Erste Kindsbewegungen früher spüren

erste Kindsbewegungen spüren, Schmetterlinge im Bauch

Erste Kindsbewegungen spüren wie Schmetterlinge im Bauch

Ab wann kann man erste Kindsbewegungen spüren? Wie kann ich die Kindsbewegungen eventuell schon früher spüren? Hilfreiche Tipps hier.

Ab wann kann man erste Kindsbewegungen spüren?

Generell ist diese Frage bei jeder Frau unterschiedlich zu beantworten. Meine Hebamme und meine Frauenärztin meinen, dass man frühstens ab der 20. Woche erste Kindsbewegungen spüren kann. Ich habe schon zu Beginn der 17. Schwangerschaftswoche erste Kindsbewegungen gespürt. Mein Partner hat das Baby schon in der 19. Woche erstmals gespürt, während die Fachleute erst ab der 25. Woche damit rechnen. Ich halte das für keinen Zufall – da mir meine Hebamme zeigte – wie man die Gebärmutter abtastet. Außerdem machte ich eigene Erfahrungen, die ich in kurzen Tipps zusammengefasst habe.

Tipp 1: Entspannung & Meditation & Bücher

Als ich aller erste Kindsbewegungen spürte, war ich mit meinem Freund im Urlaub auf der Insel Djerba. Ich hatte also in dieser Zeit viel Entspannung und Ruhe, um mich auf mein Inneres Gefühl zu konzentrieren und konkret darauf zu achten. So oft es ging machte ich mit meinem Partner Yoga und Meditationen am Abend. Tagsüber am Strand las ich zudem meine Schwangerschafts- und Stillbücher, für die ich vor dem Urlaub nicht so viel Zeit hatte. Ich beschäftigte mich also aktiv mit dem gesamten Thema Schwangerschaft. All das hat mir sehr dabei geholfen meinen Fokus auf die ersten Kindsbewegungen zu legen, die ich mir gerade im Urlaub so sehr wünschte. Schon nach ein paar Tagen Urlaub, begann ich erste Kindsbewegungen zu spüren. Ich war mir jedoch noch sehr unsicher, ob das jetzt wirklich das Kind gewesen sein konnte. Es hatte mir nämlich vorher niemand erzählt, dass es sich zuerst ähnlich wie Schmetterlinge im Bauch oder wie ein Flattern anfühlt. Das habe ich dann glücklicherweise noch in einem meiner Bücher gelesen und war dann überglücklich. Das waren also die erste Kindsbewegungen? Mir reichte das noch nicht. So ein leichtes Flattern war mir irgendwie viel zu wenig und außerdem hatte somit mein Freund ja gar keine Chance das Baby zu spüren. Also forschte ich weiter…

Tipp 2: Handauflegen

Am Strand liegend erinnerte ich mich an den letzten Besuch bei meiner Hebamme. Ich tastete meine Gebärmutter auf dem Bauch ab und konnte ganz genau fühlen, wo sie liegt. Sie lag genau da wo sie auch in der 17. bis 18. Schwangerschaftswoche liegen sollte – der höchste Punkt etwas unter dem Bauchnabel. Nachdem ich die Lage gecheckt hatte, legte ich meine Hand direkt auf die Stelle. Manchmal drückte ich auch ganz leicht mit der Hand, um eventuell besser etwas spüren zu können. Das war schon eine gute Übung, die mir letztendlich auch die ersten Babytritte bescherten. Nach einer knappen Woche, ich war nun schon Ende der 17. Woche (16+6), konnte ich nachts nicht einschlafen. Während ich wach im Bett lag und mein Freund neben mir schon fest schlief, legte ich wieder meine Hand auf meinen Bauch und wartete einfach ab. Plötzlich geschah es! Zwei kleine Mini-Tritte direkt hintereinander. Danach konnte ich schlafen wie ein Baby :).

WICHTIG: Ganz ruhig weiter atmen und nicht die Luft anhalten – vor allem wenn eine fremde Hand den Bauch abfühlt. Das Baby merkt das und ist dann auf einmal ganz ruhig.

