Was macht frau mit einem Basalthermometer?

Basaltemperatur messen - warumWas macht Frau mit einem Basalthermometer? Warum das Messen der Basaltemperatur beim Schwanger werden lohnt erfährst du in diesem Beitrag!

Heute beantworte ich eine Leserinnen Frage, die ich per eMail bekommen habe. Es geht um die Frage: „Ich habe mir gerade ein Basalthermometer gekauft. Was mache ich denn nun damit, wenn ich schwanger werden möchte?“

Welches Basalthermometer hast du?

Zunächst wäre erstmal gut zu wissen, welches Basalthermometer du dir gerade gekauft hast. Für die Messgenauigkeit spielt es nämlich eine wichtige Rolle, ob es zwei oder nur eine Nachkommastelle hat. Um die Basaltemperatur gut auswerten zu können, ist immer ein Basalthermometer mit ZWEI Nachkommastellen notwendig. Wenn du ein Basalthermometer verwendest, dass nur eine Nachkommastelle besitzt, kann es zum Beispiel viel häufiger zu einer nicht auswertbaren Basaltemperaturkurve kommen. Das ist natürlich nicht in deinem Interesse, weil du ja in so vielen Zyklen wie möglich, deinen Eisprung bestimmen möchtest und deine maximale Chance, schwanger zu werden ausnutzen möchtest, oder? Also, checke sicherheitshalber nochmal, ob dein bereits gekauftes Basalthermometer zwei Nachkommastellen hat oder nicht. Falls du ein ungeeignetes Basalthermometer gekauft hast oder dir erst eins kaufen möchtest, kann ich dir eines von unseren 7 besten Basalthermometern empfehlen. Das beliebteste Basalthermometer auf unserem Blog ist das *L-Care Basalthermometer, das du direkt über diesen Link bestellen kannst. Für alle Umweltfreundinnen unter euch empfehle ich ein analoges Basalthermometer wie das Geratherm basal zu verwenden, weil analoge Basalthermometer ein Leben lang halten können ohne an der Qualität zu verlieren. Vielleicht bestellst du dir auch gleich beide – so kannst du ausprobieren, welches dir besser gefällt. Und falls es dir zu langweilig ist, immer mit dem gleichen Thermometer zu messen, kannst du jeweils am Zyklusanfang das Basalthermometer wechseln. Also einen Zyklus zum Beispiel mit dem digitalen L-Care und einen Zyklus mit dem analogen Geratherm Basalthermometer. Somit garantierst du dir maximale Abwechslung. Wichtig ist dabei nur, dass du innerhalb eines Zyklus bei einem Basalthermometer bleibst.

Basaltemperatur mit Basalthermometer messen

Wenn du nun also ein geeignetes Basalthermometer besitzt, kann es auch schon los gehen. Du fängst am besten spätestens kurz nach deiner Menstruation an, morgens direkt nach dem Aufwachen deine Basaltemperatur zum Beispiel im Mund unter deiner Zunge zu messen. Du kannst auch vaginal oder anal messen, wenn dir das lieber ist. Für drei Minuten misst du während du noch im Bett liegen bleibst. Das ist wirklich wichtig, um eine ruhige und gut auswertbare Basaltemperaturkurve zu bekommen. Nach dem Messen liest du den Temperaturwert ab. Beim digitalen Basalthermometer steht dann zum Beispiel 36,57°C. In diesem Fall trägst du einen gerundeten Wert in ein Zyklusblatt ein, welches du dir kostenlos herunterladen und ausdrucken kannst. Der gerundete Wert von 36,57°C ist 36,55°C und kann somit zwischen den Linien 36,5°C und 36,6°C als Punkt notiert werden. Eine ausführliche Beschreibung der Rundungsregeln, Messweise und Dokumentation von allen wichtigen Eisprungzeichen findest du in meinem eBook „Wann bin ich fruchtbar? Der natürliche Weg zum Wunschkind“. Beim analogen Basalthermometer liest du den Temperaturwert etwas anders ab, aber das Prinzip ist eigentlich das gleiche. Falls die Flüssigkeitsanzeige direkt auf einer Linie angehalten hat wie zum Beispiel 36,40°C, dann kannst du deinen Temperaturwert auch auf der 36,40°C-Linie eintragen. Wenn die Flüssigkeit zwischen 36,4°C und 36,5°C stehen geblieben ist, trägst du deinen Temperaturpunkt auch zwischen diesen beiden Linien am jeweiligen Zyklustag ein. So bekommst du für jeden Tag, an dem zu gemessen hast, einen Punkt und kannst diese dann miteinander verbinden, solange es hintereinander folgende Basaltemperaturpunkte sind. Falls du mal ein oder mehrere Tage nicht gemessen hast, lasse einfach eine Lücke und verbinde diese nicht. Schließlich hast du dann eine hübsche übersichtliche Temperaturkurve. Falls du nicht jeden Tag zur gleichen Uhrzeit deine Basaltemperatur misst, solltest du dir die Uhrzeit in der Spalte Messzeit unbedingt an jedem Tag mit notieren.

