Coronavirus und Periode – Hat es einen Einfluss?

Coronavirus und PeriodeHat das Coronavirus einen Einfluss auf die Periode? Wir zeigen, ob die Corona Maßnahmen und Impfung den Menstruationszyklus beeinflussen können.

In Internetforen und sozialen Netzwerken wird heiß diskutiert, welchen Einfluss das Coronavirus, die Maßnahmen zur Minimierung der Pandemie und die Covid-19 Impfungen auf die Periode und den Zyklus haben. In diesem Artikel schauen wir uns die zentralen wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Coronavirus und Periode an und werden an einem realen Fallbeispiel einer Frau aufzeigen, ob und wie stark der Einfluss des Coronavirus auf die Periode, den Zyklus und die Fruchtbarkeit sein kann.

Welchen Einfluss haben die Corona Maßnahmen auf die Periode?

Nun wissen wir alle, dass insbesondere Stress und Veränderungen der Lebensumstände einen großen Einfluss auf den Zyklus haben. Doch welchen Einfluss haben die Corona Maßnahmen mit Lockdown, Kontakt-Beschränkungen u.a. auf den weiblichen Zyklus und die Periode? Hierzu wurde eine ausführliche Online Umfrage in sozialen Netzwerken gemacht, an der sich 1031 Frauen im mittleren Alter von ca. 36 Jahren (± 6,6 Jahre) beteiligten. Etwa 70% der Frauen nutzen eine Menstruationskalender App oder sonstige Zyklus-Apps, um ihren Menstruationszyklus zu tracken. Nur 23% wendeten zum Zeitpunkt der Umfrage hormonelle Verhütungsmittel an. Die Umfrage wurde im September 2020, also vor Einführung der Coronavirus Impfung, durchgeführt.

46% der Frauen bemerkten Veränderungen der Periode seit Pandemiebeginn

Seit Beginn der Pandemie Anfang des Jahres 2020 bis zum September 2020 bemerkten etwa 46% eine größere Veränderungen ihres Zyklus. Etwa 53% der Teilnehmenden bemerkten eine Verschlimmerung der PMS Symptome kurz vor der Periode.

18% erlebten eine Verlängerung der Periode

Für gewöhnlich dauert die Periode bei den meisten Frauen 2 bis 7 Tage. Etwa 18% der Teilnehmenden der Umfrage erlebten eine Menorrhagie – das heißt, dass ihre Periode plötzlich länger als 7 Tage lang war.

30% hatten schmerzhafte Regelblutungen

Ungefähr 30% der Frauen gab an, sehr starke Schmerzen, infolge der Corona Maßnahmen, zur Zeit der Periode gehabt zu haben.

Bei 9% der Frauen blieb die Periode aus

Etwa 9% der Frauen, die vorher eigentlich immer eine regelmäßige Menstruation hatten, berichteten, dass ihre Periode plötzlich mehrere Monate ausblieb.

45% der Frauen hatten geringe Libido

Die Corona Maßnahmen und Kontaktbeschränkungen hatten auch einen Einfluss auf die Libido. So gaben 45% der Frauen an, eine geringere Libido seit Beginn der Pandemie verspürt zu haben.

Keine Veränderung der mittleren Zykluslänge, aber mehr Zyklusschwankungen

Jetzt kommen wir zu einem Punkt, auf den ich später noch zurückkommen werden. Die mittlere Zykluslänge, wenn man den Durchschnitt aller Zykluslängen bildet lag bei 28 Tagen. Dies ist relativ normal, weil diese immer so bei 27 bis 29 Tagen liegen. Doch in der Statistik muss man auch die Abweichungen vom Mittelwert betrachten. Hier kalkuliert man mit einer normalen Schwankung von 23 bis 35 Tagen, weil die Zykluslänge einer gesunden Frau normalerweise in diesem Bereich liegt. Treten jedoch stärke Zyklusstörungen auf, so muss die Abweichung vom Mittelwert größer sein. Geht man über alle Frauen, so wich die Zykluslänge etwa einen Tag plus Minus von der normalen Schwankung ab. Aus diesem Grund weiß man, dass es schon eine Abweichung der Zyklen infolge Corona Impfung gab. Wie groß diese im Einzelfall war, kann man aus gemittelten statistischen Werten nicht erkennen.

