Das trainyabrain Brainstorming: Smartmob für NFP?

NFP-Smartmob-trainyabrain-brainstorming

Welche Aktionen für die Verbreitung von NFP gibt es? Wie würde ein Smartmob (Flashmob) für NFP aussehen und könnte das funktionieren? Eigene Ideen?

NFP Smartmob

Schon lange ist ein großer Wunsch von mir, mal eine total verrückte Aktion für die Verbreitung von NFP zu organisieren. Ich überlege schon seit längerem, wie man z. B. einen Smartmob – eine Variante des Flashmobs – dazu nutzen könnte. Daraus ergeben sich allerdings ein paar Schwierigkeiten, die ich gerne mit euch da draußen im freien World Wide Web diskutieren möchte.

Was, wann, wie, wo, wer?

Das wären dann wohl schon die Hauptfragen, die es zu beantworten gilt ;). Die Frage ist, schafft man es denn überhaupt mit dem Thema NFP, so viele Leute wie für einen Smartmob nötig wären in einer Stadt – gar auf einen bestimmten Platz zusammen zu bringen? Ist das möglich? Ich bin mir ehrlich gesagt nicht so ganz sicher und tendiere eher zu „leider nein“… Wie viele NFP Anwenderinnen gibt es wohl in Berlin? Eventuell könnte man eine Aktion am Weltverhütungstag planen. Das wäre schon mal ein guter Termin, oder? Das wäre in diesem Jahr am Donnerstag, den 26. September 2013. Aber was genau könnte man an diesem Tag veranstalten, um NFP ein wenig in die Öffentlichkeit zu rücken – natürlich nur im positivem Sinne und es sollte schon auch legal sein ;). Ja, ich weiß – das grenzt die Sache jetzt ziemlich weit ein, aber irgendwas muss es doch geben, was so einfach, toll und mit hohem Publikumsaufsehen einhergeht.

Meine Vorschläge, die mir dazu einfallen

Smartmob-Idee 1: NFP auf den Kölner Karneval

Wie wäre es, wenn sich die NFPler in der Kölner Karnevalszeit versammeln und geschlossen als Thermometer/Zervixschleim oder Temperaturkurve verkleidet beim berühmten Karnevals-Umzug mit machen? Anstatt der Kamelle werden Kondome oder Blumensamentüten mit Infos über die symptothermale Methode vom Wagen geworfen. Eventuell würde das aufsehen erregen?! Die Kostüme zu erstellen, würde sich vermutlich als etwas aufwendig herausstellen. Aber wer weiß, vielleicht verbünden sich die Malteser Arbeitsgruppe NFP ja auch mit einem Karnevalsverein und setzen das wirklich um. Die Leiterin der AG NFP Frau Dr. Sottong, die uns bereits in unserer NFP-BeraterInnenausbildung und bei der Moderation des NFP Kongresses immer wieder zum Lachen gebracht hat, würde bestimmt eine herrliche Büttenrednerin abgeben. 😀

Smartmob-Idee 2: Drei Minuten messen

Oder man versammelt sich auf dem Potsdamer Platz/Haupthahnhof oder ähnliches in Berlin – alle bringen ihr Basalthermometer mit und messen gemeinsam regelkonform drei Minuten ihre Temperatur? Nur im Mund versteht sich unter diesen Umständen. Das müssten dann aber schon echt viele Leute sein, damit es überhaupt einer wahrnimmt. Um zu erreichen, dass es irgendwann richtig viele Leute werden, müsste man das wahrscheinlich wiederholen ca. alle drei Monate und das nächste Treffen gleich ankündigen. Wenn dann die Leute interessiert gucken und Fragen stellen, kann man denen das dann erklären oder einen extra dafür vorbereiteten Flyer austeilen.

