn man die Temperaturmethode und die symptothermale Methode in Hinblick auf die Genauigkeit der Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage vergleicht wird man schnell feststellen, dass die Temperaturmethode deutlicher schlechter ist. Dennoch suchen die Menschen, die Temperaturmethode (1.900) beinahe viermal häufiger als die symptothermale Methode (590) pro Monat. Die Aufklärung ist hier noch erschwert, weil die Frauen die Temperaturmethode im Zusammenhang mit dem Kinderwunsch zu suchen. Somit die Vermittlung einer Nutzung der NFP Methoden als Verhütung immer schwieriger. Die meisten Menschen reagieren auf so eine Aufklärung ganz einfach : „Das ist nicht was ich gesucht habe – also klicke ich weg!”

Welche NFP Websites beherrschen das NFP Google Dilemma am besten?

NFP-OVI

Um diese Frage zu beantworten – habe ich mir zum einen den Sichtbarkeitsindex (OVI) angesehen. Je größer der OVI Wert ist, desto besser wird eine Websites bei Google gefunden. Hiernach ergibt sich die folgende Rangordnung:

Platz 1: myNFP.de – OVI 28.0

Die Online Zyklusverwaltung myNFP.de ist mit Abstand am besten bei Google platziert. myNFP.de ist beispielsweise bei den Suchbegriffen „NFP” (Pos. 1), „Zervixschleim” (Pos. 2) und „Eisprungrechner” (Pos. 9) in den Top 10 bei Google platziert. myNFP.de ist als einzige Websites in fast allen NFP relevanten Suchwörtern in den Top 100 platziert.

Platz 2: nfp-forum.de – OVI 20.0

Das NFP Forum schafft es in dieser Kategorie mit einem OVI Value von 20 auf den zweiten Rang. Beim Suchwort „NFP” steht das NFP Forum auf den zweiten Platz bei „Zervixschleim” reicht es immerhin noch für die Top 40. Aber bei den Hauptbegriffen wie „Eisprungrechner” oder „fruchtbare Tage” kann das NFP Forum leider nicht mithalten. Wird das NFP Forum Opfer hier seiner Qualität?

Platz 3: trainyabrain-blog.com – OVI 5.0

Der trainyabrain Blog über Natürliche Familienplanung (NFP) hat sich in nur zwei Jahren auf den dritten Rang vorgearbeitet. Allerdings reicht es bei „NFP” nur für die Top 70, bei „Zervixschleim” nur für die Top 35 und bei „Eisprungrechner” nicht mal für die Top 100. Allerdings ist dieses Ergebnis mit 150 Seiten im Index, im Vergleich zu 22.000 Seiten (myNFP.de) und 56.000 Seiten (nfp-forum.de) eine gute Leistung.

Fazit

Google unterstützt die Unwissenheit, indem Begriffe nicht nach ihrem Wahrheitsgehalt, sondern nach ihrer Häufigkeit angezeigt werden. Die meisten Menschen sind in Deutschland über die Bestimmung der fruchtbaren Tage mithilfe von NFP Methoden schlecht aufgeklärt. NFP Website Betreiber müssen häufig viele Umwege gehen, um erstens richtige Inhalte zu schreiben und zweitens viele Suchanfragen zu erhalten. Dieses NFP Google Dilemma beherrschen derzeit myNFP.de, das NFP Forum und der trainyabrain Blog über Natürliche Familienplanung (NFP) am besten. Andere NFP Websites wie z.B. die offizielle Seite der Arbeitsgruppe NFP oder der Sektion Natürliche Fertilität spielen in Suchmaschinen eine untergeordnete Rolle. Die Frage wird künftig sein, ob es die NFP Websites auch schaffen können mit den ganz großen Websites in Deutschland mitzuhalten die OVI Values von etwa 100 bis 1000 erreichen. Hierfür müssen diese Websites allerdings mehr gegenseitig koorperieren, um gegenseitig themenrelevante Verlinkungen zu bekommen. Nur mit einer Kooperation der NFP Websites wird eine Verbreitung von NFP in naher Zukunft möglich sein – aus diesem Grund geht der trainyabrain Blog mit gutem Beispiel voran und verlinkt die anderen NFP Websites regelmäßig. Langfristig gesehen lässt sich das Google Dilemma allerdings nur durch bundesweite Aufklärung beheben. Aus diesem Grund schreiben wir nicht nur Artikel über NFP, sondern versuchen uns auch politisch für die Verbreitung von NFP einzusetzen.

Natürliche Grüße

Marcus Krahlisch

Letzte Aktualisierung August 2013

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