Meine NFP Schwangerschaftskurve Teil 1

NFP Schwangerschaftskurve

Hast du eine NFP Schwangerschaftskurve dokumentiert? Wie kannst du an deiner Temperaturkurve eine Schwangerschaft erkennen? Mein Erfahrungsbericht!

Wie kannst du an deiner NFP Kurve eine Schwangerschaft erkennen? Das werde ich immer wieder von Frauen, die NFP zum Schwangerwerden anwenden, gefragt. In diesem Beitrag möchte ich die wichtigste Fragen zur NFP Schwangerschaftskurve beantworten und von meiner eigenen NFP Schwangerschaftskurve bei meiner ersten Schwangerschaft berichten.

Schwangerschaft mit NFP anhand der Temperaturkurve erkennen

Ja du hast richtig gelesen – es ist kein Arzt, Ärztin oder Schwangerschaftstest nötig, um herauszufinden, ob du schwanger geworden bist. Einfach durch die NFP Anwendung kannst du klar erkennen, dass du schwanger bist –  und das NUR anhand deiner Temperaturkurve! Wenn diese nämlich deutlich länger nach dem Eisprung erhöht bleibt als sonst, bist du höchstwahrscheinlich schwanger. Konkret heißt das – ab dem 18. Tag mit erhöhter Basaltemperatur bist du zu 99,9% schwanger. Ich selbst konnte dadurch sehr eindeutig und früh meine bisherigen Schwangerschaften erkennen. Aber wie genau messe ich denn eine NFP Basaltemperaturkurve? Mit NFP (Abk. für Natürliche FamilienPlanung) ist an dieser Stelle die symptothermale Methode gemeint, die zusammen mit dem Zervixschleim- oder dem Muttermund-Körperzeichen sehr gut geeignet ist, um die hochfruchtbaren Tage im natürlichen Zyklus zu erkennen.

Temperatur schwanger NFP

Schematische Grafik der Basaltemperatur-Hochlage mit 18 Tagen

Schwangerschaftskurven mit niedriger Temperatur

Es kann sein, dass während einer Schwangerschaft die Temperatur relativ niedrig ist. Dies kann immer verschiedene Ursachen haben. Eventuell hast du generell eine eher niedrig verlaufende Temperaturkurve.

zirkadianer Rhythmus Basaltemperatur

Ungefährer Verlauf der Körpertemperatur durch den Tag-Nacht-Rhythmus

Oder du hast auf einmal deine Messzeit verändert und misst nun nicht mehr um 08:00 Uhr, sondern um 05:30 Uhr. Je früher es zum Zeitpunkt der Messung ist, desto niedriger ist auch deine Basaltemperatur. Die niedrige Temperatur, bei frühen Aufstehzeiten kann man mit dem zirkadianen Rhythmus erklären. Dieser natürliche zirkadiane Rhythmus begleitet uns Menschen seit vielen tausend Jahren. Es war und ist sinnvoll, dass die körperlichen Funktionen steigen, wenn die Sonne aufgeht. Der Anstieg der Körpertemperatur steht auch für die Aktivität der Körperzellen und den steigenen Energieverbrauch, die mit dem Licht gesteuert wird. Steht man sehr früh auf – am besten noch mit Wecker in der früh bei Dunkelheit, handelt man gegen diesen natürlichen Rhythmus. Die Aktivität der Zellen ist auf einem Minimum und somit ist auch die Basaltemperatur morgens geringer.  Falls man aber generell sehr niedrige Temperaturkurven hat, ohne dass es durch den zirkadianen Rhytmus zu erklären ist, könnte das ein Hinweis auf eine Gelbkörperschwäche sein. Eine genauere Zyklusdiagnostik, wie sie in unserem eBook beschreiben ist, helfen, Licht ins Dunkeln zu bringen.

