Oligomenorrhoe und Kinderwunsch – Was tun?

Oligomenorrhoe

Oligomenorrhoe bei Kinderwunsch © Natürliche Fruchtbarkeit

Du hast häufiger unregelmäßige Zyklen und Kinderwunsch? Ich zeige dir, was du bei Oligomenorrhoe tun kannst, um schneller schwanger zu werden. 

In einem anderen Beitrag von uns wurde schon darüber berichtet, dass ein normaler Zyklus in der Regel 23 bis 35 Tage dauert. Es handelt sich um eine Oligomenorrhoe, wenn mindestens vier Zyklen im Jahr länger als 35 Tage im Jahr dauern. Aktuelle Studien zeigen, dass etwa 13,5% der Frauen von einer Oligomenorrhoe betroffen sind. Viele Frauen nehmen diese Symptome nicht ernst und fragen sich erst während ihrer Kinderwunschzeit, warum sie nicht schwanger werden. In diesem Artikel geht es um die wesentlichen Ursachen sowie Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung bei einer vorhandenen Oligomenorrhoe. Am Ende des Artikels kannst du dir an einem realen Fallbeispiel einer Frau mit PCOS und Oligomenorrhoe anschauen, wie du u.U. schneller schwanger werden kannst.

Was sind die häufigsten Symptome einer Oligomenorrhoe?

Nun als erstes gehört es dazu, die häufigsten Symptome einer Oligomenorrhoe zu kennen. Gerade bei einem unerfüllten Kinderwunsch ist es von enormer Bedeutung, da Studien aus China mit fast 13.000 Teilnehmenden zeigen, dass Frauen mit Oligomenorrhoe deutlich schwerer schwanger werden. Wird die Oligomenorrhoe nicht erkannt, wird sie nicht behandelt und das ist meist nicht empfehlenswert, wenn du schnell schwanger werden möchtest.

#1 Zykluslänge ist länger als 35 Tage und weniger als 9 Perioden im Jahr

Viele Frauen brechen schon in Panik aus, wenn sie einmalig eine Periodendauer länger als 35 Tage haben. Doch das ist meist ganz normal und nicht problematisch. Interessant wird es erst, wenn du weniger als neun Perioden im Jahr hast. Dies bedeutet dann nämlich, dass du häufiger eine längere Zyklusdauer hast. In diesem Fall solltest du den Ursachen deiner Oligomenorrhoe auf den Grund gehen.

#2 Periodenblutungen sind leichter oder stärker als gewöhnlich in unregelmäßigen Zyklen

Die normale Periode dauert zwischen 2 und 7 Tagen, wobei der zweite bis dritte Tag bei den meisten Frauen der Tag mit der stärksten Blutungsdauer ist. Sollte deine Periode in unregelmäßigen Zyklen schwächer oder viel stärker als normalerweise sein, ist das ein weiteres Zeichen für eine Oligomenorrhoe. Ebenso ist die Blutungsdauer entscheidend – dauert deine Periode häufiger länger als 7 Tage, lohnt es sich, der Sache nachzugehen.

#3 Achte auf PMS und Blut

Zugegeben, für eine Frau, die keine Ahnung von ihrem Zyklus hat, ist die Interpretation von Blut, Schleim und PMS Symptomen eher schwierig. Jedoch sollte man bei blutigem Ausfluss außerhalb der Periode genauer hinschauen. In unserem Artikel „Blutiger Ausfluss – Was bedeutet er?” kannst du mehr darüber erfahren, wie du krankhaften Ausfluss von gesunden Vaginalschleim unterscheiden kannst.

Hauptsächliche Ursachen einer Oligomenorrhoe

Es gibt wirklich eine lange Liste von Erkrankungen, die zu einer Oligomenorrhoe führen können. Ich möchte den Artikel nicht überstrapazieren, da er einen kleinen Einblick geben, aber niemals eine medizinische Abhandlung ersetzen kann. Deshalb werde ich mich aus Gründen der Übersichtlichkeit wie nach dem Pareto Prinzip auf die häufigsten Ursachen einer Oligomenorrhoe konzentrieren.

#1 PCO Syndrom

Etwa 5 bis 10% der Frauen sind an der Stoffwechselstörung PCOS erkrankt, bei der sich unter anderem Zysten im Eierstock befinden. Diese Zysten können zu einer verlängerten Eireifung führen, welche bei vier von 10 PCOS Frauen zu einer Oligomenorrhoe führt.