Tipp 3: Achte auf deine Träume

Da ich sowieso seit einigen Jahren ein Traumtagebuch führe, achtete ich seit der Schwangerschaft natürlich besonders auf Baby-, Kinder-, Schwangerschafts- und Geburtsträume. Einen Tag vor den nächtlichen Mini-Tritten träumte ich davon, dass ich erste Kindsbewegungen spüre. In diesem Traum stand ich vor meinem Freund und spürte mehrere starke Tritte in meinem Unterleib. Sofort zog mein Traum-Ich die Hand meines Traum-Freundes auf den Bauch, damit er es auch spüren kann. Ich weiß nicht, ob es Zufall war oder mein sensibel ausgeprägtes Unterbewusstsein, dass mir sagen wollte, es ist bald soweit. Auf jeden Fall lohnt es sich meiner Meinung nach auf seine Träume zu achten. Übrigens können sogar bei dem Partner/ der Partnerin einer Schwangeren Schwangerschaftsträume oder Geburtsträume vermehrt auftauchen.

Tipp 4: Auf den Bauch oder Rücken legen

Meine Hebamme hatte mir ja bereits den Tipp gegeben, mich auf den Bauch zu legen, um erste Kindsbewegungen spüren zu können. Dies probierte ich natürlich auch aus. Allerdings habe ich bei den erste Kindsbewegungen auf dem Rücken gelegen und erst etwas später konnte ich es dann spüren, wenn ich auf dem Bauch lag. Allgemein ist mir aufgefallen, dass man die Gebärmutter am Besten spüren konnte, wenn ich auf dem Rücken lag. Sogar die Kindsbewegungen waren viel intensiver und häufiger, wenn ich auf dem Rücken lag. Es fühlte sich manchmal so an, als wenn das Baby dann rebellierte und mir sagen will: „Hey, leg dich mal anders hin – das ist mir zu unbequem!“

Tipp 5: Geduld haben & Gefühle differenzieren

Ab und zu kam es vor, dass ich das Warten nicht mehr ertragen konnte. Da heißt es nur: Geduld bewahren und nochmals in sich kehren! Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude und dahingehend wandelte sich auch meine Einstellung dazu. Ich machte mir vor allem auch Gedanken darüber, wie ich erste Kindsbewegungen denn von den üblichen Gefühlswahrnehmungen im Bauch unterscheiden sollte. Vielleicht spürt man die Kindsbewegungen schon längst, aber verwechselt sie mit Magen- und Verdauungsgefühlen. Das kann beim ersten Kind natürlich passieren. Deshalb finde ich es umso wichtiger die unterschiedlichen Gefühle und Empfindungen frühzeitig zu unterscheiden. Man kann das trainieren, in dem man zum Beispiel bei jeder Empfindung im Bauchraum einen kurzen Moment darüber nachdenkt. Wie hat es sich angefühlt? War es links, mittig, rechts, unten oder oben? Bei mir fühlte es sich zunächst an wie ein leichtes Flattern im Unterleib. Tritte gegen die Hand fühlten sich so an wie ein oder mehrere Finger, die ganz schnell von Innen gegen den Bauch tippten. Als die Kindsbewegungen dann täglich stärker zu spüren waren, konnte ich die Tritte auch ohne Handauflegen spüren. Ich erschreckte mich dabei regelmäßig, weil die Kindsbewegungen immer sehr schnell und intensiv waren. Das fühlt sich dann so ähnlich an wie das Tragen von Smartballs, mit denen man unter anderem die Beckenbodenmuskulatur stärken kann. Nur sind die Kindsbewegungen etwas höher im Bauchraum.

Tipp 6: Horrorfilme oder andere Aktivitäten

Falls es mit den bisherigen Tipps bei dir trotzdem nicht geklappt hat, erste Kindsbewegungen zu spüren, hilft vielleicht dieser hier. Da ich mit meinem Freund öfter mal Horrorfilme schaue, ist mir Folgendes aufgefallen. Die Kindsbewegungen traten oft während des Horrorfilms auf und waren dann auch sehr intensiv. Vermutlich liegt das am Adrenalinspiegel, der sich bei Horrorfilmen, aber auch bei anderen Aktivitäten erhöhen kann. Durch die Nabelschnur werden automatisch alle Botenstoffe im Blut an das Baby übertragen und Adrenalin steigert bekanntlich den Bewegungsdrang. Manche Babys sind von Natur aus eher ruhiger als andere Babys und so könnte man sie mit diesem kleinen Trick zu etwas mehr Bewegung animieren. Natürlich sollte jede Schwangere vorher gut überlegen, wieviel Aufregung sie sich und ihrem Baby zumutet.