Mittelung des Zyklus ist ungünstiges Mittel

Persönlich halte ich die Mittelung des Zyklus zur Untersuchung der Zyklusschwankung als eine sehr ungünstige Methode. Ich versuche die Probleme bei dieser Rechnung am Beispiel eines Würfels mit 6 Ziffern zu erklären. Würfelt man den Würfel etwa 1000 mal, so ergibt sich ein Mittelwert der Augenzahl zwischen 3 und 4. Dann sage ich noch, dass eine Schwankung der Zahlen zwischen 1 und 6 normal ist. Jeder weiß, dass wir aber auch mal eine 1 oder eine 6 würfeln und nicht nur eine 3 oder eine 4. Sprich die Mittelung sagt nichts über den individuellen Wurf aus.

Zyklusschwankungen müssen enorm gewesen sein

In der Umfrage kam jetzt eine Augenzahl von 28 Zyklustagen als Mittelwert heraus, super. Dann sagen die WissenschaftlerInnen, dass trotzdem der Zyklus zwischen 23 und 35 Tagen schwanken darf. Jetzt stellen sie trotz der großen Schwankungsbreite des natürlichen Zyklus sogar noch eine Abweichung fest… Das allein ist schon krass, weil die Schwankungsbreite riesig ist. Was das im Einzelfall bedeutet, sieht man schon an den 9% der Frauen, die ein Ausbleiben der Periode für mehrere Monate beobachtet hatten. Die Mittelung kann diese individuellen Herausforderungen der Menstruierenden nicht abbilden. Ich habe das so ausführlich aufgeführt, weil dieser Trick der Mittelung noch in einer anderen folgenden Studie sehr wichtig werden wird.

Was sind die Ursachen für die starken Veränderungen?

Trotz allem waren sich die WissenschaftlerInnen nach dieser Umfrage einig, dass die Coronavirus-Maßnahmen einen Einfluss auf den Zyklus und die Periode hatten. Also fragten sie genauere Risikofaktoren ab, die den Zyklus beeinflussen können. Es zeigte sich, dass sich der Stress der Frauen seit Pandemiebeginn stark erhöht hat.

Stress war Hauptursache für die Zyklusschwankungen

Infolge der vielen Ausfälle von MitarbeiterInnen mussten viele mehr Arbeiten und hatten somit mehr Arbeitsbelastung und Stress. Ebenso mussten viele Frauen noch parallel dazu Homeschooling ihr Kind bzw. ihre Kinder durchführen und haben sich, weil ja alle wichtigen Einrichtungen geschlossen waren, auch schlechter ernährt und weniger Sport gemacht. Einige Paare haben sich natürlich auch mehr gestritten, da der Alltag infolge der Maßnahmen nicht einfach war. Etwa 15% der Frauen gaben an, dass sie ein Krankheits- oder Todesfall in der Familie beeinflusst hat.

Kann die Coronavirus Impfung die Periode beeinflussen?

Es ist nicht einfach, in der heutigen Zeit einen Artikel über das Coronavirus zu schreiben. Nur selten findet man Quellen, deren Wahrheitsgehalt für einen langen Zeitraum gültig ist. Ebenso muss man sehr aufpassen, was man schreibt. Ich möchte daher vorab bemerken, dass ich keine Ärztin bin und hier nur nach bestem Wissen und Gewissen recherchierte Infos weitergeben möchte. Aus diesem Grund kann ich jeder Frau nur raten, immer bei gesundheitlichen Fragen einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen.

Wissenschaftliche Journale haben den größten Wahrheitsgehalt

Als Bloggerin, die jeden Tag für Artikel recherchiert, habe ich gemerkt, dass wissenschaftliche Journale in Zeiten der Pandemie den höchsten Wahrheitsgehalt haben. Interessanterweise waren sich die meisten WissenschaftlerInnen auf der Welt schon im März 2021 einig, dass es keine Herdenimmunität infolge der Impfung geben kann. Den Artikel „Five reasons why COVID herd immunity is probably impossible” im Nature Science Journal kann ich allen nur empfehlen, welche sich mit den wissenschaftlichen Fakten auseinandersetzen möchten. Alle Prognosen und Argumente in diesem Artikel sind wahr geworden… Er wurde zu einer Zeit verfasst, wo in allen Leitmedien in Deutschland inkl. Herr Lauterbach vom Erreichen der Herdenimmunität als Begründung für die Coronavirus Impfung gesprochen wurde.