#2 Leistungssport, Essstörungen und Diäten

Hohe Körperliche Belastungen, sowie häufige Veränderung des Gewichts infolge von Essstörungen wie Magersucht und Bulimie und Diäten sind pures Gift für den natürlichen Zyklus. Somit ist es kein Wunder, dass etwa 6 von 60 aktiven Sportlerinnen an einer Oligomenorrhoe leiden und die Kinderplanung meist nach der aktiven Karriere geschieht.

#3 Oligomenorrhoe nach Pille

Etwa 50% der Frauen haben unregelmäßige Zyklen nach dem Absetzen der Pille oder anderen hormonellen Verhütungsmethoden. Ursache ist hier, dass der Körper die künstlichen Hormone im Körper erst ausscheiden muss. Hierbei kann es bei der Entgiftung zur Überforderung kommen. Meist regulieren sich die Zyklen innerhalb eines Jahres wieder. Falls dies nicht der Fall ist, suche bitte eine gynäkologische Praxis auf, um die Ursachen abzuklären. Mehr zu diesem Thema erfährst du in unserem Artikel „Post-Pill-Amenorrhoe”.

#4 Erkrankungen der Schilddrüse

Eine Erkrankung der Schilddrüse kann, wenn sie unbehandelt bleibt, auch großen Einfluss auf den Zyklus haben. So ist auch bei einer Schilddrüsenüber- und unterfunktion eine Oligomenorrhoe möglich. Meisten treten dann noch weitere Symptome wie eine Vergrößerung der Schilddrüse, Lethargie etc. auf.

#5 Wechseljahre

Klar in den Wechseljahren verabschiedet sich Schritt für Schritt der natürliche Zyklus. Selbstverständlich ist die Blutung meist nicht von heute auf morgen verschwunden. Es ist eher ein langer Prozess bei dem unregelmäßige Zyklen mit längeren Phasen ohne Blutung normal sind. Hier treten ebenso meist weitere Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen u.a. auf.

#6 Stress

Stress kann den Zyklus maßgeblich beeinflussen. Stresshormone blockieren den Ablauf des natürlichen Zyklus, so erleben viele Frauen unter Stress eine verlängerte Eireifungsphase. Ist der Stress bei der Frau dauerhaft vorhanden, kann es zur Oligomenorrhoe kommen.

#7 Genetische Ursachen

Auch genetische Defekte wie das Turner Syndrom, Fragiles X-Syndrom u.a. können zu einer primären Ovarialinsuffizienz, bei der die Eierstöcke nicht mehr richtig arbeiten, und damit verbunden auch zu einer Oligomenorrhoe führen.

#8 Diabetes

Eine unbehandelte Diabetes Erkrankung sowie die erbliche bedingte Diabetes sind Erkrankungen, die den Zyklus beeinflussen können. Hier treten meist weitere Symptome wie das ständige Durstgefühl, Müdigkeit u.a. auf.

#9 Tumore und Krebsbehandlung

Tumore und Krebserkrankungen vor allem in den Eierstöcken oder im Gehirn können den Zyklus derart stören, dass die Periode von Zeit zu Zeit ausbleibt. Das gleiche kann auch unter einer Chemotherapie infolge der Medikation geschehen. Bei einer Krebserkrankung treten noch weitere Symptome wie Verdauungsstörungen, Schmerzen im Bauch u.a. auf.

#10 Weitere Ursachen

Natürlich gibt es noch viele weitere Ursachen wie das Cushing Syndrom, ‌Prolaktinom, Angeborene Nebennierenhyperplasie, Beckenentzündung u.a., die eine Oligomenorrhoe auslösen können.

Diagnose einer Oligomenorrhoe

Aufgrund der zahlreichen Ursachen und möglichen Erkrankungen, die unregelmäßige Zyklen zur Folge haben können, ist die genaue Diagnose gar nicht so einfach.

#1 Anamnese und grobe körperliche Untersuchungen

Natürlich wird in einer gynäkologischen Praxis zuerst eine Art Vorgespräch durchgeführt, um die Symptome sowie die Vorgeschichte der Patientin aufzunehmen. Hier erfolgen auch schon einige körperliche Untersuchungen, wo z. B. eine vergrößerte Schilddrüse bei einer Schilddrüsenerkrankung etc. festgestellt werden kann.

#2 Hormontest im Blut

Sehr viele Erkrankungen zeigen sich im Blut. Ein Blick auf den TSH Wert gibt bei Werten außerhalb des Normbereiches Hinweise auf eine Schilddrüsenerkrankungen. Aus dem FSH, LH, AMH Wert und Testosteron können Rückschlüsse auf eine PCOS Erkrankung oder andere hormonelle Erkrankungen wie die primäre Ovarialinsuffizienz geschlossen werden. Bei einem Blick auf den Blutzuckerspiegel findet man auch leicht Hinweise auf eine Diabetes Erkrankung etc.

