Hashimoto und Schilddrüsenunterfunktion natürlich heilen?

Hashimoto-Schilddrüse-Behandlung

Ist meine Schilddrüse natürlich heilbar? Kann ich es schaffen, durch Ernährung, Schilddrüsen-Yoga und gesunde Psyche meine Schilddrüse zu heilen?

„Irgendwie sieht dein Hals so angeschwollen aus – geh mal lieber zum Arzt und lass deine Schilddrüsen Blutwerte abklären“, sagte meine Mutter besorgt zu mir als ich ca. 13 Jahre alt war. Das war meine erste Begegnung mit meiner Schilddrüse. Die ersten neun Jahre hatte ich eine Überfunktion der Schilddrüse, die fälschlicherweise mit Jodtabletten behandelt wurde. Ich rutschte vermutlich daraufhin in eine Unterfunktion mit chronischer Entzündung (Hashimoto) und Knotenbildung. Mit etwa 22 Jahren begann mir mein Arzt L-Thyroxin zu verschreiben. Meine Blutwerte schwankten mal mehr, mal weniger stark und meine Tablettendosis wurde dementsprechend ca. jedes halbe Jahr angeglichen. Vor der Tabletteneinnahme hatte ich keinerlei auffällige Symptome – mit Beginn der Tabletteneinnahme begannen die Symptome und verstärkten sich allmählich. Das machte mich sehr unsicher. Die Medizin hält Schilddrüsenerkrankungen für nicht heilbar. „Nun müssen Sie bis an Ihr Lebensende täglich eine Tablette einnehmen“, sagt mein Arzt. Aber ich bin doch erst 30 Jahre alt! Das heißt, ich soll jetzt die nächsten 60 bis 90 Jahre (man weiß ja nicht wie alt man mal wird 😉 ) jeden Tag eine Schilddrüsenhormontablette einnehmen?!? Das wollte ich so nicht hinnehmen und so kam es dazu, dass ich die L-Thyroxin Tabletten eigenständig absetzte und nach einem alternativen Heilverfahren suchte.

Hintergrund-Info:
Eine Unterfunktion ist dadurch definiert, dass die Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormone bildet und aufgrund dessen die Hirnanhangsdrüse mehr TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ausschüttet, um die Schilddrüse anzuregen, mehr Schilddrüsenhormone zu produzieren. In den Blutwerten ist dies z. B. durch einen erhöhten TSH-Wert sichtbar.

Meine schlimmen Hashimoto Symptome

Gerade bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto richtet sich das eigene Abwehrsystem des Körpers gegen den eigenen Körper und das hat meiner persönlichen Ansicht nach psychosomatische Hintergründe. Die allgemein bekannten Symptome von Hashimoto treten meiner Ansicht nach sehr individuell kombiniert auf und könnten theoretisch auch durch andere Faktoren hervorgerufen werden, aber ich möchte hier dennoch einmal beschreiben, wie sich meine vermeintlichen Symptome äußerten. Ich hatte zunehmend starke Einschlafprobleme und konnte trotz großer Müdigkeit ganz schlecht einschlafen. Das hat mich fast wahnsinnig gemacht, denn ich habe zusätzlich noch einen erhöhten Schlafbedarf, was eventuell auch mit meiner Schilddrüse zusammenhängen kann. Als ich nun bis nachts um eins wach im Bett lag und nicht einschlafen konnte, kam noch die demotivierende Gewissheit dazu, dass mein kleines Kind neben mir in ein paar Stunden wieder wach sein wird und ich dann zusätzlich noch zu wenig Schlaf bekomme. Oft war es sogar so, dass ich nach stundenlangem Hin- und Herwälzen endlich eingeschlafen war und dann – mitten in der Nacht – wurde mein kleiner Sohn wach und wollte etwas trinken, essen, musste mal, hatte schlecht geträumt oder sonstiges. Er konnte dann gleich wieder friedlich weiter schlafen nach dem sein Bedürfnis gestillt war, aber ich natürlich nicht! Die Nächte haben mich wirklich fertig gemacht. Hinzu kamen dann tagsüber depressive Verstimmungen, die zusammen mit einer schwankenden aber meist starken Lethargie einher gingen und ich mich teilweise nicht einmal mehr zum Blog schreiben motivieren konnte. Ich war zu dieser Zeit wirklich verzweifelt und wusste mir keinen Rat. Mein Arzt sagte mir, dass das eigentlich nicht von der Schilddrüse kommen kann und ich eher zum Psychologen gehen solle. Meine Werte waren zwar etwas über dem Normalbereich, aber so stark würde sich das seiner Meinung nach nicht auswirken können. Nach dem Gespräch mit meinem Hausarzt beschloss ich die Tabletten eigenständig abzusetzen und eine natürliche Lösung zu finden, da ich überzeugt war, dass meine Schilddrüsenerkrankung, die Ursache für meine Beschwerden war und nicht meine damalige Lebenssituation. Ich dachte mir damals, wenn ich trotz L-Thyroxin solche schlimmen Beschwerden habe, was bringt mir dann die Tabletteneinnahme? Ich wollte also testen, ob sich etwas ändert, wenn ich die Tabletten absetze.