Smartmob-Idee 3: E-Mail Smartmop

Da es nun mal immer noch viel zu wenige NFP Anwenderinnen gibt, ist es vielleicht sinnvoller, sich nicht an einem Ort zu treffen, sondern einen Smartmob übers Internet digital zu organisieren. Man könnte zum Beispiel einen E-Mail-Smartmob – ähnlich wie es Regenwald.org mit ihren Protestmails gegen die Abholzung des Regenwaldes tun – organisieren. Dafür würden einige verschiedene Aktionen in Frage kommen. Man könnte dann eine standartisierte E-Mail verfassen und dazu aufrufen, dass so viele (NFP-)Leute wie möglich z. B. der Krankenkasse, der BZgA, den Kinderwunschkliniken, einem bestimmten Frauenarzt/-ärztin, der ProFamilia, Frauenzeitschriften oder ähnlichem eine E-Mail schreiben. In dieser E-Mail würden dann ein paar wichtige Infos über NFP drin stehen mit der Bitte dies doch mit aufzunehmen/zu berücksichtigen/zu erwähnen – wie auch immer es gerade passend ist. Auch die E-Mail-Smartmobs könnte man natürlich regelmäßig stattfinden lassen bzw. alle ein bis zwei Monate dazu aufrufen. Es würde dann einen festen Datums-Tag geben – z. B. immer am 5. Tag des Monats – an dem die Smartmobs starten und auf dem trainyabrain Blog veröffentlicht werden. Was haltet ihr von dieser Idee? Würdet ihr an solch einer Aktion teilnehmen?

Fazit

Ich finde die dritte Idee mit den E-Mail-Smartmobs ist am schnellsten und einfachsten umsetzbar und hat auch die meisten Erfolgschancen, dass die Aktionen am Ende wirklich etwas erreichen. Nun ja mein Brainstorming auf trainyabrain geht weiter…denn unser Leitspruch heißt schließlich nicht umsonst:

„Trau‘ dich, dein Gehirn zu benutzen!“

Deshalb, helft mit, wenn ihr noch bessere eigene Ideen habt, indem ihr uns einen Kommentar hinterlasst oder eine E-Mail schreibt.

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  • Magdalena
    26. August 2013, 16:56

    @Cat: Der Sinn von solchen Emails ist doch gerade die Empfängerinnen damit zu nerven und ggf sogar ihre Postfächer damit zu verstopfen. Dann können sie die Botschaft nämlich nur schlecht ignorieren.

    @Marcus & Anne: Ich finde eure Aktionistische Ideen super, echt vielen lieben Dank für euer Engagement. Hier mal meine Gedanken:
    – Spuckies zu NFP drucken lassen und zB an Fahrradständern, grade auch vor medizinischen Fakultäten, Laternenpfosten und auch in der Nähe von Frauenarztpraxen und Krankenhauseingängen mit Gynäkologischen Abteilungen, öffentliche Toilettentüren kleben. Spuckies deswegen, weil sie billiger sind als Aufkleber und wir ja auch alle nicht grad reich sind. Zielgruppe: v.a. junge, politische Leute, die in diesem „Laternen-vollkleb-Diskurs“ drin sind. An Ampeln aber auch alle möglichen Leute, die zu Fuß unterwegs sind. Die Botschaft(en) müssten die entsprechenden Leser_innen natürlich auch ansprechen.
    – Sich ein Bündnis suchen – das wäre dann weniger Graswurzelbewegung, sondern müsste tatsächlich von Köln initiiert werden – aus verschiedenen feministischen und gesundheitspolitischen Organisationen und Expert_innen (Fischereivereine wären auch sinnvoll…) und mit denen einen Offenen Brief an Frauenärzt_innen schreiben. Veröffentlichung könnte zB über http://www.dggg.de erfolgen.
    – Smartmob: Solche Emailaktionen wie bei regenwald.org oder Compact, avaz, openpetition, change.org… können auch sehr gut an Politiker_innen (Gesundheits- & Frauenministerien, gesundheits- & frauenpolitische Sprecher_innen der Fraktionen in Bundes- & Landtagen (wegen Förderalismus im Bildungsbereich)), Frauenärzt_innen, Lehrpersonen in gynäkologischen Ausbildungen und v.a. Schulbuchverlage mit Biobüchern und Autor_innen von Aufklärungsbüchern (Make Love!!! -> grausig was da zu Verhütung steht!) usw. gerichtet werden.
    – Öffentliche Sichtbarkeit: Alex und Zoo wären auch gute Orte, da immer viele Leute anwesend sind. Am Alex z.B. sind öfters mal solche kleineren Kundgebungen. Es ist natürlich auch immer wichtig zu wissen, was man dabei erreichen möchte. Für die Diskussion von Merkels Antwort ist ein Flashmob kaum geeignet und ich glaub auch nicht für NFP allgemein. Für eine sinnvolle Demo sind wir zu wenig. Bunte, stationäre, informative Aktionen, wie das mit den Thermometern und Eiern sind dafür geeigneter. Zu Demos: Besser wäre Sichtbarkeit als Block bei Demos zu anderen Themen bei denen eine Verbindung hergestellt werden kann und die wir hoffentlich vertreten können, wie z.B. Datenschutz „Krankenkasse braucht nicht wissen, dass ich alle 3 Monate für n Pillenrezept bei meiner_m Gyn bin, weil ichs gar nicht nötig hab“, Ernährung/Agroindustrie „ich fress keine unnötigen Hormone“ (da begeben wir uns auf Glatteis bzgl. Hormone in Pflanzen und Trans*), Slutwalk (der ist politisch auch sehr mit Vorsicht zu genießen. Zielgruppe wär hald gut erreichbar.)
    – Legalität, das sollte bei Aktionen um NFP echt kein Problem darstellen!

