NFP ist Topbeitrag bei Direkt zur Kanzlerin

NFP direkt zur Kanzlerin - Auswertung

Unsere Anfrage zur „Finanzierung der NFP Beratung für alle Frauen” ist zum Top Beitrag ausgewählt worden. Alle Infos zum Ergebnis der Abstimmung

Heute morgen konnte ich meinen Augen kaum trauen als diese E-Mail im Postkasten lag:

Sehr geehrter Herr Marcus Krahlisch, Ihr Beitrag auf “Direkt zur Kanzlerin!” mit dem Titel “Finanzierung der NFP Beratung für alle” wurde als Top-Beitrag ausgewählt und bereits zur Beantwortung weitergeleitet! […] Sie finden Ihren Top-Beitrag unter folgendem Link:
http://direktzu.de/kanzlerin/messages/finanzierung-der-nfp-beratung-fuer-alle-47512

Mein Beitrag an die Kanzlerin persönlich, in dem ich die Finanzierung der NFP Beratung für alle Frauen fordere, führte über zwei Tage die Beitrag-Charts an. Insgesamt haben 321 Menschen abgestimmt, davon 298 FÜR eine Finanzierung und 28 dagegen. Sodass sich schließlich 263 effektive STIMMEN FÜR eine Finanzierung der NFP Beratung ergaben. Schon vor der abgelaufenen Frist von 30 Tagen, die bis zum 23. August 2013 gelaufen wäre – wurde der Beitrag zum Top Beitrag gewählt. Dies bedeutet das ein offizieller Sprecher der Kanzlerin – die Anfrage beantworten wird. Wir möchten uns bei allen UnterstützerInnen insbesondere bei unseren Fans, der Sektion Natürliche Fertilität, allen NFP Beraterin Frau Dechow und Frau Petra Schenke vom TioraNat Institut sowie der NFP Facebookgruppe recht herzlich bedanken. Ihr alle habt dazu beitragen, dass wir Hoffnung haben können, eine neue politische Diskussion in Gang kommt und NFP bzw. die symptothermale Methode somit bekannter wird. Die Aufmerksamkeitswirkung für NFP ist durch die Aktion jetzt schon beachtlich – insgesamt haben fast 1900 Menschen den Beitrag gelesen und die Antwort werden nochmals tausende Personen verfolgen. Diese Menschen sind nicht irgendjemand, sondern politisch aktive Personen in unserem Land. Wie wichtig die Aufklärung über die sichere symptothermale Methode nach den Regeln der AG NFP ist, zeigt das Kommentar eines Kritikers der Abstimmung:

„Diese Idee ist doch nicht neu. Wir haben in den DDR-Schulen diese Methode schon im 9. oder 10. Schuljahr behandelt. Leider hat sich diese Art der Schwangerschaftsverhütung bzw. finden der Fruchtbaren Tage, nicht durchgesetzt. Sicher auch deshalb, weil die Thermometer nicht besonders genau waren. Darüber gibt es heute sehr gute Literatur und auch genaue Thermometer. Jeder/jede Interessierte kann mit Hilfe eines Buches und eines guten Thermometers die Methode einfach und schnell erlernen. Für mich ist es unverständlich, dass hierfür extra *Lehrmeister* mit einem hohen Gehalt auf Staatskosten eingerichtet werden sollen?”

Kommentar von Erhard Jakob zum Beitrag „Finanzierung der NFP Beratung für alle Frauen”

Ich möchte zu diesem Kommentar Stellung nehmen.

NFP Berater gab es in der DDR nicht. Diese spezielle Form der symptothermalen Methode nach den Regeln der Arbeitsgruppe NFP gibt es seit etwa 30 Jahren und wurde in der BRD entwickelt und pädagogisch von der Arbeitsgruppe begleitet. Zu keinem Zeitpunkt der Geschichte war der Hauptsitz des Forschungsprojektes sowie die Arbeitsgruppe NFP im Einzugsgebiet der DDR. Ein Vorschlag die NFP Beratung in Deutschland vom Staat zu finanzieren ist demnach neu.

Ohne NFP Beratung geht es nicht. Nicht jeder kann im Selbststudium die symptothermale Methode erlernen. Nichts ersetzt ein persönliches Gespräch, wenn nach dem Lesen des Buches Fragen auftauchen. Zudem basieren alle Forschungen zur Sicherheit auf Frauen, die eine NFP Beratung besucht haben. Und schließlich gäbe es kein Natürlich und sicher Praxisbuch ohne die zahlreichen NFP Berater, die an dem Buch mitgewirkt haben. Und wie soll man einen Arzt oder Politiker ohne Studien und Literatur überzeugen? Niemand diskutiert über Yoga und Pilates Kurse, die von der Krankenkasse finanziert werden, um Menschen zu Gesundheitssport zu bewegen. Niemand diskutiert hier, dass hier Menschen und Kurse bezahlt werden, obwohl es gute Yoga Bücher und DVDs gibt. Doch bei der NFP Beratung, die ebenso im Vergleich zu hormonellen Verhütungsmethoden die Gesundheit der Frauen unterstützen – da diskutieren wir darüber. Wenn die NFP Beratung eine Kassenleistung ist, dann wird sie deutschlandweit bekannt sein. Dies bedeutet, dass langfristig alle Ärzte und Frauen die symptothermale Methode kennen werden. Eine größere Bekanntheit in der Bevölkerung ist nicht nur für die NFP Beraterinnen und Anwender gut, sondern auch für die Wirtschaft der Barrieremethoden, Zyklusverwaltungen, Basalthermometerhersteller, und NFP Foren, da diese mit höheren Absatzzahlen rechnen können. Alle die mitgemacht haben, warten nun sicher genauso gespannt wie ich auf die Antwort der Kanzlerin. Sobald eine Antwort bei uns eingeht – werden wir darüber berichten.

Natürliche Grüße

senden Marcus Krahlisch und Anne Zietmann von trainyabrain

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{ 2 comments… add one }
  • Marcus Krahlisch
    6. August 2013, 14:15

    Liebe Frau Dechow,

    vielen Dank für Ihren hilfreichen Kommentar. Weder im Report 30 Jahre NFP noch in dem Buch NFP heute, wird erwähnt, dass es auch NFP Berater in der DDR gegeben hat. Aus diesem Grund habe ich nicht gedacht, dass es so etwas gab. Zum Glück haben wir ja seit kurzem eine Kommentarfunktion – sodass wir solche Dinge richtig stellen können 🙂

  • 6. August 2013, 10:19

    Auch in der DDR gab es NFP-Beratung und ausgebildete NFP-Berater.

    Die ersten Berater der DDR wurden schon 1981 in Ost-Berlin von Frau Dr. Anna Flynn aus Birmingham ausgebildet.
    In Leipzig wurde 1983 das NFP-Zentrum am St. Elisabeth Krankenhaus gegründet, wo Paare kompetente Beratung fanden.

    Trotz mancher Widerstände und Schwierigkeiten waren die NFP-Berater in der DDR sehr aktiv.