Kann Vitamin D vor schwerem Verlauf schützen?

Vitamin D3 ist generell auch beim Thema Kinderwunsch wichtig, da es nachweislich die Schwangerschaftsrate und Fruchtbarkeit erhöhen kann. Nach aktueller Studienlage gibt es einen Zusammenhang zwischen Vitamin D Mangel und einem schweren Verlauf der Coronavirus Erkrankung. So stellen WissenschaftlerInnen in Italien bereits im Juni 2021 fest, dass mehr Menschen sterben und einen schweren Verlauf der Coronavirus Erkrankung haben, wenn Vitamin D im Mangel ist. Aus diesem Grund können wir Frauen mit einem Kinderwunsch aus Gründen der Fruchtbarkeit und zum Schutz vor einer schweren Coronavirus Erkrankung nur raten, ihren Vitamin D Spiegel testen zu lassen. Alles was du dazu wissen musst, findest du in unserem Artikel „Kann Vitamin D bei Kinderwunsch helfen?”.

#1 PEI Report meldet Fälle von Zyklusstörungen nach Covid-19 Impfung

Das Paul Ehrlich Institut veröffentlicht regelmäßig Berichte über mögliche Nebenwirkungen, die Infolge der Coronavirus Impfung aufgetreten sind. In der Ausgabe vom 31.07.2021 wurde ausführlich auf das Thema Zyklusstörungen infolge des Corona Virus eingegangen. Hier wurden 310 Fälle von Zyklusstörungen gemeldet, die sich meist kurz nach der Impfung besserten. Jedoch gaben sechs Frauen an, dass sie bleibenden Schäden des Zyklus infolge der Coronavirus Impfung hatten. Natürlich wird im Report darauf hingewiesen, dass es sich hierbei nur um Verdachtsmeldungen handelt. Schließlich kann der Zyklus ja durch zahlreiche andere Faktoren beeinflusst sein.

#2 Coronavirus Impfung hat Einfluss auf die Periode

Anfang 2022 erschien eine Studie aus Amerika mit 4000 gesunden Frauen zwischen 18 und 45 Jahren, um den Einfluss der Coronavirus Impfung auf die Periode zu untersuchen. Etwa 2400 Frauen in dieser Studie wurden geimpft und etwa 1600 Frauen waren ungeimpft. Man beobachtete die Frauen und ihren Zyklus zwischen 3 und 6 Monate. Die Mehrheit der Frauen erhielt mRNA Impfstoffe wie Pfizer-BioNTech vaccine (55%), Moderna (35%) und Johnson & Johnson/Janssen (7%).

Geringe Abweichungen der Zyklusdauer bei geimpften Frauen

Die Studie zeigte, dass die Impfung schon einen Einfluss auf den Zyklus hatte. Wie oben schon beschrieben, wurde wieder eine statistische Mittelung der Zykluslänge durchgeführt. So veränderte sich die Zyklusdauer der Geimpften gegenüber den Ungeimpften nach der ersten Impfung um 0,64 Tage, nach der zweiten Impfung um 0,79 Tage. Gab es die erste und zweite Impfung innerhalb desselben Zyklus verschob sich die Periode im Mittel sogar um 2,3 Tage.

Abweichungen sind klinisch nicht bedeutsam

Die Fachgesellschaft „International Federation of Gynecology and Obstetrics” sieht Veränderungen der individuellen Zyklusdauer unterhalb von 8 Tagen als normal an. Das heißt dass der Zyklus einer Frau sich mal 8 Tage z.B. infolge von Stress verschieben kann, ist normal und kein Zeichen von Erkrankung. Schließlich kann beispielsweise auch die Zyklusdauer beeinflussen. Jedoch bestätigt die Studie die Erfahrungen von Frauen, die behaupten, dass die Impfung gegen das Coronavirus einen Einfluss auf ihre Periode hatte.