Nachdem ich die Tabletten abgesetzt habe, …

… ein paar Bücher und Onlinebeiträge zum Thema Heilung der Schilddrüse gelesen habe, probierte ich einige verschiedene Dinge aus, um eine Verbesserung der Symptome und eine eventuelle Heilung der Schilddrüse zu erzielen. Nun ist es schon fast ein Jahr her, dass ich die L-Thyroxin Tabletten abgesetzt habe. Zumindest die Symptome sind deutlich besser geworden und teilweise komplett weg. Meine Schlafstörungen und depressive Verstimmungen sind glücklicherweise ganz weggegangen und meine Lethargie ist nur noch selten anzutreffen. Nun sind mir allerdings noch ein paar weniger schlimme Symptome aufgefallen, nämlich sehr trockene und rissige Haut, vorwiegend an den Händen und Beinen. Das probiere ich gerade mit Aloe Vera zu behandeln und mehr zu trinken, was ich wohl oft zu wenig mache.

Auswirkungen der Schilddrüse auf den natürlichen Zyklus
MedizinerInnen haben mir berichtet, dass man eine nicht gut (mit Medikamenten) eingestellte Schilddrüsenerkrankung daran erkennen kann, dass sehr unregelmäßige Zykluslängen außerhalb von 23-35 Tagen auftreten und bei der Basaltemperatur sehr schwankende Kurven auftreten können. In einem Buch zum Thema Hormontherapie stand zudem, dass häufig im Zusammenhang mit einer Schilddrüsenerkrankung auch eine Gelbkörperschwäche (Progesteronmangel) diagnostiziert wird. Bei mir persönlich ist es so, dass ich total regelmäßige Zyklen habe (33 bis 35 Tage), aber dafür immer sehr späte Eisprünge kombiniert mit einer relativ kurzen (10-11 Tage) und manchmal zu kurzen (7-9 Tage) Gelbkörperphase habe. Vor meiner Schwangerschaft hatte ich allerdings auch schon nur Temperaturhochlagen von 9-12 Tagen. Bei einem bestehenden Kinderwunsch ist das von Nachteil, denn eine zu kurze Hochlage führt normalerweise dazu, dass die Gebärmutterschleimhaut mit der Blutung wieder abgestoßen wird BEVOR sich eine befruchtete Eizelle darin vollständig einnisten kann. Solange du jedoch keinen Kinderwunsch hast, führen zu kurze Hochlagen „nur“ dazu, dass man mit der symptothermalen Methode leider viel weniger unfruchtbare Tage im Zyklus zur Verfügung hat. Anhand meiner Zyklusdokumentation kann ich das sehr gut beobachten, wie es sich im Verlauf der letzten Jahre verändert hat. Schade, dass ich nicht weiß, wie mein Zyklus von Anfang an war, da ich erst mit 24 Jahren begonnen habe, meinen Zyklus zu beobachten. Dennoch habe ich festgestellt, dass mein Eisprung vor meiner Entbindung typischerweise meistens um den 17.-20. Zyklustag herum war – zu diesem Zeitpunkt habe ich noch L-Thyroxin eingenommen. Nach dem meine Schwangerschaft und Stillzeit vorbei war, habe ich entschieden, die L-Tyroxin Tabletten abzusetzen. Mein Zyklus hat erst wieder kurz nach dem Abstillen seine Arbeit aufgenommen und hat sich insgesamt etwa um fünf bis acht Tage verschoben. Mein Eisprung ist nun immer um den 24./25. Zyklkustag herum (siehe Grafik) und sehr regelmäßig, aber oft mit Gelbkörperphasen von weniger als zehn Tagen. Ab und zu habe ich dennoch auch mal ausreichend lange Hochlagen um schwanger zu werden, wie in dem Beispielzyklus NR.36 zu sehen ist. Ich habe die L-Thyroxin Tabletten ja kurz nach Beendigung der Stillzeit abgesetzt – daher kann ich nicht genau sagen – ob meine Eisprung-Verschiebung auch noch mit den Nachwirkungen der Geburt und Stillzeit zusammenhängen – aber es gibt Studien, die einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenunterfunktion und Gelbkörperschwäche feststellten.

