Ovulationsblutung nutzen, um schwanger zu werden?

Eisprungblutung Ovulation

Ovulationsblutung – kannst du diese Blutung zum Schwangerwerden nutzen und damit sogar den Eisprung bestimmen? Alle wichtigen Infos über die Ovulationsblutung und deren Farbe, Aussehen, Dauer und Stärke.

Als Fruchtbarkeitsberaterin habe ich schon viele Frauen auf ihrem Weg zum Wunschkind begleitet. Immer wieder traten im Zyklus einiger Frauen geheimnisvolle Zwischenblutungen in der Nähe der Ovulation auf. Sicher fragst du dich jetzt, was bedeutet das? In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie du diese Ovulationsblutung zum Schwangerwerden nutzen kannst. Ebenso erkläre ich dir, wie es zu dieser Blutung kommt und ob du mit dieser Blutung auch einen Eisprung zuverlässig bestimmen kannst.

Ovulationsblutung – was bedeutet das?

Eine Ovulationsblutung ist ein rötliche, hellrote oder braune Zwischenblutung an den fruchtbaren Tagen um den Eisprung herum, deren Ursache und zeitliches Auftreten nichts mit der Menstruation zutun hat. Die Ursachen der Ovulationsblutung sind bislang wissenschaftlich noch nicht geklärt. Die WissenschaftlicherInnen vermuten, dass spontane Hormonschwankungen des Östrogen- und Progesteronspiegels dafür verantwortlich sind. Die Ovulationsblutung ist ein Eisprungzeichen, das in Kombination mit dem Zervixschleim und der Basaltemperatur zur Eingrenzung der hochfruchtbaren Tage im Zyklus genutzt werden kann.

Ovulationsblutung Umfrage Eine Ovulationsblutung tritt sehr selten im Zyklus auf. In Umfragen aus dem NFP Forum, gaben 60 Prozent der Frauen an, noch nie eine Ovulationsblutung beobachtet zu haben. Etwa 19 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen gaben an, nur einmal in ihrem bisherigen Leben eine Ovulationsblutung gehabt zu haben. 16 Prozent gaben an, eine Ovulationsblutung gelegentlich im Zyklus zu beobachten. Eine regelmäßige Ovulationsblutung kommt selten vor, denn NUR etwa vier Prozent der Frauen beobachten eine Ovulationsblutung in wirklich jedem Zyklus.

Ovulationsblutung – wie lange?

Ovulationsblutung Umfrage Wie langeDie meisten Frauen beobachten eine Ovulationsblutung etwa ein bis zwei Tage im Zyklus. Natürlich wird auch gelegentlich mal eine Ovulationsblutung von drei bis vier Tagen beobachtet. Eine längere Ovulationsblutung als vier Tage wird deutlich seltener beobachtet. Es gibt nur sehr wenige Frauen, die an der Umfrage teilgenommen haben, die eine Ovulationsblutung von mehr als sechs Tagen haben.

Ovulationsblutung – wann Eisprung?

Nun haben wir schon gelernt, dass eine Ovulationsblutung relativ selten ist. Hinzu kommt, dass Zwischenblutungen zu unterschiedlichsten Zeiten im Zyklus auftreten können. Eine Zwischenblutung ist nicht automatisch eine Ovulationsblutung, sondern kann auch andere Ursachen als den Eisprung haben. Aus diesem Grund kannst du nicht mit einer Zwischenblutung allein darauf schließen, dass ein Eisprung stattgefunden hat und wann der Eisprung war. Der Eisprung kann nur zweifelsfrei durch die Beboachtung von Basaltemperatur und Zervixschleim eingrenzt werden. Die Ovulationsblutung ist hierbei eine Zwischenblutung, die in der hochfruchtbaren Zeit im Zyklus um den Eisprung herum auftritt. Die Ovulationsblutung ist somit ein zusätzliches Eisprungzeichen ähnlich wie der Mittelschmerz, aber kein Hauptzeichen für die Fruchtbarkeit. Um zu verdeutlichen, wie du eine Ovulationsblutung mithilfe von NFP deuten kannst, möchte ich dir an dem folgenden Zyklusbeispiel aufzeigen:

Ovulationsblutung im Zyklus

Ovulationsblutung mit Temperaturkurve und Schleimverlauf

Ovulationsblutung – Dauer

Im Normalfall ist die Ovulationsblutung von kurzer Dauer. Entweder dauert sie nur einen kurzen Moment oder einen Tag lang. In wenigen Fällen kann es auch mal ein paar Tage andauern, dies kommt aber wirklich selten vor. Wenn man bedenkt, dass eine gesprungene Eizelle nur 12 bis 18 Stunden innerhalb eines Zyklus empfangsbereit ist, so stellt sich die Frage, ob längere Blutungen überhaupt durch den typischen Östrogenabfall kurz nach dem Eisprung ausgelöst werden? Eventuell sind andere körperliche Ursachen als Erklärung für eine länge Zwischenblutung im Zeitraum der Ovulation zu betrachten.

