Endometriose Ernährung bei Kinderwunsch

Endometriose Ernährung

Endometriose Ernährung © Natürliche Fruchtbarkeit

Wie lautet die optimale Endometriose Ernährung bei Kinderwunsch? Ich zeige dir, welche Lebensmittel du bei Endometriose essen und meiden solltest.

Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der gebärmutterähnliche Zellen (Endometrioseherde) außerhalb der Gebärmutter wachsen. Dies führt häufig zu Schmerzen im Beckenbereich, die während der Periode ihren Höhepunkt erreichen. Studien gehen davon aus, dass etwa 10 % der Frauen von Endometriose betroffen sind und etwa 30 % dieser Frauen eine eingeschränkte Fruchtbarkeit haben, die zu unerfülltem Kinderwunsch führen kann. 

Klassische Endometriose Behandlung funktioniert bei Kinderwunsch nicht

Normalerweise wird die Endometriose entweder mit OPs behandelt, wo entsprechende Endometrioseherde herausoperiert werden. Oder aber es wird eine hormonelle Therapie gemacht, wo ähnlich wie bei der Pille der Körper in dem Zustand der Gelbkörperphase bzw. ähnlicher Hormonlage wie in der Schwangerschaft gehalten wird. Diese hormonelle Therapie kann man natürlich bei Kinderwunsch nicht anwenden, denn wenn der Eisprung unterdrückt wird, dann kommen Eizelle und Spermien nicht mehr zusammen. Folglich kann man nicht natürlich schwanger werden, wenn man hier den konventionellen Weg geht. Aus diesem Grund versuchen immer mehr Frauen mit einem Kinderwunsch, ihre Endometriose auf natürlichem Weg zu behandeln. Hierbei ist es ein Ansatz, die Endometriose Ernährung zu finden, die die Symptome vermindert und die Ausbreitung der Erkrankung stoppt. In diesem Artikel möchten wir anhand von Studien aufzeigen, welche Lebensmittel man bei Endometriose essen und meiden sollte. 

Endometriose Ernährung – diese Lebensmittel solltest du meiden

Man untersucht seit vielen Jahren die Ursachen, wie es überhaupt zu einer Endometriose-Erkrankung kommt. Hierbei stellte man fest, dass sich bestimmte Lebensmittel förderlich für eine Endometriose-Erkrankung und deren Verlauf zeigen. 

#1 Fastfood 

In einer Studie mit fast 600.000 Frauen über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten fand man heraus, dass die Ernährung mit Fastfood die Entstehung von Endometriose fördert. Die Hauptursache sind hier Transfette, die sich im Fast Food befinden und ungesund sind.

#2 Rotes Fleisch

Weitere Untersuchungen zeigen, dass der Konsum von rotem Fleisch häufiger mit einer Endometriose Erkrankung in Zusammenhang gebracht werden kann. Somit sollte man bei einer Endometriose Erkrankung rotes Fleisch meiden.

#3 Gluten

In einer Untersuchung mit 207 Frauen, die an Endometriose erkrankt sind, versuchte man die Wirkung von Gluten auf typische Symptome wie Schmerzen im Beckenboden zu erforschen. Hierbei erlebten 75 % der Frauen, welche auf Gluten in ihrer Ernährung verzichteten, eine Linderung der Schmerzen. Gluten befindet sich zunehmend in Weißmehlspeisen wie Brot, Nudeln und vielem mehr. Jedoch gibt es mittlerweile sehr gute Alternativen wie beispielsweise Nudeln aus Kichererbsen, Linsen etc. Ebenso kann man auch Brote aus Buchweizen oder anderen glutenfreien Mehlen selbst backen oder kaufen.

#4 Kaffee und Alkohol

Es gibt mittlerweile mehrere Studien, die zeigen, dass der Konsum von Kaffee eine Endometriose Erkrankung fördert. Hierbei gilt sogar, je mehr Kaffee konsumiert wird, desto höher sind die Chancen, an Endometriose zu erkranken. Bei Alkohol sieht es ähnlich aus, sodass man auf jeden Fall auf diese Lebensmittel bei Endometriose und Kinderwunsch verzichten sollte. 

Endometriose Ernährung – diese Lebensmittel kannst du essen

Wer die Symptome von Endometriose lindern möchte, der muss sich klarmachen, wie sie entstehen. Häufig kommen die schlimmen Schmerzen von Entzündungen im Körper. Somit gilt es, sich so ausgewogen zu ernähren, dass Entzündungen weitgehend vermieden werden. Hierbei haben zahlreiche Studien ergeben, dass der Fodmap Diätplan bei vielen Frauen mit einer Endometriose-Erkrankung helfen kann. Dieser sieht im Speiseplan vier Gruppen von Lebensmitteln vor, die von fast allen Experten bei Endometriose als sinnvoll angesehen werden.

Faserhaltige Lebensmittel

Generell sind faserhaltige Lebensmittel wahre Entzündungshemmer und so wird bei Endometriose von fast allen Experten empfohlen, viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte wie Kichererbsen Bohnen und Erbsen sowie Vollkornprodukte zu essen. 

Eisenhaltige Speisen

Eisenreiche Lebensmittel wie dunkles Blattgemüse mit Brokkoli, Bohnen, angereichertem Getreide, Nüsse oder Samen sind ebenfalls bei Endometriose empfehlenswert, weil sie entzündungshemmend wirken und zahlreiche Vitamine enthalten. 

