5 Wege zur Natürlichen Fruchtbarkeit

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Aus der Sicht meiner Beratererfahrung, gibt es genau fünf Hauptwege, über die Frauen und Männer zur natürlichen Fruchtbarkeit kommen.

1. Weg: Alternative zur hormonellen Verhütung

Die meisten Frauen in meinen Beratungen und Kursen kommen über diesen Weg zu mir. Unglaublich oder? Fast alle dieser Frauen berichten mir dann in diesem Zusammenhang über Nebenwirkungen, unter denen sie manchmal jahrelang gelitten haben. Ich freue mich dann immer umso mehr darauf, diesen Frauen helfen zu können und sie sind darüber fast immer überglücklich am Ende des Kurses oder der Beratung. Ich selbst bin über diesen Weg zu meiner natürlichen Fruchtbarkeit gekommen. Viele Jahre habe ich die Pille genommen und dabei ein schlechtes Gewissen meinem Körper gegenüber gehabt. Der Gesundheitsaspekt war mir persönlich irgendwann wo wichtig, dass ich 2009 die Pille absetzte und durch glückliche Umstände sowie eigene Recherche, zur symptothermalen Methode kam. Somit konnte ich dann mein natürliche Fruchtbarkeit entdecken und meinen natürlichen Zyklus kennenlernen.

2. Weg: Kinderwusch-Planung

Über diesen Weg kommen hauptsächlich Paare, die entweder gezielt schnell schwanger werden möchten und gerade erst die vorherige Verhütung weggelassen haben. Sie haben dann oft schon im Bekannten- und Verwandtenkreis davon gehört, dass es auch mal länger dauern kann bis man schwanger wird und möchten dem vorbeugen. ODER es sind Paare, die bereits seit einiger Zeit – manchmal über mehrere Jahre – nicht schwanger geworden sind. Es kann durchaus sein, dass ein Paar häufig zu „ungünstigen“ Zeitpunkten Sex hat und sich dann wundert, dass die Frau nicht schwanger wird. Wenn frau und man ihre natürliche Fruchtbarkeit mit der symptothermalen Methode entdecken, können sie die hochfruchtbaren Tage sehr gut selbst im Zyklus der Frau erkennen und dann gezielter Sex haben. Das kann die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden definitiv erhöhen. Marcus und ich haben es selbst getestet 😉 und 2012 ein Kind so geplant. Es war mit Sicherheit auch etwas Glück dabei, aber bei uns hat es im ersten richtigen Kinderwunsch-Zyklus gleich geklappt. Besonders toll fand ich dann, dass ich anhand der Basaltemperatur sehen konnte, dass ich schwanger geworden bin und mir auch gleich den voraussichtlichen Entbindungstermin ausrechnen konnte. 🙂

3. Weg: Verhütung in der Stillzeit

Ich habe, seitdem ich selbst die Stillzeit mit meinem Kind erleben durfte, viele andere stillende Mütter kennen gelernt und mit ihnen gesprochen. Viele möchten die sogenannte „Stillzeitpille“ nicht nehmen, um ihr Kind zu schützen. Denn es kann immer sein, dass kleinste Bestandteile in die Muttermilch übergehen und dann an das Kind weitergegeben werden. Das wollen viele Mütter nicht. Außerdem sind stillende Frauen in einer ganz besonderen Lebensphase, die bei den meisten nicht so oft im Leben eintritt. Sie befinden sich nach der Geburt ihres meist ersten Kindes und haben eine enorme körperliche Veränderung hinter sich. Sie schätzen oftmals nach dem ganzen Prozess der Schwangerschaft und Geburt, die Vorgänge und hormonellen weiblichen Veränderungen viel mehr als vor der Schwangerschaft. Da verwundert es mich nicht, dass viele dieser Frauen sagen: „Nein. Ich möchte keine hormonelle Verhütung mehr. Ich möchte nun einen natürlichen Weg gehen.” In meiner Stillzeit habe ich sehr gespannt auf meine natürliche Fruchtbarkeit geschaut, beobachtet und ausgewertet. Auch war ich letztens einmal in einer Stillgruppe und habe den teilnehmenden Müttern von alternativen natürlichen Methoden erzählt. Ich kann nur jeder stillenden Mutter empfehlen, es einmal auszuprobieren.