Zyklusverhalten bei Schilddrüsenunterfunktion

Behandlungsmethoden – Schulmedizin & ganzheitliche Heilverfahren

Laut den SchulmedizinerInnen sind Schilddrüsenerkrankungen nicht heilbar. Nachdem was ich bis jetzt im Internet und in ganzheitlich-orientierten Büchern gelesen habe, kann ich dieser Pauschalaussage so nicht zustimmen. Bei ganzheitlichen Heilverfahren kommt es zumindest oft zu einer deutlichen Verbesserung oder sogar kompletten Ausheilung der Schilddrüse. Der Haken dabei ist, dass sich die wenigsten ÄrztInnen und HeilpraktikerInnen darauf spezialisiert haben, die Schilddrüse zu heilen.

Es gibt aber wie gesagt mittlerweile einige gute Bücher zu dem Thema, z. B. gerade neu rausgekommen sind die Bücher „Hashimoto Healing“ und „Erkrankte Schilddrüse – Lindern und Heilen“, die ich mir auch noch zu Gemüte führen möchte. Ich habe bis jetzt nur das Buch „Hashimoto und Basedow: Schilddrüsenerkrankungen ganzheitlich behandeln und heilen“ gelesen und zusätzlich Beiträge auf der Homepage „Zentrum der Gesundheit“, das Buch „Die Hormonrevolution“ und „Gesundheit für Körper & Seele“ als allgemeines Gesundheitsbuch zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte gelesen sowie mit einem Heilpraktiker und einem Endokrinologen über meinen Schilddrüsen Krankheitsverlauf gesprochen. Meine gesammelte Liste von Dingen und Verfahren zur natürlichen Schilddrüsenheilung, die ich daraus gewonnen habe, möchte ich euch nun aufzeigen. Es geht mir dabei nicht darum eine spezielle Empfehlung auszusprechen, sondern darum DICH als Betroffene(r) zu inspirieren, über den Tellerrand der Medizin hinaus zu schauen und somit deinen eigenen Weg zu finden, wie du mit deiner Erkrankung umgehen kannst.

SCHILDDRÜSENHEILUNG & ERNÄHRUNG

Soja, Bohnen, Hirse, Kuhmilchprodukte, Fleisch, Mais, verarbeitete Lebensmittelprodukte
Das sind meine Erkenntnisse aus dem Buch „Hashimoto&Basedow heilen“ und aus einem Gespräch mit einem Heilpraktiker. Es gibt Lebensmittel, die natürliche Schilddrüsenhormonblocker sind z. B. Soja, Bohnen und Hirse. Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse wäre es unvorteilhaft, die wenigen Schilddrüsenhormone, die noch von der betroffenen Schilddrüse produziert werden, zu blockieren. Milch- und Fleischprodukte können sich negativ auf die Verdauung und den gesamten Darmbereich auswirken. Mein Heilpraktiker war sehr überzeugt davon, dass sehr viele Krankheiten vom Darm ausgehen und somit die Ernährung ein entscheidender Faktor dafür sein kann. Mir ist es nicht gelungen, auf die besagten Lebensmittel zu hundert Prozent zu verzichten, aber ich habe darauf geachtet, nur selten und so wenig wie möglich davon zu essen.

Fluoride vermeiden
Beim Recherchieren stieß ich zufällig auf den Beitrag „Warum Floride meiden?” Seit einigen Monaten benutze ich nun schon eine Zahnpasta ohne Fluorid und verwende Meersalz bei der Essenzubereitung. Teilweise habe ich auch das Meersalz zum Zähneputzen benutzt, was auch recht gut funktioniert. Viel intensiver habe ich mich mit dem Thema Fluoride allerdings nicht beschäftigt und kann daher die Ausmaße für die Schilddrüsenheilung in diesem Bereich schlecht einschätzen.

