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Schwanger zum J.B.O. Konzert

Rock-Konzert in der 33. Schwangerschaftswoche

Mein Blick während des Konzertes auf die Bühne

Sollte man in der 33. Schwangerschaftswoche (SSW) noch auf ein Konzert oder gar auf ein Rockkonzert gehen? Mit dieser Frage musste ich mich in meiner 33. SSW auseinandersetzen, da eine meiner Lieblingsbands – J.B.O. – ein Konzert in Potsdam ankündigte.

Ist laute Musik schädlich für das Baby im Bauch?

Das ist wohl die entscheidende Frage, die man sich beantworten sollte, bevor man schwanger zum Konzert geht. Nach einigen Recherchen im Internet fand ich heraus, dass das Baby durch das Fruchtwasser und die Bauchdecke ausreichend vor sehr lauten Geräuschen – also auch vor Rockkonzerten – geschützt ist. Jeder, der mal unter Wasser versucht hat etwas zu hören, kann das nachvollziehen. Das Fruchtwasser bildet somit die besten Ohropacks für das Ungeborene im Bauch! Allerdings sollte man Acht geben, wenn man eine Dauerkonzertgängerin ist. Denn ab der 20. SSW entwickelt sich das Gehör des Babys und somit ist die Gefahr durch Lärmschädigung sehr hoch. Bei einmaligen oder wenigen Situationen mit sehr lauter Musik ist das Baby noch geschützt, aber nicht bei regelmäßigem Lärm [1],[2].

    Vermeiden sollte man:

  • ständig laute Musik zu Hause hören
  • regelmäßig schwanger zum Konzert gehen
  • täglich neben einer lauten Baustelle arbeiten

Übrigens sind laut den bisherigen Studien [1],[2] vor allem die hoch-frequentierten Töne auf Dauer schädlich für das Baby im Bauch. Leider gibt es noch keine Schallschutz-Bauchbänder für Schwangere. Das wäre mal wirklich eine tolle und nützliche Erfindung. So ein Schallschutz-Bauchband hätte ich mir glatt gekauft. Schade. Da ich trotzdem schwanger zum Konzert gehen wollte, habe ich improvisiert und einen gewöhnlichen Pullover als zusätzlichen Schutz für meinen Bauch und das Baby darin mitgenommen.

Ist ein Konzert schädlich für eine Schwangere?

Nachdem ich die Sorge um das Baby ausschließen konnte, stellte sich gleich die nächste Frage. Wie sehr bin ich selbst dabei belastet? Rockkonzerte sind üblicherweise nicht bestuhlt und dauern etwa zwei bis vier Stunden. Werde ich das so lange aushalten? Was mache ich, wenn ich es nicht aushalte? Ich überlegte mir, was ich in diesem Fall machen könnte und stellte mir eine kleines Survival-Packet für das Konzert zusammen.

    Mein Survival-Paket:

  • Ohropacks
  • ein ganz kleiner zusammenklappbarer Campingstuhl
  • Wasser
  • etwas Obst
  • Mutterpass
  • Thrombosestrümpfe, um länger stehen zu können
  • einen Pullover, den ich als Zusatzlärmschutz um den Bauch wickeln konnte
  • und natürlich meinen Partner als Begleitperson 😉

Ich habe alles gebraucht außer den Campingstuhl. Das lag aber eher an der Tatsache, dass wir uns auf einem kleinem Podest weiter weg von der Bühne nahe der Bar einen Platz ergattern konnten. So konnte ich mich zwischendurch auch mal hinsetzen, wenn es nötig war.

Die Vorband

Natürlich spielte bei diesem J.B.O. Konzert auch eine Vorband etwa eine Stunde lang bevor endlich J.B.O. auf die Bühne kam. Wie sollte es auch anders sein – war diese Vorband auch eine Rockband. Zum Glück gab es einen kleinen Außenbereich, den ich mit meinem Freund solange aufsuchen konnte. Somit gingen wir erst in den lauten Konzertsaal als die Hauptband anfing, um bestmöglich durchzuhalten.

Das J.B.O. Konzert

Die Band fing an zuspielen und das Baby verhielt sich glücklicherweise einigermaßen ruhig. Wir hatten wirklich die besten Stehplätze, um hochschwanger ein Konzert zu überstehen – fast ganz hinten am rechten Rand auf dem besagten Podest und direkt neben dem Ausgang, der zu den Toiletten führt. Ich hätte also im Zweifelsfall auch mal schnell raus gehen können oder zur Toilette. Schwangere müssen schließlich oft zur Toilette, da das Baby mitsamt der Gebärmutter unter anderem auf die Blase drückt. Da wir an der äußersten rechten Wand standen, konnte ich mich die ganze Zeit über stehend anlehnen und hatte dazu noch den besten Blick auf die Bühne. Als das Baby etwas unruhiger wurde – so nach etwa 1 ½ Stunden – band ich mir meinen dicken Wollpullover um den Bauch und das Baby beruhigte sich wieder. Auch das Streicheln über den Bauch hatte nach meinem Gefühl einen positiven Effekt auf das Baby. Als ob es verstand, dass es nicht alleine war und alles in Ordnung ist – trotz des Lärms.

Die Zugabe(n)

Ich muss schon sagen, dass ich am Ende erleichtert war, als ich den Satz hörte: „So – jetzt kommt unser letzter Song für diesen Abend!“ Wenn es mal so gewesen wäre… Das Baby strampelte nun nach zwei Stunden Rockkonzert schon etwas heftiger. J.B.O. ging von der Bühne und kam mit einer Zugabe wieder – und mit einer zweiten Zugabe – und mit einer dritten Zugabe. Letztendlich haben sie eine halbe Stunde lang die Zugabe ausgedehnt! Beim allerletzten Song habe ich mich dann doch nochmal auf das Podest gesetzt, um etwas Kraft zu schöpfen für den Rückweg zur S-Bahn-Haltestelle. Die Autogrammstunde nach dem Konzert habe ich dann freiwillig ausfallen lassen, denn ich sehnte mich nur noch danach, mich hin zulegen.

Mein Fazit

Insgesamt betrachtet bin ich froh, das Konzert trotz meiner Schwangerschaft besucht zu haben. Ich glaube, ich war die einzige Hochschwangere auf diesem Konzert, aber das hat mich nicht gestört. Ähnlich wie nach meiner Erfahrung Segeln im 7. Schwangerschaftsmonat, finde ich, jede Schwangere sollte sich vorher gut überlegen, ob sie sich das noch zutraut und welche Vorkehrungen sie treffen kann. In jedem Fall sollte man es nicht übertreiben und es lieber bei einer einmaligen Aktion belassen. Im Zweifelsfall kann man auch auf ein bestuhltes Konzert oder doch eher auf eine Konzert-DVD umschwenken. Ich wünsche allen Schwangeren, die es sich und ihrem Baby zutrauen, ein wunderschönes Konzert!

[1] American Academy of Pediatrics, Committee on Environmental Health, „Noise: a Hazard for the Fetus and Newborn“, Pediatrics , 100, (4): 724-727, 1997, http://pediatrics.aappublications.org/content/100/4/724.full

[2] Lalande NM, Hétu R, Lambert J., Is occupational noise exposure during pregnancy a risk factor of damage to the auditory system of the fetus?, Am J Ind Med. 1986;10(4):427-35.

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