#3 Untersuchungen vom Spekulum, Ultraschall und MRT

Untersuchungen des Spekulums sind wichtig, um Wucherungen, Myome etc. festzustellen, die zu unregelmäßigen Zyklen führen können. Ultraschalluntersuchungen sind generell sehr hilfreich, um zum Beispiel Hinweise auf Zysten oder Tumore im Eierstock festzustellen. Bei Fehlbildungen der Geschlechtsorgane oder Hinweise auf Ursachen im Gehirn, muss meist ein MRT oder CT durchgeführt werden.

#4 Zyklusdiagnostik und Zyklusmonitoring

Bei Kinderwunsch ist das Zyklusmonitoring und eine ausführliche Zyklusdiagnostik mit NFP erforderlich. Beim Zyklusmonitoring werden gezielte Hormon- und Ultraschalluntersuchungen in bestimmten Zyklusphasen durchgeführt. Bei der Zyklusdiagnostik werden die Temperaturkurven und der Schleimverlauf betrachtet. Beide Untersuchungen dienen dazu, herauszufinden, ob die Frau einen Eisprung und eine normale Länge der Gelbkörperphase hat. Dies ist notwendig, um die entsprechend notwendige Kinderwunsch-Therapie zu planen.

Behandlung von Oligomenorrhoe

Nun ist klar, dass die Behandlung immer sehr individuell ist und von der jeweiligen Ursache der Oligomenorrhoe abhängig ist.

Änderung der Ernährung und des Lebensstils

Im Fall, dass die Oligomenorrhoe auf Stress, eine Essstörung o.ä. zurückgeht, ist eine Veränderung der Ernährung oder des Lebensstils eine Lösung. Autogenes Training, Yoga, Meditation und vielleicht auch ein Jobwechsel können gegen Stress wirksam sein. Auch die Symptome von Diabetes oder PCOS können mit Ernährungsumstellungen als Begleittherapie behandelt werden.

Hormonelle Therapie und Medikamente

Zahlreiche Ursachen für die Oligomenorrhoe wie z. B. Diabetes, PCOS, Erkrankungen der Nebenniere, Schilddrüse oder Wechseljahresbeschwerden können in der Regel durch eine spezielle Hormontherapie oder spezielle Medikamente begleitet werden. Beispielsweise therapiert man eine Schilddrüsenüberfunktion mit speziellen Medikamenten (Thyreostatika), die die Produktion von Schilddrüsenhormonen hemmen.

TCM und Alternativmedizin

In ganz vielen Fällen kann die traditionelle chinesische Medizin (TCM) bei Oligomenorrhoe hilfreich sein. So wird sie bei Schilddrüsenerkrankungen, PCOS, Nebennierenerkrankung und vielem mehr eingesetzt, um die Beschwerden zu lindern. In einer Überblicksstudie mit etwa 2600 Frauen konnte deutlich gezeigt werden, dass die TCM bei Oligomenorrhoe helfen kann.

Operation und chirurgische Eingriffe

Klar, bei Tumoren, Prolaktinom oder Myomen kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein, um die Krankheit zu stoppen oder einzudämmen.

Fallreport: Schwanger trotz Oligomenorrhoe und PCOS

Ich möchte kurz einen Fall einer meiner Klientinnen vorstellen, die trotz einer Oligomenorrhoe und PCOS schwanger geworden ist. Die Frau möchte anonym bleiben, daher werden wir ihren Namen anonymisieren und sie einfach Marissa nennen. Der Zyklus und die damit verbunden Fakten zum Kinderwunsch sind allerdings real und sind so passiert.

Vorgeschichte von Marissa

Eine Frau meldete sich im Jahr 2013 mit einer PCOS Diagnose und Kinderwunsch bei uns. Marissa litt an einer starken Oligomenorrhoe infolge einer PCOS Erkrankung – ihre Zyklen waren zwisch 50 und 90 Tagen lang. Die Ärzte rieten ihr zur Reproduktionsmedizin, doch Marissa wollte es natürlich probieren.

Fruchtbare Tage bestimmen mit NFP

Wir rieten Marissa dazu, zuerst ihren Zyklus mit der NFP Methode aufzuzeichnen. Hierbei stellte sich heraus, dass sie zwar sehr lange Zyklen, aber einen Eisprung hatte. Somit rieten wir ihr dazu, den Eisprung und die fruchtbaren Tage nun künftige mit der NFP Methode zu bestimmen und an den hochfruchtbaren Tagen Sex zu haben.