Ursachen der Zyklusverschiebung

Die ForscherInnen gehen davon aus, dass die Zyklusstörung infolge einer Immunreaktion durch die Impfung zurückzuführen ist. Ein hochgefahrenes Immunsystem kann sich auf die Produktion der Hormone im Gehirn und Eierstock auswirken. Hierbei spielt vor allem die Produktion von Entzündungs-Proteinen eine Rolle, welche die Regulation der Menstruation stören kann.

Größten Einfluss früh in der Follikelphase

Den größten Einfluss der Impfung auf die Zykluslänge sei nach Angabe der WissenschaftlerInnen in der frühen Eireifungsphase zu finden, welche mit der Menstruation beginnt und mit dem Eisprung endet.

#2 Norwegische Studie bestätigt Störungen der Periode nach Coronavirus Impfung

In Norwegen wurde eine Studie mit ca. 5700 Frauen im Alter von 18 bis 30 Jahren durchgeführt. Die Frauen hatte ihre Menstruation mit einer App dokumentiert, in der man auch PMS Symptome wie Zwischenblutungen, Regelschmerzen oder Bluttungsstärke dokumentieren konnte. 90% der Teilnehmenden dieser Studie waren geimpft.

4 von 10 Frauen erleben eine Veränderung der Periode nach Impfung

Etwa 4 von 10 Frauen (37,5%) konnte eine Veränderung ihres Zyklus und der Periode infolge der Coronavirus Impfung bemerken. Etwa 13,6% der Frauen hatten eine stärkere Periodenblutung nach der ersten Impfung. Nach der zweiten Impfung berichteten ebenfalls etwa 15,3% der Frauen von stärkeren Blutungen. Ebenso interessant ist, dass von den Frauen, die Zyklusstörungen nach Impfung erlebten, etwa ⅔ abermals Zyklusstörungen nach der zweiten Impfung hatten. Die Veränderungen der Zyklusdauer waren ähnlich wie bei der Studie aus den USA – nicht klinisch relevant, aber vorhanden.

Hat das Corona Virus einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit?

Bisher zeigen die Studien keinen Effekt auf die Fruchtbarkeit von Mann und Frau, auch wenn die ForscherInnen zu bedenken geben, dass es theoretisch möglich ist. Jedoch hat man bisher in Studien nichts dazu gefunden. In meinen Recherchen habe ich über 50 Studien zu diesem Thema gelesen, keine einzige zeigte eine Einschränkung der Fruchtbarkeit nach Impfung. Beispielsweise untersuchte man in einer Studie die Fruchtbarkeit von Samenspendern. Hierzu prüfte man deren Ejakulat vor und nach der Impfung nach den üblichen Kriterien wie Anzahl der lebenden Spermien, Beweglichkeit und genetische Defekte. Man fand hier keine Hinweise auf die Verschlechterung der Spermienqualität.

Fallbeispiel: Eileiterschwangerschaft nach Booster

Nun bin ich als Fruchtbarkeitsexpertin ständig mit Frauen in Kontakt, die schwanger werden möchten. Somit hat mich auch eine Frau kontaktiert, die in ihrem Schwangerschaftszyklus eine Booster Impfung bekommen hat. Der Zyklus ist echt, aber die Daten der Frau sind zum Schutz der Privatsphäre der Person anonymisiert. Zur Vereinfachung werde ich die Frau als Maria bezeichnen.

Eileiterschwangerschaft nach Booster Impfung

Eileiterschwangerschaft nach Booster Impfung © Natürliche Fruchtbarkeit

Booster in früher Follikelphase

Tatsächlich hatte meine Klientin eine Booster-Impfung in der frühen Follikelphase am 3. Zyklustag. Wir haben von Maria sowohl den Zyklus vor der Impfung als auch den Zyklus nach der Impfung. Vor der Impfung hatte Maria am 23. Zyklustag ihre 1. höhere Messung. Somit hat der Eisprung nach der NFP zu 91% sicher vom 21. bis 24. Zyklustag stattgefunden. In diesem Zyklus ist die 1. höhere Messung am 26. Zyklustag also zwei Tage später. Das mögliche Eisprungfenster hat sich auf den 24. bis 27. Zyklustag verschoben. Wäre hier keine Schwangerschaft eingetreten, hätten wir vermutlich auch mit Periodenblutung einen verlängerten Zyklus gesehen. Schließlich ist die Gelbkörperphase nach dem Eisprung meist sehr konstant zwischen 10 und 16 Tagen.

