So war die NFP Filmveranstaltung in Prenzlau

Filmplakat-PZ und tschüß Hormone

Läuft es in Prenzlau besser als in Berlin, NFP mit dem Kultfilm „Und tschüss, Hormone!” zu verbreiten? Mein Bericht über die Filmvorführung in Prenzlau.

Seit Monaten fieberten wir der Filmvorführung von „Und tschüss, Hormone!” in meiner Heimatstadt Prenzlau entgegen. Die Planungen für diesen Film-Nachmittag mit anschließender Info- und Diskussionsrunde liefen schon seit ca. Anfang des Jahres. Die Voraussetzungen waren gut, denn im Gegensatz zu den Filmveranstaltungen in Berlin mussten wir keine Raummiete zahlen. Das überschüssige Geld konnte somit direkt in die Werbung gesteckt werden z. B. in eine schöne Anzeige im Eventmagazin der Uckermark (UM Check-Heft), das zum ersten Mal im April diesen Jahres erschien und eine Auflage von 10.000 erreicht. Zusätzlich wurden Plakate aufgehangen an verschiedensten Orten, an denen sich Frauen und Paare in Prenzlau aufhalten. Außerdem organisierte ich noch eine Ankündigung in der Prenzlauer Zeitung, welche aus unbekannten Gründen dann letztlich doch nicht gedruckt wurde. Überdies informierte ich auch die beiden Frauen, die wir vor ein paar Monaten im ersten Prenzlauer NFP Kurs hatten, über diese Veranstaltung und lud einige Freunde/Freundinnen und Bekannte ein. Meine Versuche mit dem Uckermark TV einen Bericht zu drehen oder mit den lokalen Frauenärzten zusammenzukommen, scheiterten jedoch kläglich. Das Uckermark TV hatte kein Interesse an einem Beitrag, die Frauenärzte sahen uns als Konkurrenz – häufig hörten wir: „Das machen wir alleine, so was brauchen wir hier nicht.”

Wenige Stunden vor der Filmaufführung

kulturscheune-prenzlau

Das Tor der Kulturscheune öffnete sich…

kulturscheune-Innen

… zur Filmvorführung

Den ganzen Tag war ich total aufgeregt, wie viele Menschen nun kommen würden. Wir prüften nochmals die Technik und hatten sogar Sekt und Pfefferminztee aus eigenem Anbau im Angebot, um den Gästen so gut es geht ein schönen Nachmittag zu berbreiten. Alles war gut vorbereitet und auch das Wetter spielte mit, das im Vergleich zu den Vortagen etwas kühler ausfiel und somit ideal für einen Film am Nachmittag geeignet war.

Die Stunde der Wahrheit

Etwa 10 Minuten vor Beginn der Kinoveranstaltung kam der erste Gast, es war einer unserer gemeinsamen Freunde. Außerdem kam noch eine der beiden Frauen aus unserem Kurs, die es geschafft hat, noch drei jugendliche Mädchen (15-16 Jahre) dorthin mitzubringen. Dies hatte sie mir schon vorher telefonisch angekündigt. Doch wo bleiben die anderen Gäste? Auch 10 Minuten nach offiziellen Filmbeginn fand sich kein weiterer Gast ein. Wir hatten also insgesamt fünf Gäste – vier Frauen und ein Mann. Nun was soll ich dazu sagen. Alle konventionellen Werbemaßnahmen sind komplett gescheitert, denn es kam ja gar keine(r) aufgrund der gemachten Werbung, sondern „nur“ welche, die ich persönlich darauf hingewiesen habe (+Begleitung). Ist NFP wirklich NUR durch Mund-zu-Mund-Propaganda verbreitbar? Oder wollen die Frauen dieses Angebot und NFP einfach nicht? Ich hatte auch den Eindruck, dass der Film bei den jungen Mädchen nicht sooo super gut ankam – ob eine der Mädchen demnächst oder später mal NFP versuchen wird, ist sehr fraglich 😉 . Die ehemalige Kursteilnehmerin war allerdings sehr zufrieden mit dem Film und hatte auch noch ein paar Fragen, die wir ihr gern beantworteten. Nach diesem Nachmittag waren Marcus und ich wie ihr euch vorstellen könnt, etwas enttäuscht. Doch wie ihr uns kennt, geben wir nicht auf und so haben wir schon wieder neue (hoffentlich effektivere) Aufklärungs-Aktionen geplant… 😀

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