Schwangerschaftszyklus der PCOS-Frau mit verlängerter Eireifungsphase

Marissa befand sich im 5. Anwendungszyklus, der mit einer Menstruationsblutung am 3. Januar 2014 begann. Man sieht, dass die Eireifungsphase deutlich verlängert ist, da bis zum 40. Tag immer noch kein Eisprung stattgefunden hat. Aufgrund von späterer Messung am 8. Zyklustag und Alkohol am Vorabend, wurden zwei Temperaturwerte ausgeklammert. Dies wird gemacht, wenn ein Ereignis das Messergebnis der Temperatur beeinflussen kann.

PCOS - Schwangerschaftskurve

PCOS Schwangerschaftskurve – Teil 1 © Natürliche Fruchtbarkeit

Zervixschleim ist das wichtigste Eisprunganzeichen

Gerade bei PCOS ist der Zervixschleim das wichtigste Eisprunganzeichen. Schließlich ist der Zervixschleim ein Östrogenmarker und dieses Hormon verändert sich gerade vor dem Eisprung sehr stark. Interessant sind für Frauen mit PCOS vor allem die Tage, an denen sie Zervixschleim sehen – an diesen sollten sie Sex haben, um mit hoher Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden. Marissa hat am 43. Zyklustag sichtbaren Zervixschleim, also ist das hier die beste Zeit zum Schwangerwerden.

Eisprung im Bereich von 48. bis 51. Zyklustag

Mit der NFP Methode kann man den Eisprung zu 91% sicher bis auf vier Tage genau eingrenzen. Hierzu muss die Basaltemperatur einen eindeutigen Anstieg haben und der Zervixschleim muss einen Umschwung erleben. Nach den NFP Regeln hat der Eisprung von Marissa vom 48. bis 51. Zyklustag stattgefunden. In diesem Zeitraum hatte Marissa einmal Sex am 49. Zyklustag. Dieser Sex war wahrscheinlich der entscheidene, da Marissa nun auf natürlichem Weg schwanger geworden ist.

Oligiomenorrhoe - schwangerschaftszyklus bei PCOS

Schwangerschaftszyklus einer Frau mit Oligomenorrhoe und PCOS

Schwangerschaft erkennen und mit NFP errechnen

Mit der NFP Methode kann man eine Schwangerschaft ohne Schwangerschaftstest erkennen, sowie den Geburtstermin bestimmen. Normalerweise dauert die Gelbkörperphase nach dem Eisprung etwa 10 bis 16 Tage. Anschließend tritt die Menstruation wieder ein, falls keine Spermien zur richtigen Zeit und am richtigen Ort war da waren, und ein neuer Zyklus beginnt. Hat die Eizelle sich allerdings zur Eisprungzeit mit einer Spermie vereinigt, bleibt die Menstruation meist die komplette Schwangerschaft aus. Nach den NFP Regeln ist man zu 99% sicher schwanger, wenn die Basaltemperatur in der Gelbkörperphase mindestens 18 Tage lang erhöht ist. Dies war im Beispiel-Zyklus am 67. Zyklustag der Fall. An diesem Tag wusste Marissa also ganz genau, dass sie schwanger geworden ist.

Geburtstermin nach Zeugung bestimmen

Nach den bekannten NFP Regeln kann man anhand der wahrscheinlichen Zeugung den Geburstermin berechnen. Der errechnete Termin mit der NFP Methode war am 14.11.2014. Wir haben leider keine Information, wann die wirkliche Geburt von Marissa letztendlich stattgefunden hat. Jedoch wissen wir, dass es Marissa und ihrem Baby gut geht und sie eine normale Schwangerschaft und Geburt erlebt hat.

Fazit

Eine Oligomenorrhoe tritt dann auf, wenn die Periodendauer regelmäßig über 35 Tage lang ist. Die Ursachen können hier sehr verschieden sein, aber gerade bei Kinderwunsch sollte man diesen auf den Grund gehen.

Bitte gehe zum Arzt, wenn du Anzeichen für eine Oligomenorrhoe hast

Werden die Ursachen nicht behandelt, kann das ernsthafte Folgen haben. Man stelle sich mal vor, was passieren kann, wenn eine Diabetes, Schilddrüsenerkrankung, Essstörung oder Krebserkrankung länger unbehandelt bleibt. Ebenso besteht bei Oligomenorrhoe ein höheres Risiko einer Osteoporose, da die Zyklushormone mit dem Knochenaufbau zusammenhängen. Wir können daher allen Betroffenen nur raten, bei den typischen Symptomen für Oligomenorrhoe zum Arzt oder zur Ärztin zu gehen und die Ursachen checken zu lassen.