Gluten vermeiden
Auf der gleichen Homepage fand ich noch einen weiteren interessanten Beitrag über den Zusammenhang von Gluten und Schilddrüsenerkrankung. Dies brachte mich wiedereinmal zum Punkt Ernährung. Eine Glutenunverträglichkeit habe ich bei mir noch nicht untersuchen lassen – habe es aber noch vor, testen zu lassen. Eventuell könnte das in meinem Krankheitsverlauf eine entscheidende Rolle spielen, denn ich habe gerade zur Entstehungszeit meiner Schilddrüsenerkrankung sehr viel glutenhaltige Produkte, wie täglich Brot und/oder Spaghetti zu mir genommen.

Zigaretten und Alkohol vermeiden
Dass Rauchen und Alkohol nicht gesund sind, ist wohl allgemein bekannt. Gerade für die Schilddrüse können sich häufiger Alkoholgenuss, Rauchen und Passivrauchen schlecht auswirken. Zum Glück habe ich ja schon seit einigen Jahren mit dem Rauchen aufgehört, mein Freund Marcus hat noch nie geraucht – somit bin ich aktuell auch keinem regelmäßigen Passivrauch ausgesetzt. Alkohol trinke auch nur noch zu ganz speziellen Anlässen und dann auch sehr wenig.

Gereinigtes (Heil-)Wasser
Wasser ist eines der wichtigsten Lebensmittel, somit habe ich mich auch darüber erkundigt. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten gesundes Wasser zum Kochen und Trinken zu verwenden. Von selbst Heilwasser aus Glasflaschen kaufen bis Wasserfilter selbst bauen sind viele Varianten möglich. Ich selbst habe mich erstmal notgedrungen für die preiswerteste und einfachste Variante entschieden – einen kleinen 1,7 Liter Wasserfilter. Da wir in einer Berliner Altbauwohnung mit sehr alten Rohren leben, ist das Filtern von Leitungswasser sehr empfehlenswert. Es schmeckt auch deutlich anders als das nicht gefilterte Leitungswasser.

Frisch gepresste (grüne) Säfte
Von dem YouTube Star Ka habe ich gelernt, dass frisch gepresste Säfte – vor allem grüne(!) Säfte – sehr gesund sind und sich auf die allgemeine Gesundheit positiv auswirken können. Ka promotet in ganz vielen seiner YouTube Videos das dunkelgrüne Blattgemüse. In Kombination mit leckerem Obst im grünen Smoothies oder grünen Saft schmeckt es auch echt total lecker, finde ich. Ich habe mir fest vorgenommen, demnächst einmal das Saftfasten für ein bis drei Tage auszuprobieren – je nach dem wie lange ich es durchhalte. Bis jetzt habe ich zusammen mit Marcus schon eine einmonatige grüne Smoothies Challenge mit E-Mail-Anleitung vor kurzem mitgemacht. Einen Hochleistungsmixer haben wir also schonmal und mit dem mache ich auch bereits ab und zu einen grünen Saft, indem ich einen normalen grünen Smoothies zubereite und dann alles durch ein Nussmilchbeutel presse – das klappt echt super 😀 .

Darmreinigung und Entgiftung
Die Darmreinigung hatte mir mein Heilpraktiker natürlich sehr nahegelegt, weil er ja so überzeugt von der „Krankheitsursache Darm“ war. Bis jetzt habe ich es noch nicht ausprobiert, aber eine zweiwöchige Entgiftungskur mittels Basenfasten gemeinsam mit Marcus kurz nach unser Smoothies Challenge gemacht. Das war eine wahrhaft krasse Erfahrung und ich hätte nicht gedacht, dass ich solche enormen Entgiftungserscheinungen haben werde. Überwiegend fühlte ich mich wie betrunken mit starken Schwindelattacken, die etwa nach 10 Tagen Basenfasten allmählich abklangen. Allgemein können Entgiftungen sich positiv auf die allgemeine Gesundheit auswirken. Während der Schwangerschaft und Stillzeit wird aber dringend davon abgeraten, da es sich unter Umständen negativ auf das Kind übertragen kann, wenn die Giftstoffe vom Körper ausgeschieden werden. Ich habe noch vor – sobald ich dafür Zeit finde und BEVOR wir ein weiteres Kind planen – eine Leberreinigung sowie nochmals eine Basenfasten-Kur durchzuführen, da ich mich danach wirklich um einiges gesünder und fitter fühlte.