Ovulationsblutung -Aussehen

Zervixschleim rötlichEine Ovulationsblutung tritt normalerweise in der hochfruchtbaren Zeit um den Eisprung herum auf. Das ist eine Zeit, in der auch der Zervixschleim vermehrt austritt und bei vielen Frauen als transparenter, glasiger, spinnbarer oder eiweißartiger Schleim beobachtbar ist. Dies ist der Grund, warum die Ovulationsblutung, bei der es sich meist um abgelöste Gebärmutterschleimhaut handelt, mit dem Zervixschleim vermischt. Oftmals ist es dann eine hellrote oder hellbraune Zwischenblutung. Das Aussehen hängt zu dem starkt davon ab, wie viel Schleim bei dir in dieser Eisprungsphase austritt. Frauen, mit viel Schleim beobachten eher ein paar Blutspuren, die sich mit eweißartigem Schleim vermischt haben. Falls du weniger Zervixschleim beobachten kannst, ist es wahrscheinlicher, dass eine Ovulationsblutung als leichte Schmierblutung auftritt bzw. du nur eine leichte Blutung sehen kannst.

Ovulationsblutung – Stärke

Nun aus der Tatsache, dass die Ovulationsblutung sich mit dem Schleim vermischt und auch relativ wenig Blut austritt, hält sich die Blutungsstärke meist in Grenzen. Das heißt, die meisten Frauen bemerken eine leichte Schmierblutung, stärkere Schmierblutung oder eine leichte Blutung, wenn sie zu den Auserwählten gehören, die eine Ovulationsblutung überhaupt haben. Es fühlt sich bei Schmierblutungen meist so an, als wenn gerade viel Zervixschleim aus dir heraus rinnt. Wenn du dann erst ein paar Stunden später auf die Toilette gehst, siehst du dann plötzlich, dass es doch nicht nur Zervixschleim war, sondern auch noch etwas Blut dabei war. Also oft ist es dann schon wieder vorbei, wenn du es gerade erst bemerkt hast.

Ovulationsblutung – Farbe

Die Farbe deiner Ovulationsblutung kann von hellrot über normal rot bis dunkelrot oder rotbraun reichen. Für gewöhnlich sehen die meisten Ovulationsblutungen aber hellrot aus, da es sich um einen frischen Abgang der Gebärmutterschleimhaut direkt zu deiner Eisprungzeit handelt. Eventuell ist manchmal am Anfang noch etwas älteres Blut von deiner letzten Blutung dabei, die dann schon etwas dunkler oder bräunlicher ist.

Mithilfe von einer Ovulationsblutung schwanger werden?

Die Ovulationsblutung ist ein hochinteressantes Eisprungzeichen. Allerdings tritt es zu selten auf, um dir wirklich bei der Bestimmung des Eisprungs bzw. der fruchtbaren Tage im Zyklus zu helfen. Um die fruchtbaren Tage um den Eisprung herum wirklich in jedem Zyklus bei jeder Frau exakt zu bestimmen, ist es zwingend notwendig, die Hauptfruchtbarkeitszeichen wie Zervixschleim und Basaltemperatur zu dokumentieren. Aus der Temperaturkurve in Kombination mit dem Schleimverlauf lassen sich mithilfe der NFP Methode fast bei jeder Frau und fast in allen Zyklen, die hochfruchtbaren Tage bestimmen. Allerdings hilft die Ovulationsblutung natürlich dabei sich bei der Auswertung der fruchtbaren Tage sicherer zu fühlen, weil man neben der Temperatur und dem Schleim noch ein weiteres markantes Eisprungzeichen ähnlich wie z. B. den Mittelschmerz oder einen positiven LH-Test bekommt. Desweiteren ist es gut zu wissen, dass Zwischenblutungen im Zyklus normal sind und vermutlich durch den Hormonumschwung in der Nähe des Eisprungs ausgelöst werden können. Also wenn du zu den Glücklichen gehörst, die regelmäßig eine Ovulationsblutung an den hoch-fruchtbaren Tagen beobachten können, dann hab an diesen Tagen Sex, um mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden. Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg zum Wunschkind!

Deine Anne

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