Großer Einfluss auf die Zykluslänge

Laut der zitierten US Studie sehen wir gerade bei Impfungen in der frühen Follikelphase den größten Einfluss der Impfung auf den Zyklus. Darüber hinaus gab es nach Impfung in der Regel immer eine Verlängerung des Zyklus. Maria wurde ebenso wie die meisten Frauen in der US Studie mit Biontech Pfizer geimpft. Wir sehen auch noch andere Hinweise auf den Einfluss der Impfung oder Corona Maßnahmen in der Verlängerung der Blutungsdauer, welche über sieben Tage lang ist…

Eileiterschwangerschaft ein Zufall?

Höchstwahrscheinlich war die Eileiterschwangerschaft kein Zufall. Es bestanden einige Risikofaktoren, die eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter wahrscheinlicher machen. Zum Beispiel hat Maria einige Zyklus zuvor eine Abtreibung erlebt, was das Risiko für eine Schwangerschaft im Eileiter erhöht. Ebenso wissen wir aus wissenschaftlichen Untersuchungen, dass das Risiko für eine Eileiterschwangerschaft steigt, wenn die Frauen mit der Pille oder mit der Kupferspirale verhütet haben. Maria hat beides getan, aber dass ihr Zyklus auch möglicherweise unter dem Einfluss einer Impfung stand, kommt noch oben drauf.

Keine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit

In den Studien kam heraus, dass die Coronavirus Impfung die Fruchtbarkeit nicht negativ beeinflussen kann. Und auch Maria ist trotz Booster Impfung im selben Zyklus natürlich schwanger geworden. Somit bestätigt sie die Studienlage, die wir in renommierten Journals nachlesen können. Die Eileiterschwangerschaft kann auch auf die Risikofaktoren von Maria zurückgeführt werden. Trotzdem müssen wir festhalten, dass Maria im Zyklus der Eileiterschwangerschaft geboostert wurde. Es fehlt bisher eine wissenschaftliche Erklärung, ob eine Booster Impfung mit einer Eileiterschwangerschaft zusammenhängen kann.

Fazit

Ja, das Coronavirus hat einen Einfluss auf die Periode. Es ist jedoch nicht das Virus selbst, was einen Einfluss hat, sondern die Maßnahmen und die Impfungen. In Studien verschiedenster Journale konnten wir eindeutig Verschiebungen der Zykluslänge, Veränderungen der Periodendauer sowie Verstärkungen der Blutungsstärke und PMS Symptome nachweisen. Die meisten Zyklusstörungen waren von kurzer Dauer und regulierten sich innerhalb weniger Monate wieder.

Große Unsicherheit bei Risikogruppen

Die Studien sind jedoch noch nicht so aussagekräftig und sehr grobmaschig. Große Sorgen macht mir, dass ⅔ der Frauen mit Zyklusstörungen nach der Impfung abermals wieder nach einer Impfung Zyklusstörungen erleiden. Ebenso sind spezielle Studien bei Endometriose, PCOS oder ernsthaften anderen Zykluserkrankungen ratsam. Schließlich ist es gerade bei diesen Frauen besonders gefährlich, wenn sich z. B. Blutungsstärke oder PMS Symptome verschlimmern. Dies ist vielleicht auch der Grund, warum die europäische Arzneimittelbehörde nun weitere detaillierte Studien zu den Zyklusstlörungen, Änderungen der Blutungsstärke der Periode sowie dem Ausbleiben der Periode (Amenorrhoe) nach Impfung durchführen möchte.

Keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit

Bisher gibt es sowohl bei Männern als auch den Frauen keine wissenschaftlichen Belege für eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit. Sogar erste Studien zur Schwangerschaftsrate bei IVF von Geimpften im Vergleich zu Ungeimpften zeigen keine Auffälligkeiten. Falls ihr hier andere Studien oder Belege findet, könnt ihr mich gern kontaktieren.

Quellen

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[3] Trogstad L. Increased Occurrence of Menstrual Disturbances in 18- to 30-Year-Old Women after COVID-19 Vaccination (January 1, 2022). http://dx.doi.org/10.2139/ssrn.3998180

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