SCHILDDRÜSENHEILUNG & PSYCHE

Verarbeitung der Seelensorgen
Ich bin der festen Überzeugung, dass die meisten Krankheitsursachen im seelischen Bereich liegen, sprich psychosomatische Ursachen. Bei Schilddrüsenerkrankungen wird oft ich kann nie DAS tun, was ich eigentlich will als mögliche psychische Ursache genannt. In einem interessanten Beitrag eines Heilpraktikers las ich zum Thema Schilddrüsenerkrankung und Seelenkummer:

„[…] So sind sie schon wegen ihrer natürlichen Abhängigkeit von ihren Eltern, Verwandten und Lehrern oft dazu gezwungen, ihre Bedürfnisse immer wieder zu übergehen oder nur gefiltert zum Ausdruck zu bringen. […]“

Hier noch ein Auszug aus dem Buch „Gesundheit für Körper und Seele“, das für fast jede Krankheit eine wahrscheinliche Ursache mit neuem auflösendem Gedankenmuster zur Selbsthilfe anbietet. Bei Schilddrüsenerkrankung steht:

„Demütigung. Ich bekomme nie das zu tun, was ich tun will. Wann komme ich endlich an die Reihe? Wut darüber, übergangen zu werden. Fühlt sich hoffnungslos am Selbstausdruck gehindert, geradezu erstickt.“ → Auflösung durch neue Gedankenmuster: „Ich lasse die alten Begrenzungen hinter mir und gestatte mir einen freien und schöpferischen Selbstausdruck. Ich bin im Zentrum meines Lebens. Ich wertschätze mich selbst und alles, was ich sehe. Ich erschaffe mir ein neues Leben mit neuen Regeln, die mich selbst perfekt unterstützen.“

Das finde ich sehr interessant und denke, dass es durchaus einen realen Zusammenhang bei mir gibt, da ich mich sehr lange am Selbstausdruck gebremst und unterdrückt gefühlt habe und dies erst kürzlich beruflich so ausleben kann, wie ich es mir vorstelle. Da ich seit 2012 eine Familie mit Marcus gegründet habe, mache ich zwar das meiste in Absprache mit meiner kleinen Familie, aber das empfinde ich ja als etwas Positives. Somit liegt es nun an mir die Vergangenheit so zu akzeptieren wie sie war und wieder nach vorne zu schauen.

SCHILDDRÜSENHEILUNG & SPORT & SPIRITUELLES

(Schilddrüsen-)Yoga
Vom Schilddrüsen-Yoga bin ich total begeistert! Allein, dass es so etwas gibt – genial, oder? Ich bin ja eh schon seit einigen Jahren Yoga-Fan und versuche, so oft es mir möglich ist, Yoga zu praktizieren. Gleich bei mir um die Ecke in Berlin Moabit, gibt es sogar ein Schilddrüsen-Yoga-Kurs mit einer Yogalehrerin, die sich darauf spezialisiert hat. Bisher habe ich es nicht geschafft daran teilzunehmen. Ich weiß aber schon, dass durch Umkehrhaltungen wie Schulterstand, Kopfstand oder Handstand das Halschakra positiv stimuliert wird und somit die Schilddrüse dadurch beeinflusst werden kann. Seitdem ich das weiß, mache ich ab und zu einen Schulterstand oder Kopfstand an der Wand, wenn es sich in meinen Alltag einbauen lässt. Allgemein ist Bewegung und Sport ein wesentlicher Faktor, der zur Verbesserung der Schilddrüsensymptome helfen kann. Ich bevorzuge ganz klar Yoga mit gezielten Schilddrüsen-Yoga Elementen. Es gibt mir zusätzlich zur körperlichen Fitness gleichzeitig eine super gute mentale Entspannung und Dank Fitnessstudio mit Kinderbetreuung ist es mir möglich fast jede Woche einmal eine Stunde Yoga mit professioneller Anleitung zu praktizieren.