Schwangerschaftskurven mit Temperaturabfall

Ein Temperaturabfall innerhalb eines Schwangerschaftszyklus kann ebenfalls unterschiedlichste Ursachen haben. Hierbei ist vor allem interessant, wann die Temperatur herunter geht. Kurz vor oder während der Geburt fällt die Basaltemperatur natürlicher Weise stark ab. Dies hängt mit der Hormonumstellung des Körpers zusammen, der somit die Geburt in Gang bringt. Das gleiche gilt allerdings auch am Anfang oder Mitte einer Schwangerschaft, für den Fall, dass es zu einem vorzeitigen Ende der Schwangerschaft kommt. Ebenso gibt es diese Hormonsituation vor dem Einsetzen der gewöhnlichen Menstruation – die Temperatur fällt dann kurz vor Beginn der Blutung deutlich herunter. Verantwortlich für den Temperaturanstieg ist das Hormon Progesteron, das im Eierstock durch den Gelbkörper produziert wird. Der Progesteronspiegel ist in der Regel nach dem Eisprung erhöht – das bleibt im Fall einer Schwangerschaft bis zum dritten Schwangerschaftsmonat so! Es ist deshalb völlig normal, wenn du kurz nach dem Eisprung und der Empfängnis eine sehr hohe Temperatur hast und dann plötzlich ab circa dem dritten Schwangerschaftsmonat wieder eine etwas geringere Temperatur. Das liegt daran, dass die Plazenta des Babys ab dem dritten Monat einige wichtige Aufgaben übernimmt und somit weniger Progesteron im Eierstock produziert wird. Auch zwischendrin können immer mal Temperaturschwankungen auftreten, dass sollte man nicht zu ernst nehmen. Anders sieht es aus, falls innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen neben einem Temperaturabfall längere Zwischenblutungen auftreten. In diesem Fall ist ein Besuch bei einer gynäkologischen Praxis sinnvoll, um die Ursachen abzuklären. Falls du deine Basaltemperatur bei einer bestehenden Schwangerschaft weiter messen möchtest, versuche entspannt zu bleiben bei eventuellen Temperaturschwankungen. In den meisten Fällen sind Temperaturschwankungen normal und harmlos.

Glückskurve – schwanger trotz schwierigem Zyklus

Als ich damals 2012 schwanger werden wollte, war mein Zyklus nicht unbedingt optimal, sondern hatte schon einige Besonderheiten. Erstens hatte ich immer einen etwas späteren Eisprung und zweitens, hatte meine Temperaturkurve mir schon sehr lange angezeigt, dass ich häufiger eine zu kurze Temperaturhochlage hatte. Es waren manchmal nur neun Tage – manchmal aber auch zehn oder elf. Ich denke, das waren noch Auswirkungen von meiner jahrelangen Pilleneinnahme, die ich im April 2009 beendet hatte. Ja sogar Anfang des Jahres 2012 waren die Auswirkungen der Pille noch spürbar. Davon ließ ich mich allerdings nicht abhalten und hoffte einfach auf eine ausreichend lange und gute Gelbkörperphase. Und diese kam tatsächlich! Im folgenden Abschnitt erläutere ich dir meinen Schwangerschaftszyklus noch im Detail und du kannst ihn dir ansehen – ich habe ihn extra digitalisiert für dich 😉 , damit er schön anzusehen ist auf unserem Online-Blog. Damals habe ich überwiegend meine Zyklen per Hand mit einem Stift aufgezeichnet. Mein selbst erstelltes Zyklusblatt findest du in meinem eBook zum selber Ausdrucken sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die Zyklusbeobachtung zum Schwangerwerden anzuwenden, mit der ich auch schwanger geworden bin.

Basaltemperatur auswerten

Temperaturkurve mit Schwangerschaft – Meine erste Schwangerschaftskurve

So – nun kannst du hier meine Schwangerschaftskurve sehen. Am 18. Januar 2012 begann mein Zyklus mit meiner Menstruation und mein Eisprung lag um den 19. Zyklustag herum. Wahrscheinlich hat der Sex am 2. oder am 4. Februar zur Schwangerschaft geführt. Das war dann entweder drei Tage oder einen Tag vor meinem Temperaturanstieg. Statistisch gesehen ist die größte Chance, schwanger zu werden, einen Tag vor dem Temperaturanstieg. Da ich so auch schwanger geworden bin, kann ich dem nur zustimmen ;D. Das Interessante bei meinem ersten Schwangerschaftszyklus war, dass ich mir bereits 12 Tage nach meinem Temperaturanstieg sehr sicher war, schwanger zu sein. Denn 12 Tage lang war meine Temperatur sonst so gut wie nie oben. Als dann meine Temperatur auch noch auf einen echt hohen Wert anstieg, den ich in meinen früheren Zyklen so noch nie gemessen habe (37,35°C am 30.Zyklustag), meine Menstruation noch nicht eingesetzt, sowie auch keine Schmierblutung hatte und mein Brustspannen weiter anhielt, war es nur sehr logisch, dass ich schwanger sein musste. Dennoch kann es in der sehr frühen Schwangerschaft zu diversen Komplikationen kommen und ich wollte erstmal noch ein wenig länger abwarten bis ich es jemanden offiziell verkünde, dass ich schwanger bin. Marcus wusste es aber natürlich gleich von Anfang an :).

