Zeigt der Mittelschmerz den Eisprung an?

Zeigt der Mittelschmerz den Eisprung an? Alles darüber, wie du den Mittelschmerz als Fruchtbarkeitszeichen bei Kinderwunsch nutzen kannst.

Häufig erhalte ich als Fruchtbarkeitsberater die Fragen, ob der Mittelschmerz den Eisprung anzeigen kann, wie man den Mittelschmerz erkennen kann, wodurch er entsteht und ob es zur Bestimmung fruchtbaren Tage im Zyklus genutzt werden kann. In diesem Artikel werde ich all diese Fragen beantworten und meine Antworten mit medizinischen Studien aus dem Buch NFP heute belegen. Am Ende des Artikels habe ich noch eine kleine Überraschung für Dich, du darfst also gespannt sein 😉 .

Woran kannst du den Mittelschmerz erkennen?

Der Mittelschmerz kann in sehr vielfältiger Form auftreten. Zum Beispiel als vages Schweregefühl in der Beckengegend, als Druckgefühl im Dammbereich oder als über Tage andauerender Schmerz im Rücken oder unteren Bauchgegend. Einige Frauen bemerken den Mittelschmerz auch in der rechten oder linken Bauchhälfte, der mit dem Menstruationsschmerz vergleichbar ist. Interessant ist, dass einige Frauen den Mittelschmerz laut aktuellen Studien sogar als ausstrahlende Schmerzen in Rücken und Beinen bemerken können. Manche Frauen spüren widerum gar keinen Mittelschmerz oder nur in wenigen Zyklen.

Wie lange dauert der Mittelschmerz an?

Wie lang dauert der Mittelschmerz Umfrage Laut einer Umfrage mit über 100 Frauen, kann der Mittelschmerz von ein paar Sekunden bis hin zu mehreren Tagen am Stück beobachtet werden. Etwa ein drittel der Frauen spürt maximal für wenige Stunden den Mittelschmerz im Zyklus. 40 Prozent dagegen können mindestens einen Tag Mittelschmerz im Zyklus empfinden. Bei etwa 17 Prozent der befragten Frauen ist der Mittelschmerz in jedem Zyklus unterschiedlich lang.

Zeigt der Mittelschmerz den Eisprung an?

Studie Eisprung und Mittelschmerz Nein, der Mittelschmerz zeigt nicht den Eisprung an. Nach umfassenden Untersuchungen mit Ultraschall kann der Mittelschmerz bis zu 9 Tage vor dem Eisprung und etwa 4 Tage nach dem Eisprung auftreten. Es gibt nur wenige Ausnahmefälle, bei denen der Mittelschmerz fast immer mit dem Eisprung exakt zeitlich zusammenfällt. Ich kann jeder Frau mit einem Kinderwunsch empfehlen, den Mittelschmerz als Zusatzsymptom zu dem Zervixschleim und der Basaltemperatur zu nutzen. Schließlich sind die Tage, mit Mittelschmerz und spinnbarem Zervixschleim, die hochfruchtbaren Tage und du kannst diese zum ♥eln (=SEX!) 😉 nutzen, um schwanger zu werden. Da der Mittelschmerz häufiger vor dem Eisprung auftritt und Spermien etwa drei bis fünf Tage im Körper der Frau befruchtungsfähig bleiben können, sind der Mittelschmerz und der dehnbare Zervixschleim die bedeutsamsten Zusatzsymptome für die hochfruchtbaren Tage.

Wie viele Frauen spüren einen Mittelschmerz?

Nur etwa 30 bis 40 Prozent der Frauen bemerken einen Mittelschmerz im Zyklus. Nur bei 17 Prozent der Frauen, tritt der Mittelschmerz regelmäßig auf. Nun könnte man hieraus schließen, dass der Mittelschmerz ein seltenes Körpersymptom ist. Eisprung spüren Dies kann ich jedoch nicht so stehen lassen, da man in den Studien nur Frauen betrachtet hat, die ihren Zyklus nicht regelmäßig dokumentieren. Schaut man sich dagegen Frauen an, die die symptothermalen Methode anwenden und damit jeden Zyklus ihre Körperzeichen dokumentieren, sehen die Zahlen ganz anders aus. Nach einer Umfrage im NFP Forum spüren etwa zwei Drittel der Frauen, die die symptothermale Methode anwenden, den Mittelschmerz. Hier wird jetzt spätestens deutlich, warum der Mittelschmerz kein Hauptsymptom für die fruchtbaren Tage sein kann. Denn Zervixschleim und Basaltemperatur kann einfach nahezu jede Frau bei sich dokumentieren. Beim Mittelschmerz ist es auch völlig normal, wenn eine Frau ihn nie ihrem Zyklus beobachten kann.

Wodurch wird der Mittelschmerz ausgelöst?

Die Frage ist wissenschaftlich noch umstritten. Aktuell sehen die Wissenschaftler gleich mehrere mögliche Ursachen für die Entstehung des Mittelschmerzes. In den meisten Theorien hat der Mittelschmerz mit Spannungen der Eierstockkapsel bei schneller Eibläßchenreifung zutun. Andere Wissenschaftler sehen eher hormonelle Ursachen, die zur einer Kontraktion des Eileiters führen, wenn die Spermien vor der Befruchtung in den richtigen Eileiter strömen und der Eileiter seinen Trichter auf den Eierstock legt, um die Eizelle aufzufangen. Wahrscheinlich wird es mehrere Ursachen für den Mittelschmerz geben, denn nur so lässt sich erklären, dass er in so vielfältiger Form und Zeitdauer beobachtet werden kann.

Was kann ich bei starkem Mittelschmerz tun?

Einige Frauen leiden wirklich unter dem Mittelschmerz, da dieser in selten Fällen über mehrere Stunden andauern und in der Stärke mit einem krampfartigen Menstruationsschmerz vergleichbar sein kann. In diesem Fall haben sich Wärmebäder und das Trinken von Zyklustees sehr bewährt, um die Schmerzen zu lindern.

Mein Fazit zum Mittelschmerz

Der Mittelschmerz ist eines der bedeutsamsten Nebensymptome der Fruchtbarkeit. Setzt man ihn in Kombination mit den Hauptsymptomen der Fruchtbarkeit dem Zervixschleim (oder: Muttermund) und der Basaltemperatur ein, kann man den Eisprung noch etwas besser eingrenzen. Er wird allerdings immer ein Nebensymptom bleiben, da er in einer zu großen Zeitspanne schwankt und nicht von allen Frauen beobachtet werden kann. Wenn du also wirklich wissen möchtest, wann du HOCH-fruchtbar bist und wann dein Eisprung ist, dann empfehle ich dir die symptothermale Methode zu erlernen. Mithilfe dieser Methode kannst du den Eisprung bis auf wenige Tage eingrenzen und mithilfe der Basaltemperaturkurve sogar ohne Schwangerschaftstest erkennen, ob du schwanger geworden bist. Wie das alles funktioniert, erkläre ich dir in meinem Kinderwunsch Starter Set. Darüber hinaus kann ich dir mein Gratis Ebook „Schwanger werden in nur 6 Monaten” sehr empfehlen. Dort findest du hilfreiche Tipps zum Schwanger Werden, die du sofort in die Praxis umsetzen kannst.

♥ liche Grüße und viel Erfolg beim SCHWANGER WERDEN senden Dir

Marcus und Anne

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