Heilsteine
Seit etwa einem halben Jahr trage ich auch eine Kette mit einem Heilstein, der speziell für die Schilddrüse wirken soll. Für alle, die eine spirituelle offene Ader dafür haben, war es mir wichtig, es hier noch erwähnt zu haben.

Mein aktuelles FAZIT zur Schilddrüsenheilung

Als ich meine L-Thyroxin Tabletten eigenhändig abgesetzt habe, hatte ich keinerlei Vorstellung davon, was dann passieren würde. Nun nach einem Jahr ohne Tabletten haben sich tendenziell meine Beschwerden alle sehr verbessert. Ob es nun ausschließlich daran liegt, dass ich die Tabletten abgesetzt habe, bezweifle ich dennoch – vielmehr gehe ich davon aus, dass meine allgemein gesündere Lebens- und Ernährungsweise entscheidend dazu beigetragen hat. Meine Blutwerte sind noch nicht super gut, aber fast genauso wie MIT Tabletten (TSH vorher: 6.040 | TSH jetzt: 7.650) Dennoch kann ich mir vorstellen, dass es auf längere Sicht sich noch bessern oder meine Schilddrüse sogar völlig ausgeheilt sein kann.

Viel Gesundheit wünscht Dir
❊Deine Anne❊

P.S.: Welche Erfahrungen hast du mit deiner Schilddrüse gemacht?

Haftungsausschluss
Ich bin keine Ärztin und gebe mit diesem Beitrag KEINE Garantie oder Handlungsempfehlung. ÄrztInnen und HeilpraktikerInnen geben gerne Rat und behandeln dich bei Hashimoto und anderen Schilddrüsenerkrankungen.

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{ 13 comments… add one }
  • Berry
    4. April 2018, 14:16

    Hallo Anne,

    Dein Bericht ist sehr interessant! Bei mir wurde ein halbes Jahr nach der ersten Schwangerschaft Hashimoto festgestellt, da war ich gerade mit dem zweiten Kind schwanger. Das erst habe ich mit Hilfe von Cabergolin bekommen, da ich zu hohe Prolaktinwerte hatte. Die zweite Empfängnis hat ohne jegliche Medikamente und sogar noch während der Stillzeit geklappt. Leider haben wir unseren Sohn Anfang des sechsten Monats wegen eines schlimmen Herzfehlers verloren. Uns wurde aber Mut gemacht, baldmöglichst wieder loszulegen. Mittlerweile habe ich drei erfolglose Zyklen hinter mir und frage mich, ob es am L-Thyrox liegt, traue mich aber auch nicht, das Medikament einfach so abzusetzen, weil ich Angst habe, es könnte im Falle einer Schwangerschaft Auswirkungen aufs Baby haben. Wäre der Kinderwunsch nicht, ich hätte es schon längst gemacht, denn Beschwerden hatte ich ohne die Tabletten auch keine. Naja, mal schauen, ich hoffe auf jeden Fall, dass es klappt 🙂

    Mach weiter mit deinem coolen Blog und liebe Grüße

    Berry

  • 6. November 2017, 18:55

    Liebe Anne,
    wow, danke für deinen ao ausfürhlichen Bericht! Ich habe einmal Schilddrüsenwerte gehabt, die nicht gut waren, und ich habe komplett davon abgesehen, Hormone einzunehmen. Eine Drüse kann sich gut regulieren, wenn wir die richtigen Voraussetzungen dafür schaffen. Bei mir sind viel emotionale Geschehnisse verantwortlich gewesen. Ich habe eine Freundin, die schon sehr lang Medikamente nimmt wegen Hashimoto, und ich denke, ich sollte ihr mal deinen Artikel verlinken… (-; Von Herzen alles Gute!

