Eisprung erkennen mit Zervixschleim?

Zervixschleim EisprungKannst du deinen Eisprung mit dem Eisprunganzeichen Zervixschleim erkennen? Erfahre jetzt, wie du die fruchtbaren Tage und die Ovulation eingrenzen kannst!

Sicher ist es dir auch schon aufgefallen, dass sich der Schleim, der aus deiner Vulvina kommt, sich im Laufe deines Zyklus in Konsistenz, Farbe und Menge im Zyklusverlauf verändert. Der Zervixschleim wird in speziellen Drüsen den Krypten im Gebärmutterhals gebildet und ist tatsächlich ein Eisprungzeichen. Wie du den Zervixschleim optimal nutzen kannst, um die fruchtbaren Tage zu bestimmen und den Eisprung einzugrenzen, erfährst du in diesem Artikel.

Wie viel Zervixschleim beim Eisprung?

Es ist wirklich sehr sehr unterschiedlich, wie viel Zervixschleim eine Frau beim Eisprung beobachten kann. Einige Frauen bemerken ausschließlich zur Eisprungzeit ihren Zervixschleim und bei anderen ist es eher der Zervixschleimverlauf, der sich merklich ändert. Tendenziell ist kurz vor dem Eisprung bis zum Eisprung selbst, bei den meisten Frauen ihre individuell größte Menge an Zervixschleim zu beobachten. Nach dem Eisprung geht die Menge meistens sehr deutlich wieder zurück. Egal, ob du viel oder wenig Zervixschleim hast, du bist OK so wie du bist und davon hängt auch nicht ab, wie schnell du schwanger wirst. Falls es dir an manchen Tagen zu unangenehm ist, dass du so viel Zervixschleim hast: Egal was du tust, aber nimm bitte keinen Tampon! Das ist gar nicht gut für die Vaginal-Flora, zerstört wichtige Bakterien und führt zu einer Austrocknung. Von der Natur ist es natürlich so vorgesehen, dass es immer mehr oder weniger feucht im Inneren der Vulvina ist. Auch eine Damenbinde würde ich dir nicht empfehlen. Die Industrie hat sich ja überlegt, für solche Fälle Slipeinlagen anzubieten. Aber auch diese würde ich eher meiden – der Umwelt zu liebe. Ich würde an Tagen mit sehr viel Zervixschleim Bio-Baumwoll-Stoffeinlagen empfehlen oder die einfachste Variante: etwas Toilettenpapier zusammengefaltet verwenden – das funktioniert auch sehr gut.

Wie sieht der Zervixschleim beim Eisprung aus?

Das Aussehen des Zervixschleims ist natürlich auch wieder sehr individuell unterschiedlich bei jeder Frau. Die allermeisten Frauen können jedoch in ihrer Eisprungzeit durchsichtigen und/oder dehnbaren Zervixschleim sehen. Manche sehen aber auch trüben, weißlichen, cremigen, rötlichen, bräunlichen, gelblichen, zähen, wasserähnlichen oder klumpigen Zervixschleim, der nicht dehnbar ist. Wie DEIN Zervixschleim beim Eisprung aussieht, kannst nur DU allein herausfinden, indem du deinen Zyklusverlauf beobachtest. Das heißt, wenn du täglich deinen Zervixschleim beobachtest und dokumentierst und zusätzlich noch deine Basaltemperatur misst bis du einen auswertbaren Temperaturanstieg hattest, erst dann weißt du ganz genau, ob und wann dein Eisprung war und wie in dieser Zyklusphase dein Zervixschleim aussieht.

Zervixschleim vor Eisprung

Eventueller Verlauf vom Zervixschleim vor dem Eisprung

Wie fühlt sich der Zervixschleim während des Eisprungs an?