Tipp 7: Spontanität und Nähe des Partners

Damit auch der Partner oder die Partnerin der Schwangeren erste Kindsbewegungen so früh wie möglich spüren kann, erfordert es eine gewisse Schnelligkeit, die örtliche Nähe zueinander und ein wenig Glück. Seit ich selbst erste Kindsbewegungen gefühlt hatte, wollte ich unbedingt, dass mein Freund es auch spüren kann. Natürlich war er immer ganz aufgeregt und unsicher, als er meinen Bauch abtastete. Er wusste ja auch nicht was ihn da genau erwartet. Am Anfang der 19. Schwangerschaftswoche (18+0) war es dann so weit. Ich lag auf dem Rücken und fühlte meinen Bauch gewohnheitsmäßig ab, als ich plötzlich ganz viel Bewegung und Tritte im Bauch spürte. Mein Freund lag zufällig direkt neben mir und so nahm ich ganz schnell seine Hand, um sie auf meinen Bauch zu legen. Ich wusste schon, dass das Baby nun wieder eine längere Bewegungsphase hat und die Chancen gut stehen. Einen Augenblick später spürte auch er erste Kindsbewegungen. Das war sein erster Tritt unseres Babys, den er fühlte und er war danach total begeistert – so überrascht hatte ich ihn schon lange nicht mehr gesehen. 🙂

Während ich diesen Artikel geschrieben habe, bin ich noch mitten in der Im-Bauch-Bewegungsphase (Schwangerschaftswoche 20+1) und musste mich beim Schreiben schon ordentlich konzentrieren, da ich zwischendurch immer wieder von heftigen Babytritten abgelenkt wurde… Abschließend wünsche ich allen Schwangeren und deren PartnerInnen viel Spaß beim Experimentieren und Ausprobieren meiner Tipps, um erste Kindsbewegungen frühzeitig zu erkennen.

Fazit

Am Ende des Artikel möchte ich das * Das große Buch zur SchwangerschaftDas große Buch über die Schwangerschaft empfehlen, dass mir sehr geholfen hat meine ersten Kindsbewegungen zu spüren. Hier findet man Rat und Tipps für jede Schwangerschaftswoche, also auch noch mehr Tipps wie man die Kindsbewegungen früher spüren kann.

Ausblick

Was kommt nach dem Spüren? Ja, richtig – das Sehen! Lese hier wie ich meine Kindsbewegungen gesehen und gefilmt habe.

Weitere interessante Artikel:

Ohne Hebammen bekomm ich kein weiteres Kind
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Mein Geburtsvorbereitungskurs

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{ 3 comments… add one }
  • Rici
    26. September 2017, 09:37

    Interessant das die Experten meinen man spüre erst was an der 25. Vor allem wenn man überlegt wie groß das Kind dann schon ist.
    das halte ich für großen Quatsch. Also jedenfalls bei mir war es so das es in der 25. bereits außen stehende sehen könnten durch den Pulli durch. Da war ordentlich Remmidemmi im bauch?

    Mein erstes Kind spürte ich bewusst erst in der 19. Woche aber auch mit Tritten, nicht mit flattern.
    Meine anderen Kinder spürte ich alle ab der 14. Woche.

    Aber du hast vollkommen recht, mit Ruhe und konzentration spürt man viel schneller und intensiver etwas:)
    Lg

  • P.
    4. Mai 2016, 22:38

    Super Anne… Du schreibst gut, mit Verstand und Erfahrung! Mir hat es sehr geholfen, meine beiden Mäuse, besser wahr zu nehmen!

    • Anne Zietmann
      5. Mai 2016, 20:56

      Danke 🙂 Das freut mich, dass es dir geholfen hat.