  • Cat
    26. August 2013, 09:22

    Wie viele Leute wären denn notwendig für diese Aktion? Ich denke wenn man alle möglichen Internetforen zu NFP(oder auch Baby-hillbelforen) einen Aufruf startet und das WWW allgemein dazu nutzt für den Aufruf, zusätzlich vielleicht NFP-beraterinnen hinzu holt dann könnten da schon einige zusammen kommen. Am Weltverhütungstag, könnte man auch Leute hinzuziehen die hormonfrei verhüten und/aber NFP trotzdem anwenden oder mal angewendet haben. Es gibt sicher hier und da Frauen die die Methode mal angewendet haben, gut finden aber aus Gründen XY wieder aufgehört haben. (ich kann zb. derzeit auch kein NFP machen, weil schwanger 😉 )
    Eine spontane Idee was man machen könnte, wäre vielleicht den weiblichen Zyklus bildlich dar zu stellen – ergibt auch gleichzeitig Aufklärung. Oder das (wenns möglich ist) Logo von der AG NFP Maltersern mit Kreide oder so wo ran zu malen. Könnte mir vorstellen auch eine lebensechten Menschenkreis als Zyklus“kette“ darzustellen. Kann man sicher noch irgendwie mit was ausbauen oder so. Oder man bringt Tanz mit ein(wobei ich perön. nicht so begeistert bin vom Tanzen). Ich weiß ehrlich gesagt nicht in wie weit das alles zu einem Smart Mob gehört. Ich denke aber mit Bild oder dem Körper, der Stimme(zb. ein gemeinsamer aufgesagter Spruch) kann man sicher verwenden. Oder wir thematisieren die „Absage“ der Kanzleranfrage zu NFP und diskutieren lautstark darüber. Wenn man wieder was aufschreiben kann, könnte man Vor und nachteile, Erfahrungen als Sammlung niederschreiben. Sollte aber schon etwas sein dass vom Regen weg gewaschen werden kann(z.b. Kreide). Oder wir machen etwas mit Eiern als Symbol für den Eisprung. Man kann auch Passanten miteinbeziehen und so ihre Neugier wecken. Etwas auf ein T-shirt schreiben lassen oder unterschriften auf dem Körper(zb. Rücken oder Gesicht) oder Shirts sammeln.
    E-mails zu verschicken halte ich persönlich jetzt für nicht so geeignet. Ich persönlich empfinde so etwas als Spam, wenn ich mal so etwas bekomme, wenn ich mal an Facebook denke.