Die Antwort auf diese Frage ist sehr individuell, wie bei allen Gefühlen. Man kann also keine pauschale Antwort auf diese Frage geben. Schließlich fühlen wir ja auch die Liebe, das stärkste Gefühl der Welt, nicht alle gleich. So ähnlich ist es auch beim Zervixschleim, der sich für jede Frau während des Eisprungs anders anfühlt. Die meisten Frauen empfinden jedoch während des Eisprungs und in den Tagen vor dem Eisprung, mehr Feuchtigkeit als sonst in ihrem Intimbereich. Dies liegt daran, dass vor dem Eisprung bevorzugt Östrogene im Eierstock der Frau produziert werden, die den Wassergehalt des Schleimes in dieser Zeit erhöhen. Trotzdem muss frau, wenn sie ihre fruchtbaren Tage bestimmen möchte, immer den individuellen Gesamt-Zyklusverlauf betrachten. Manche Frauen fühlen sich die ganze Zeit sehr nass oder feucht in der Eisprungphase. Andere Frauen beobachten wiederum nur ein feuchtes Gefühl ein paar mal am Tag, wenn der Zervixschleim nach außen gelangt und in der Unterwäsche aufgefangen wird. Wieder andere beobachten, dass der Zervixschleim wie Wasser aus ihnen heraus strömt. Das ist so unterschiedlich, weil jede Frau andere Lebensumstände hat, sich in einem anderem Lebensalter befindet, andere Nahrung zu sich nimmt, einen anderen gesundheitlichen Zustand hat usw. Somit ist auch der Östrogenspiegel in der Eisprungzeit bei jeder Frau anders und somit wird auch unterschiedlicher Schleim mit unterschiedlichem Wassergehalt und Feuchtigkeit produziert.

Woran kann ich erkennen, dass ich einen Eisprung hatte?

Wann ist der Eisprung auf der Basalthermometerkurve

Grafik: Wann ich der Eisprung? | Gnoth et. al. 1996 et. al. Zentralblatt für Gynäkologie 118(12):650-4 · February 1996

Allein mit dem Zervixschleim kannst du leider nicht sicher feststellen, ob du einen Eisprung hattest. Dazu braucht es noch die Basaltemperatur, die dir eindeutig zeigt, wann dein Eisprung war und vor allem dass du wirklich einen hattest. Viele Frauen mit Kinderwunsch beobachten leider nur ihren Schleim oder messen nur ihre Basaltemperatur. Doch genau die Kombination von Zervixschleim und Basaltemperatur ist der Schlüssel, um die fruchtbaren Tage exakt zu bestimmen. Mit der symptothermalen Methode, die die Zervixschleimmethode mit der Basaltemperaturmethode kombiniert, lassen sich nachweislich in unglaublichen 94,5% der Zyklen, die fruchtbaren Tage bestimmen. Hierbei ist es egal, wie lang dein Zyklus ist oder ob du schwierige Lebensumstände hast, denn selbst bei Schichtarbeit konnten AnwenderInnen in über 90% der Zyklen, ihre fruchtbaren Tage bestimmen. Der Eisprung lässt sich mit der symptothermalen NFP Methode (siehe Grafik) unter der Nutzung von Zervixschleim und Temperatur bis auf wenige Tage genau eingrenzen. Entscheidend ist jedoch, dass man die symptothermale Methode korrekt erlernt und anwendet. Damit du die symptothermale Methode bestmöglich und schnell erlernen kannst, habe ich ein eBook geschrieben. In meinem eBook “Wann bin ich fruchtbar?” bekommst du eine Schritt für Schritt Anleitung in die symptothermale Methode (NFP) und erfährst ganz ausführlich, wie du deine fruchtbaren Tage bestimmst, sowie deinen Eisprung erkennen kannst. Schrittweise nehme ich dich an die Hand und helfe dir dabei, die Zyklusbeobachtung, -dokumentation und -auswertung der Eisprungzeichen Basaltemperatur, Zervixschleim u.a. ganz alleine ohne einen teuren Computer ganz leicht selbst hinzubekommen. Das eBook enthält Übungszyklen inkl. Lösungen, sodass du dein Wissen selbst überprüfen kannst.  Im zweiten Kapitel vom eBook erfährst du mehr zur Zyklusdiagnostik, mit der du die Ursachen, warum du bisher nicht schwanger geworden bist, eingrenzen kannst. Den krönenden Abschluss bilden 15 Erfahrungsberichte von Frauen, die unter anderem trotz Schichtarbeit, Fernbeziehung, schlechtem Spermiogramm, Endometriose, PCOS, Hashimoto, Gelbkörperschwäche, Zyklus-Chaos nach Pille, langer Wartezeit u.v.m. mit NFP schwanger geworden sind.

Eisprung bestimmen

Bei welchem Zervixschleim kann ich schwanger werden?