Basaltemperaturkurve - Beispiel

Basaltemperaturkurve mit Zervixschleim nach der symptothermalen Methode

Basaltemperaturkurve auswerten

Sooo jetzt wird es spannend. Du möchtest ja schwanger werden, wenn du diesen Beitrag hier liest (nehme ich mal an 😉 ), deshalb ist es nun so spannend bei der Temperaturauswertung und dementsprechenden Eisprung-Bestimmung. Während der Eisprungphase steigt deine Basaltemperatur mehr oder weniger deutlich an. Für die Auswertung des Temperaturanstiegs gibt es ganz klare und eindeutige Regeln, die ganz einfach zu verstehen sind. Ich sage dir in diesem Beitrag die einfachste und wichtigste Grundregel, mit der du deine Temperatur selbst auswerten kannst. Es gibt jedoch noch zwei weitere Temperaturauswertungsregeln, die in schwer auswertbaren Zyklen zum Einsatz kommen. Alle Auswertungsregeln ausführlich erklärt, mit Übersicht zum Ausdrucken und vielen Übgungsbeispielen inklusive Lösungen findest du natürlich in meinem eBook. Im Folgenden möchte ich dir jedoch nun wie versprochen die leichteste Temperaturregel kurz erklären. Jeden Temperaturwert, den du gemessen hast und dann einträgst, kannst du vergleichen mit den sechs Temperaturpunkten, die direkt davor stehen. Wenn du plötzlich an einem Tag einen Wert einträgst, der höher ist als alle sechs vorherigen Werte, dann könnte es bereits dein Temperaturanstieg sein. Um sicher zu gehen, solltest du jedoch noch einen zweiten und dritten höheren Temperaturwert abwarten. Der dritte höhere Wert muss dann zwei Kästchen im Zyklusblatt höher sein als der höchste der sechs tieferen Werte. Letzteres ist durch die gestrichelte Linie und die zwei ausgemalten Kästchen dargestellt.

Eisprung in der Basaltemperaturkurve

Eisprung in Abhängigkeit von der ersten höheren Messung der Basaltemperatur

Es ist an dieser Stelle wichtig zu sagen, dass diese schöne 3 über 6 Regel, nach der viele Zyklen auswertbar sind, NUR für Frauen gilt, die Temperatur messen UND den Zervixschleim oder Muttermund beobachten. Misst du nur die Temperatur, müsstest du eigentlich auf die strengen Regeln der Temperaturmethode zurückgreifen. In Studien konnte man zeigen, dass sich mit diesen Regeln der Temperaturmethode jedoch nur 52% der Zyklen, die fruchtbaren Tage bestimmen lassen. Beobachtest du zusätzlich den Zervixschleim und verwendest die Regeln der symptothermalen Methode zur Bestimmung der fruchtbaren Tage mit Temperatur UND Schleim konnte man in Studie 94,5% der Zyklen auswerten.