NFP kann bei langen Zyklen helfen

Die meisten Zykluscomputer versagen ab einer bestimmten Zykluslänge. Beispielsweise wird die Anwendung des cyclotest myWay nur bis zu einer Zykluslänge von 45 Tagen empfohlen. Auch Ovulationstests sind für die Bestimmung des Eisprungs ungeeignet, denn hier stellt sich die Frage, wie viel das bei einem 60 bis 90 Tage Zyklus kosten soll und wie aufwendig es sein soll. Die NFP Methode ist somit die einzige Methode, die preiswert den Eisprung bei sehr langen Zyklen zuverlässig eingrenzen kann. Ebenso kann man eine Schwangerschaft ohne Test erkennen und den Geburtstermin nach Zeugung mit NFP berechnen.

Wie kann ich die NFP Methode erlernen?

Du möchtest auch wie Marissa versuchen, auf natürlichem Weg mit der NFP Methode trotz Oligomenorrhoe schwanger zu werden? In diesem Fall empfehle ich dir unser eBook „WANN BIN ICH FRUCHTBAR?“ zu lesen.

Schritt für Schritt Anleitung in die NFP Methode

Dieses enthält eine Schritt für Schritt Anleitung in die symptothermale Methode inkl. Übungszyklen + Lösungen. Darüber hinaus wird darin auch ganz genau erklärt, wie du den Eisprung mit NFP bestimmen, eine Schwangerschaft ohne Test erkennen und den Geburtstermin berechnen kannst.

Mit Zyklusdiagnostik die Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch eingrenzen

Im eBook findet sich auch ein ausführliches Kapitel zur Zyklusdiagnostik, mit dem du die Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch eingrenzen kannst.

15 Erfolgsgeschichten von Frauen, die mit NFP schwanger geworden sind

Zuletzt sind auch 15 Erfolgsgeschichten von Frauen enthalten, welche mit NFP trotz PCOS, Endometriose, Zykluschaos nach Pille, Gelbkörperschwäche, Schilddrüsenunterfunktion, langer Wartezeit u.a. schwanger geworden sind.

Zitat zum Schluss

Ich möchte diesen Artikel mit einem Zitat von dem ehemaligen amerikanischen Baseball Profi Yogi Berra beenden, welcher einst sagte:

„Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.“

Ja, man muss bei einem längeren Zyklus mehr Geduld mitbringen, da man weniger Zyklen mit Eisprung im Leben produziert. Eine Frau mit normal langen Zyklus produziert etwa 400 fruchtbare Zyklen mit Eisprung im Leben. Eine Frau mit 60 Tagen Zykluslänge nur etwa 200. Trotzdem zeigen Studien, dass Frauen mit PCOS beispielsweise genauso häufig kinderlos sind, wie Frauen ohne PCOS.

Ein längerer Zyklus bedeutet nicht, dass du nicht schwanger werden kannst

Ein längerer Zyklus bedeutet nicht, dass man keinen Eisprung hat und nicht auf natürlichem Weg schwanger werden kann. Es bedeutet, dass man u.U. länger auf sein Wunschkind warten muss. Innerhalb von 12 Zyklen werden die meisten Frauen auf natürlichem Weg schwanger. Jedoch ist es erst vorbei, wenn es vorbei ist. Bei einer Frau mit einer Oligomenorrhoe und einem 60 Tage Zyklus, dauert es halt dann zwei Jahre bis sie diese 12 Zyklen vorbei sind. Sie müssen also u.U. eine längere Zeit zum Schwangerwerden einplanen. In diesem Sinne wünsche ich dir alles Gute auf deinem Weg zum Wunschkind.

Quellen

[1] Riaz Y, Parekh U. Oligomenorrhea. [Updated 2021 Dec 28]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2022 Jan-. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK560575/

[2] He, Yilei et al. “Prevalence of oligomenorrhea among women of childbearing age in China: A large community-based study.” Women’s health (London, England) vol. 16 (2020): 1745506520928617. doi:10.1177/1745506520928617

[3] West S, Vähäsarja M, Bloigu A, Pouta A, Franks S, Hartikainen AL, Järvelin MR, Corbett S, Vääräsmäki M, Morin-Papunen L. The impact of self-reported oligo-amenorrhea and hirsutism on fertility and lifetime reproductive success: results from the Northern Finland Birth Cohort 1966. Hum Reprod. 2014 Mar;29(3):628-33. doi: 10.1093/humrep/det437. Epub 2013 Dec 8. PMID: 24324025.

 

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