Wenn du deine individuell beste Zervixschleim-Qualität hast, hast du die höchste Wahrscheinlichkeit zum Schwangerwerden, vorausgesetzt natürlich, du hast ungeschützten Sex am diesen Tagen mit deinem Partner. Welche deine individuell beste Zervixschleim-Qualität ist, findest du mithilfe der Zyklusbeobachtung heraus. Die Zervixschleim-Qualität wird grob – je nachdem welche Art von Schleim du am Tag beobachtest hast – mithilfe von einem Symbol wie z. B. f, S, S+ kategorisiert und in ein Zyklusblatt eingetragen. Für die Auswertung des Schleimes eignet sich am besten die symptothermale Methode, welche umgangssprachlich häufig auch nur kurz mit NFP (Natürliche FamilienPlanung) abgekürzt wird.  Hierbei steht sympto für ein Eisprung-Symptom wie den Zervixschleim und thermal für die Temperatur. Somit bedeutet prinzipiell „symptothermal“, dass du gleichzeitig ZWEI natürliche Eisprungzeichen beobachtest. In dieser  Kombination von Schleim und Temperatur kannst du besonders gut deinen Eisprung ermitteln – das wurde bereits in einer angelegten Studie der Uni Heidelberg belegt und ist sogar in einer S1-Leitlinie für ÄrztInnen als erste Empfehlung für Paare mit Kinderwunsch ausgewiesen. Letzteres wird allerdings leider in den Praxen noch nicht flächendeckend umgesetzt (Stand: Feb.2019).

Zusammenfassendes Fazit

Zusammenfassend kann man schon sagen, dass der Zervixschleim eines der wichtigsten Eisprungzeichen ist. Im Gegensatz zu anderen Eisprungzeichen ist es kostenlos und steht in der Regel jeder Frau zur Verfügung. Zudem hat der Zervixschleim den Vorteil, dass er sich besonders markant vor dem Eisprung verändert. Somit eignet er sich gut, um zu erkennen, wann es Sinn macht, Sex zu haben, um schwanger zu werden. An Tagen, an denen du deine beste Zervixschleim-Qualität beobachtest, hast du die größte Chance, schwanger zu werden. Ich kann somit ohne Einschränkung empfehlen, deinen Zervixschleim zu beobachten, wenn du schwanger werden möchtest. Jedoch kann ich jeder Frau auch raten, die Basaltemperatur zu messen und in Kombination mit dem Zervixschleim ihre fruchtbaren Tage im Zyklus zu bestimmen. Der Zervixschleim ist zwar ein guter Marker dafür, wann die fruchtbaren Tage beginnen. Jedoch hat man ohne Temperatur keine Ahnung, wann sie zu Ende sind. Ebenso kann man mit dem Zervixschleim allein, nicht feststellen ob man einem Eisprung hatte oder nicht und wann der Eisprung in etwa stattgefunden hat. NUR wenn du deine Temperatur misst und deinen Schleim im Zyklusverlauf beobachtest,  kannst du zuverlässig deine fruchtbaren Tage bestimmen. Falls du sofort mit der NFP Methode durchstarten möchtest, empfehlen wir dir unser Kinderwunsch Starter Set. Zum Schluss möchte ich dir den wichtigsten Tipp geben, den ganz viele Frauen falsch machen, bitte spare nicht an der falschen Stelle. Ich bin zweimal trotz Hashimoto und Gelbkörperschwäche mit NFP schwanger geworden. Doch ohne Zyklusdiagnostik und entsprechende Kenntnis der NFP Methode hätte es ganz sicher nicht so schnell geklappt. Es braucht keinen teuren Computer und auch keine App, es braucht nur das NFP Wissen, ein Zyklusblatt und ein geeignetes Thermometer. Auch ich habe zum Erlernen der NFP Methode ein Buch gelesen, daran habe ich auch als Studentin nicht gespart. Später habe ich mein Wissen sogar durch eine Ausbildung zur Fruchtbarkeitsberaterin erweitert und vertieft, die auch etwas Geld gekostet hat. Kurz gesagt, ich habe in mein NFP Wissen investiert. Das Ergebnis sind zwei Wunschkinder im ersten Übungs-Zyklus und besseres Verständnis für meinen Körper und meine Fruchtbarkeit. In diesem Sinne wünsche ich dir von Herzen alles Gute auf deinem Weg zum Wunschkind

DEINE ANNE

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