Lebensmittel, die Omega 3 enthalten

Omega-3 Fettsäuren sind sehr wichtig für den Zellaufbau und die Zellregeneration. Leider nehmen wir infolge unserer westlichen Ernährung zu wenig Omega 3 Fettsäuren zu uns, was Entzündungsherde unterstützt. Aus diesem Grund empfehlen viele Ernährungswissenschaftlern und Ernährungswissenschaftlerinnen nicht nur bei Endometriose mindestens einmal pro Woche Fisch zu essen. Auch in Chia und Leinsamen sind wichtige Omega 3 Fettsäuren enthalten, die für unseren Stoffwechsel wichtig sind.

Antioxidantien

Speisen, die viele Antioxidantien enthalten, können Entzündungen im Körper von vornherein mildern oder die Entstehung verhindern. Zu ihnen gehören buntes Obst und Gemüse sowie Orangen, Beeren, dunkle Schokolade, Spinat und Rüben.

Die richtigen Nahrungsergänzungsmittel bei Endometriose

Neben der gesunden Ernährung mit guten Lebensmitteln, weisen mehrere Studien darauf hin, dass Supplements bzw. Nahrungsergänzungsmittel bei Endometriose helfen.

Vitamin E und Vitamin C überzeugen in Studien

In einer Studie mit 59 Frauen, die an Endometriose erkrankt sind, wurde der Einfluss von Vitamin E und Vitamin C erforscht. Hierzu schaute man sich die Schmerzen und Entzündungen vor und nach einer Vitamin C und Vitamin E Supplementierung an. Die Teilnehmerinnen der Studie nahmen hierfür übrigens täglich eine Dosis von 1200 internationalen Einheiten (IE) Vitamin E und 1000 IE Vitamin C ein. Im Ergebnis konnte eine Verringerung der chronischen Beckenschmerzen und eine Abnahme der Entzündungen nachgewiesen werden.

Zink in Kombination mit Vitamin A, C und E

In einer weiteren Studie schaute man sich die Wirkung von den Supplements Zink in Kombination mit Vitamin A, C und E an. Monatlich wurden zur Prüfung der Wirkung die Marker der oxidativen Stressmarker im Blutplasma untersucht. Es wurden bei der Studie etwa 83 an Endometriose erkrankte Frauen untersucht, die jeweils in zwei Gruppen eingeteilt wurden. In der einen Gruppe nahm man die Supplemente ein und in der anderen nicht. Im Ergebnis konnte man nach zwei Monaten in der Supplement-Gruppe eine deutliche Verbesserung der Blutwerte und eine Reduzierung des oxidativen Stresses nachweisen.

Vitamin D3

In einer großangelegten Untersuchung mit über 700.000 Frauen schaute man sich das Risiko an, an Endometriose zu erkranken, mit und ohne Vitamin D3 Supplements. Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass unter der regelmäßigen Einnahme von Vitamin D3 die Zahl der Endometriose Erkrankungen prozentual zurückging. 

Bitte besuche eine Ernährungsberatung

In diesem Artikel haben wir einige wichtige Infos zur Endometriose und Ernährung mit dir geteilt. Jedoch sollte dir klar sein, dass dieser Artikel nur einen Überblick bietet und keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Ebenso kann keine Handlungsempfehlung daraus abgeleitet werden, da jeder Fall von Endometriose individuell zu betrachten ist. Aus diesem Grund kann ich dir bei Endometriose Erkrankung nur empfehlen, eine Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen. Dort erstellt man mit dir einen Speiseplan, den du auch durchhalten kannst und der die Endometriose Erkrankung lindert. Auf Youtube haben wir die bekannte Ernährungsexpertin und Autorin des Bestseller-Buches *„Endometriose und Ernährung” Britta Kaiser interviewt, die noch weitere Tipps für dich parat hat.

Welche Erfahrungen hast du bei der Ernährung und natürlichen Therapie der Endometriose gemacht? Schreib es doch in die Kommentare. Wir wünschen dir auf diesem Weg alles Gute auf deinem Weg zum Wunschkind!

Quellen

[1] Hudson N. The missed disease? Endometriosis as an example of ‚undone science‘. Reprod Biomed Soc Online. 2021 Aug 13;14:20-27. doi: 10.1016/j.rbms.2021.07.003. PMID: 34693042; PMCID: PMC8517707.

[2] Fritz Nagele: Endometriose – Ein unterschätztes Leid? In: J Gynäkol Endokrinol. 3, 2009, S. 45–46, kup.at (PDF; 343 kB)

[3] Stacey A. Missmer, Jorge E. Chavarro, Susan Malspeis, Elizabeth R. Bertone-Johnson, Mark D. Hornstein, Donna Spiegelman, Robert L. Barbieri, Walter C. Willett, Susan E. Hankinson, A prospective study of dietary fat consumption and endometriosis risk, Human Reproduction, Volume 25, Issue 6, 1 June 2010, Pages 1528–1535

[4] Jurkiewicz-Przondziono J, Lemm M, Kwiatkowska-Pamuła A, Ziółko E, Wójtowicz MK. Influence of diet on the risk of developing endometriosis. Ginekol Pol. 2017;88(2):96-102. doi: 10.5603/GP.a2017.0017. PMID: 28326519.

[5] Santanam N, Kavtaradze N, Murphy A, Dominguez C, Parthasarathy S. Antioxidant supplementation reduces endometriosis-related pelvic pain in humans. Transl Res. 2013 Mar;161(3):189-95. doi: 10.1016/j.trsl.2012.05.001. Epub 2012 May 31. PMID: 22728166; PMCID: PMC3484190.

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