Vergleich Temperaturmethode - symptothermale Methode

Vergleich Temperaturmethode – symptothermale Methode

Es ist also sehr sehr wichtig die Basaltemperatur zu messen UND den Zervixschleim zu beobachten, damit du wirklich in fast jedem Zyklus deine fruchtbaren Tage und den Eisprung bestimmen kannst. Wie das funktioniert erfährst du in meinem Kinderwunsch Starter Set!

Basaltemperatur auswerten

Warum lohnt es sich, deine Basaltemperatur zu messen?

Schwangerschaftsrate symptothermale Methode

Gnoth et. al. Hum Reprod. 2003 Sep;18(9):1959-66.

Die wichtigste Frage ist allerdings: Warum sollte ich meine Basaltemperatur messen? Und die Antwort ist ganz einfach: Weil es wissenschaftlich bewiesen ist, dass du deine Chancen, schwanger zu werden, steigern kannst. In Studien wurden in nur 6 Monaten 81% der Frauen, welche Basaltemperatur und Zervixschleim im Zyklus beobachtet und danach ihre fruchtbaren Tage bestimmt haben, schwanger. Ohne die Bestimmung der fruchtbaren Tage – also ohne eine konkrete Methodik – werden nur ca. 60% der Frauen innerhalb von 6 Monaten schwanger. Diese Fakten zeigen klar, dass es sich lohnt, die Basaltemperatur zu messen. Gerade, wenn eine Frau schon über 35 Jahre ist, macht es sehr viel Sinn, weil du in weniger Zyklen bessere Chancen hast, schwanger zu werden. Es gilt ab 35+, jeden Zyklus optimal zu nutzen – weitere hilfreiche Infos zum Thema Schwangerwerden ab 35 erfährst du in dem dazugehörigen Bonus eBook, dass es beim Kauf von unserem eBook mit dazu gibt.

Zusammenfassung

Mithilfe von einem Basalthermometer kannst du deine fruchtbaren Tage bestimmen und den Eisprung bis auf wenige Tage eingrenzen. Hierbei ist es wichtig, das richtige Basalthermometer zu verwenden, was für die NFP Anwendung geeignet ist. Ebenso ist es entscheidend, Temperatur und Zervixschleim zu beobachten, da sich durch diese Kombination eben in 94,5% der Zyklen die fruchtbaren Tage bestimmen lassen. Die symptothermale Methode funktioniert für nahezu jede Frau egal wie kurz oder lang ihre Zyklen sind, ob sie in Schichtarbeit arbeitet oder eben einem Routine Job nachgeht. Solange du eine Menstruation hast und Temperatur und Zervixschleim dokumentieren kannst, kannst du diese Methodik anwenden. In Studien konnte die symptothermale Methode sehr gute Schwangerschaftsraten von 81% nach 6 Monaten vorweisen – vorausgesetzt du bist bereit, Zervixschleim UND Basaltemperatur im Zyklusverlauf zu dokumentieren. Die komplette Anleitung dafür, wie du selbstständig die symptothermale Methode anwenden und damit schwanger werden kannst, findest du in meinem eBook übersichtlich zusammengetragen mit vielen hilfreichen Tipps, Übersichtsseiten zum Ausdrucken und Beispielen.

Du brauchst also ein geeignetes digitales Basalthermometer mit zwei Nachkommastellen oder ein analoges Basalthermometer aus Glas. Dann lädst du dir mein selbst erstelltes Zyklusblatt herunter und druckst es dir aus. Nun kannst du am nächsten morgen direkt anfangen zu messen und parallel dazu mein eBook lesen. So hast du alle Methodenregeln immer übersichtlich und überall dabei – auch offline auf deinem Smartphone. 😀

Fruchtbare Grüße sendet dir
Deine Anne

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