Schwangerschaftskurve NFP - 1.Kind

Meine NFP Schwangerschaftskurve beim 1. Kind

Fazit – Anhand der Temperaturkurve eine Schwangerschaft erkennen

Du siehst also, es ist sehr einfach, mithilfe der gemessenen Basaltemperaturkurve festzustellen, dass du schwanger geworden bist.  Streng genommen bräuchte keine Frau einen Schwangerschaftstest kaufen, wenn sie NFP macht. Es ist aber wichtig zu erklären, dass es nicht reicht, allein die Temperatur zu messen. Schließlich ergaben Studien, dass sich nur in ca. 52% der Zyklen die fruchtbaren Tage mit der reinen Temperaturmethode bestimmen lassen. Die Temperaturmethode hat zu strenge Regeln für die Auswertung der Temperaturkurve, da sie nur das Eisprungzeichen der Temperatur zu Bestimmung der fruchtbaren Tage nutzt (Single Check). Erst durch die Entwicklung der symptothermalen Methode, welche neben dem Eisprungzeichen der Temperatur noch zusätzlich den Zervixschleim oder Muttermund zur Bestimmung der fruchtbaren Tage nutzt (Double Check), brachte es die Lösung. Die Regeln für die Temperaturauswertung konnten durch die Kombinaton von Schleim und Temperatur zur Bestimmung der fruchtbaren Tage vereinfacht werden. Somit ließen sich in Studien 94,5% der Zyklen von Frauen, die die symptothermale Methode anwenden, die fruchtbaren Tage bestimmen. Die symptothermale Methode ist also Mainstream tauglich. Die symptothermale Methode konnte auch in schwierigen Zyklen überzeugen und so konnten selbst Frauen, die in Schichtarbeit arbeiten, in über 90% ihrer Zyklen die fruchtbaren Tage bestimmen. Das Erkennen der Schwangerschaft an der Temperaturkurve funktioniert nur, wenn man die Temperaturkurve auch auswerten kann. Hier ist die symptothermale Methode die deutlich bessere Methode, da nur sehr wenige Frauen regelmäßig mit der Temperaturmethode auswerten können. Eine Schritt für Schritt Anleitung in die symptothermale Methode mit Beispielzyklen und Lösungen sowie zahlreichen Bonuses zum Thema „natürlich schwanger werden“ und Erfahrungsberichten findest du in meinem eBook, das ich dir für den Einstieg in die Zyklusbeobachtung sehr empfehlen kann. Mit der richtigen Messweise der Basaltemperatur und der Beobachtung eines zweiten Eisprungzeichens wie z. B. dem Schleim, kannst du ganz leicht selbst herausfinden, wann deinen hochfruchtbaren Tage im Zyklus sind, an denen du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit schwanger werden kannst. Die symptothermale Methode erreicht in Studien eine Schwangerschaftsrate von 81% nach nur 6 Monaten. Im Vergleich dazu werden nur ca. 60% der Frauen ohne Anwendung einer konkreten Methode schwanger. Es lohnt sich also wirklich NFP zu machen und seine fruchtbaren Tage zu bestimmen. Du hast meine Schwangerschaftskurve von meiner ersten Schwangerschaft gesehen – ich bin dank NFP bis jetzt zweimal schwanger geworden. Es ist hierbei wirklich wichtig, dass du die Methode richtig anwendest, da es andernfalls zu falschen Schlussfolgerungen kommen kann und die Methode dann eben nicht oder nicht optimal funktioniert. In meinem eBook findest du alles, was du brauchst, um sofort mit der Zyklusbeobachtung zu beginnen. Wenn du dann deinen Zyklus dokumentierst und nach den bekannten NFP Regeln, die fruchtbaren Tage bestimmst, kann du ab dem 18. Tag mit erhöhter Temperatur sagen, dass du zu 99% schwanger geworden bist.

Ich wünsche dir alles Liebe auf deinem Weg zum Wunschkind!

Deine Anne

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