  • Jeannette
    5. Mai 2017, 20:58

    Guten Abend,
    ich habe, aufgrund von Hashymoto mit Unterfunktion 13 Jahre L-Thyroxin genommen.Allerdings muß ich sagen, das ich nie großartig Probleme hatte, weder mit, noch ohne Tabletten.Ich habe mir auch keine Gedanken weiter gemacht, es war eben so.
    Ich muß dazu sagen, das ich nicht unbedingt ein “ großartiger Arztgänger“ bin und es kam öfter vor, das ich unregelmäßig oder gar nicht, zu den sogenannten Kontrolluntersuchungen mit Blutwerttest gegangen bin und auch hin und wieder keine Tabletten zur Verfügung hatte.
    Dann war ich reichlich 2 Jahre nicht bei meinem Arzt und mich plagte schon ein wenig mein Gewissen.Beim 1.Bluttest konnte der Arzt nichts feststellen, alle Werte schienen in Ordnung zu sein, doch um wirklich Gewissheit zu haben, wurde noch ein 2.gründlicher Test vorgenommen und bei der Auswertung, war mein Arzt sichtlich erstaunt und ich natürlich auch, denn es war wirklich alles in Ordnung.Ich benötige keine Medikamente mehr und angeblich ist Hashymoto nicht heilbar.
    Mittlerweile bin ich zu der Überzeugung gelangt, das die meisten Medikamentenunnötig sind.Man muß nur ein wenig recherchieren,um festzustellen, das Pharma & Co kein Interesse an gesunden Menschen hat, denn damit läßt sich kein Profit erzielen und wenn bedeutend mehr Geld in die Werbung, als in die Forschung investiert wird, dann sagt mir das schon alles.

  • Nicki
    5. Mai 2017, 12:49

    Hallo Anne ,
    finde es schade ,dass du nicht auf die Fragen eingegangen bist ,in welchen Schritten du runter dosiert hast.
    Ich bin auch gerade dabei runter zu dosieren , allerdings mit Arzt ,bis jetzt sind die Werte auch noch okay.Ich weiß nicht ,wie lange der Arzt das mitmacht. Nehme aber immer noch 100 Euthyrox , fühle mich aber immer gleich bescheiden , deswegen möchte ich jetzt einen Versuch starten runter zu dosieren.
    Wie ist es bei dir weiter gelaufen? Konntest du weiterhin auf Hormone verzichten?
    Lg

  • Carina Stache
    11. April 2017, 10:27

    Das ist ein toller Beitrag über die schiddrüse . ich nehme seit 12 Jahren l thy. Und bin damit sehr unglücklich da alle Beschwerden immer schlimmer werden . Setze gerade eigenständig ab und es geht mal besser mal schlechter . Bitte sag mir wie schnell du runterdosiert hast . Ich nehme seit ca 1.5 Monaten statt 50 nochca 35 . Würde gern halbieren . Merke aber dass meine Haut dramatisch schlechter wird . Kopfhaut schuppig und trocken und sehr viele Pickel . Habe jetzt schiss dass auchnoch Haarausfall dazukommt und Frage mich wie ich jetzt weitermachen sollte . Erstmal so lassen r unterdosieren oder lieber wieder mehr nehmen . Wie schnell hast du runterdosiert und wie viel ?würde mich über eine Antwort freuen .Danke Carina

  • Mira
    12. Dezember 2016, 11:02

    Hallo Anne,

    vielen vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen hier mit uns teilst, viele Deiner Infos finde ich super hilfreich! Seit 10 Jahren wende ich zur Verhütung die Sympto-Thermale Methode an und bin beim ersten Versuch vor einem Jahr schwanger geworden. Leider hatte ich eine frühe Fehlgeburt (passiert angeblich bei 50% der Schwangerschaften in den ersten 6 Wochen, oft unbemerkt) und bin auf Ursachensuche gegangen. Ich habe seit Jahren einen hohen TSH Wert (3 – 4) und als ich dann vor einigen Monaten die Ärztin gewechselt habe, sagte sie mir, dass der TSH Wert zu hoch sei und ich L-Thyroxin (50 µg) nehmen müsse, zumindest, wenn wir in nächster Zeit Kinder planen. Das habe ich bis vorgestern für vier Monate getan. Mit dem Ergebnis, dass die Gelbkörperphase sich nach einem Monat der Einnahme radikal von 14-15 auf 10-11 Tage verkürzt hat. Also das Gegeteil dessen, was zu erwarten gewesen wäre. Positive Auswirkungen auf Konzentration, Stimmung und Gewicht gab es vom L-Thyroxin praktisch auch keine. Die „Hochtemperaturphase“, in der sich die Gebärmutterschleimhaut aufbaut, war vor der Thyoxin Einnahme in 10 Jahren nie kürzer als 13 Tage. Vielleicht hat der hohe TSH Wert bei mir andere Ursachen, oder die Schilddrüse sagte sich, dass sie sich jetzt noch mehr ausruhen kann…
    Jedenfalls möchte ich weiterhin nicht Symptome bekämpfen, sondern Ursachen. Danke, Anne, für Deine Tipps dazu! Noch ein Tipp für alle Sympto-Thermal Anwenderinnen mit unregelmäßigem Zyklus: Ich habe mit Tee aus Frauenmantel+Schafgarbe gute Erfahrungen gemacht, die Dauer der ersten Zyklusphase einzustellen.