4. Weg: Verhütung in den Wechseljahren

Ein doch recht hoher Anteil an Frauen in meinen Beratungen sind Frauen, die am Anfang ihrer Wechseljahre stehen. Die Wechseljahre erstrecken sich bei den meisten Frauen über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren. Also in etwa ab dem 40. bis zum 55. Lebensjahr. Ich selbst bin ja noch nicht in den Wechseljahren, aber freue mich auch jetzt schon darauf, was auf meiner spannenden Zyklusreise bis hin zur Menopause (= die letzte Blutung im Leben einer Frau) mit mir und meinem Zyklus alles so passieren wird. Erst kürzlich habe ich wieder eine hoch-motivierte Frau Anfang 40 beraten. Sie hatte seit jungen Jahren durchgehend hormonelle Verhütungsmethoden angewandt und sagte nun plötzlich: „Schluss damit! Ich will das nicht mehr – möchte aber trotzdem nicht schwanger werden.“ Diese Frau hat mich sehr inspiriert und ich möchte ihr hiermit herzlich danken dafür. Sie wollte unbedingt nun ihre natürliche Fruchtbarkeit entdecken und vor allem den Übergang zur Menopause LIVE MITBEKOMMEN! Wow, damit habe ich nicht gerechnet und bin absolut begeistert darüber, dass sich diese Frau dann gegen ihren Gynäkologen durchgesetzt hat, obwohl dieser ihr nochmals die Pille empfohlen hat.

5. Weg: Interesse am Zyklusgeschehen

Einige kommen doch tatsächlich zunächst aus reinem Interesse zur natürlichen Fruchtbarkeit. Diese Frauen möchten mithilfe der symptothermalen Methode ihren Körper besser verstehen, ihren Zyklus und ihre Fruchtbarkeit BEWUSST WAHRNEHMEN, sie möchten ihren Eisprung fühlen & sehen & wissen, wann der Eisprung überhaupt ist und vieles vieles mehr. Auch ich war im Prinzip eine Mixtur zwischen dem ersten und diesem letzten Weg, denn meine Motivation damals war ja, eine sichere Alternative zur Pille anwenden zu können, aber gleichzeitig war ich auch regelrecht begeistert von dem Großen und Ganzen, was die Entdeckung der natürlichen Fruchtbarkeit mit mir gemacht hat, wie es sich auf mein weiteres Leben ausgewirkt hat und was ich vorher alles nicht wusste.

Über welchen WEG bist DU denn zur natürlichen Fruchtbarkeit gekommen?
Lass’ es mich gerne in einem Kommentar unten wissen.

✼Fruchtbare Grüße✼
Eure Anne

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  • Magdalena
    17. Mai 2015, 11:21

    Als Back-up Methode zum Kondom, nachdem ich eine Panne hatte und merkte “*shit* irgendwie ist man ja gar nicht sooo lange im Zyklus fruchtbar, aber wo bin ich grad??? Brauch ich die Pille danach oder nicht??? Fuck ich hab keine Ahnung von meinem Zyklus, also muss ich jetzt die Pille danach (die hieß damals noch Unofem, heute Pidana) nehmen. Verdammter Mist!”

    Ich würd allen Leuten, die Barrieremethoden hernehmen sensiplan als Backup-Methode empfehlen!!!

    Was mir in deiner Aufzählung noch fehlt, sind weltanschauliche Gründe: Religion, Umweltaspekt, Kapitalismuskritik (Pharmaindustrie), Feminismus, die ggf dazu führen, dass jemand ganz ohne die hormonelle Beeinflussung keine hormonellen Kontrazeptiva hernehmen will.

    • Anne Zietmann
      18. Mai 2015, 11:06

      Ah interessant gute Ergänzung. Sind ja auch nur die HAUPTwege, von den Frauen, die ICH beraten habe. Aus religiösen Gründen hatte ich aber auch schon ein paar wenige Frauen dabei, stimmt.