  • Toni An
    27. November 2016, 19:43

    Hallo Anne,

    welchen Heilstein trägst du für deine Schilddrüse?
    Habe auch seit über 20 Jahren Hashimoto, habe mich auch auf der Seite Zentrum der Gesundheit durch gelesen, die Ernährung umgestellt, etc.
    Viele Grüße Toni

  • Sandra
    4. Juli 2016, 21:23

    Da sucht man so nach Infos, freut such über einen Bericht mit dem man sich gut identifizieren kann und liest dann am Schluß das es von der lieben Anne geschrieben ist.
    Danke für deine Bericht Erstattung, liebe grüße und auf bald sunny*

    • Anne Zietmann
      12. Juli 2016, 20:17

      Hey Sunny!!! 😀 Schön, dich hier zu lesen ;). Das freut mich sehr, dass du mich hier gefunden hast und dir mein Bericht gefallen hat. Bin jetzt auch schon gut dabei meine Schilddrüse zu heilen. Ich denke bald werde ich es schaffen. Hoffe wir sehen uns mal wieder. LG Anne

  • Juju
    16. Juni 2016, 12:22

    Liebe Anne,
    ich sitze gerade an einem Punkt, wo ich einfach nicht mehr weiter will: Ich wurde damals auf Hashimoto-Antikörper getestet. Waren aber keine zu finden. Meine Schilddrüse ist etwas kleiner nur 10ml und ich wurde auf 80ng eingestellt. Mittlerweile habe ich ettliche Präparate durch und bin bei einem 100+10 Kombipräparat gelandet. Mit geht es mies. Vor der Einstellung habe ich 15 kg zugenommen, jetzt danach nochmal genau so viel. Ich bin mittlerweile adipös (und das trotz Sport und Ernährung) und fühle mich immernoch matt und abgeschlagen und nicht besonders leistungsfähig. Ich möchte meine Tabletten absetzen. Wie hast du denn abgesetzt? Hast du ausgeschlichen, oder ganz radikal? Der Wirkstoff bliebt ja noch im Blut und die Sättigung sinkt langsam… aber ich habe Angst vor einem Radikalschlag. Ich nehme das Sch***zeug jetzt auch schon fast 3 Jahre. Weißt du irgendeinen Rat?

    • Anne Zietmann
      12. Juli 2016, 20:27

      Liebe Juju, Sorry dass ich jetzt erst schreibe. Ich habe lange nicht mehr die Kommentare freigeschaltet :/
      Versuche zu einem_r HeilpraktikerIn zu gehen, welche_r gleichzeitig Allgemeinmedizin macht. Frage dann gezielt nach den Schweine-Hormon-Tabletten. Die sollen besser verträglich sein. Viel Erfolg! LG Anne

  • Elena Klein
    16. September 2015, 09:17

    Hallo Anne,

    ich lese deinen Blog leider (!!!) erst seit ca. 2 Wochen, sprich seitdem bei mir PCO festgestellt wurde.

    Heute bin ich also auf deine Schilddrüsenerfahrungen gestoßen und was soll ich sagen, ich habe fast das gleiche durch.

    Inszwischen sind meine Werte absolut in der Norm, ich sollte auch mit ca. 14 Jahren zum Arzt gehen weil ich immer so müde war. L-Thyrox wurde mir verschrieben, woraufhin mein Blutdruck ständig im Keller und ich wieder müde war.

    Ich habe vor 7 Jahren eigentständig abgesetzt, meine Ernährung hat sich verbessert und ich versuche Sport zu machen.

    Vor 6 Wochen war ich also wegen PCO-Verdacht beim Endokrinologen, PCO bestätigt (Zyklus ca. 45 Tage) aber Schilddrüse absolut unauffällig.

    Ich finde das Prima!

    Viele Grüße und alles Gute,
    Elena